02. April 2009

Die neue Weltordnung nach den Beschlüssen der G-20-Staatenlenker Totalitarismus wir kommen!

Das Ziel Simbabwe und ein mögliches Alternativszenario

Totalitarismus wir kommen! Ruft vereint das letzte Politikeraufgebot des Londoner G20-Gipfels. Die mächtigsten Staatchefs der Welt lächeln um die Wette. Sie haben gerade weltweit lückenlos gläserne Bankkonten, bis auf die Knochen transparente Bürger, Rundumüberwachung von allem und jedem, totale Finanzregulierung und neue gigantische Schulden- und Geldberge beschlossen.

Wie sich letztere schon sehr bald auswirken werden, das können Abenteurer bereits heute in Simbabwe  studieren – ein Stück Brot wird dann ein paar Milliarden Euro kosten. Die durch hemmungslose Schulden- und Geldvermehrung erst hervorgerufene große Weltwirtschaftskrise soll nun mit der Methode Mugabe bekämpft werden – mit noch mehr Schulden und Geld. Dem todkranken Alkoholiker wird Strohrum aus allen Gläsern und Kanülen verordnet. Prost Mahlzeit!

In Simbabwe liegen nicht nur die Brotpreise im Milliardenbereich. Begleitet werden solche realsozialistischen Regierungsgeldexperimente meist durch weitere Politikexzesse auf anderen Ebenen. Ein Totalitarismus kommt selten alleine. Es ist daher vielleicht ein böser Zufall, dass ausgerechnet am Tag des Londoner Beschlusses zur neuen Weltordnung die Zeitung „Die Welt“ über „Simbabwes Gefängnisse – schlimmer als die Hölle“ berichtet. Ein trauriger Blick in die Zukunft wird uns da gewährt.

Jetzt wird es langsam aber sicher ernst auf dieser Welt. Rette sich, wer kann!

Nur wie? Rettungsboot Gold? Spätestens wenn die Hyperinflation beginnt, wird mal wieder der private Goldbesitz verboten werden – diesmal weltweit. Und dann kommen die Zwangsanleihen für Hausbesitzer und die anderen in solchen Fällen aus der Geschichte leidlich bekannten Mittel. Um nur zwei der Finanzfolterinstrumente zu beschreiben. Über weiteres schreibt die „Welt“. Die Zitronen werden jetzt gepresst, bis der letzte Saft herausgequetscht ist. Hoffnungslos?

Nicht ganz. Denn wie bei jeder Politik werden auch diesmal Nebenwirkungen eintreten, mit denen die Londoner Cheflächler nicht rechnen konnten. Wer das Arbeitslosengeld erhöht, der schafft Anreize zu mehr Arbeitslosigkeit. Wer Mutterschutz oder Mieterschutz betreibt, diskriminiert und benachteiligt am Ende Frauen und Mieter. Die Abwrackprämie wird in wenigen Monaten ein Nachfrageloch hinterlassen, das große Teile der überdimensionierten Autoindustrie erst recht zerstört. Ganz abgesehen von dem ausgerechnet jetzt durch neuen unnötigen Konsum zerstörten und in ein Automobil verwandelten Eigenkapitalschutz der vielen weniger Begüterten, die nun dank Merkel und  Co. recht nackt in ihrem neuen Auto den Folgen der Wirtschaftskrise ausgeliefert sein werden.

Und so werden auch die weltweite Aufhebung des Bankgeheimnisses und die angestrebte totale Überwachung ihre Nebenwirkungen haben. Wer nämlich noch etwas zu verbergen hat, der wird genau dies aufgeschreckt durch die heutigen Nachrichten sehr bald dem kränkelnden Finanzsystem entziehen! Sehr viel Geld wird jetzt in Sachwerte verschwinden, bevor die politischen Räuberbanden es auf den Schweizer Konten aufspüren können. Ein Run, der die Hyperinflation befeuern wird. Schwarzmärkte und Tauschwirtschaften werden möglicherweise sehr bald boomen wie lange nicht.

Am Ende könnten die nimmersatten Zitronenpresser sich wundern, dass ihre Früchtchen sich schneller in Luft aufgelöst haben als geplant. Wenn alles gut geht, wird der nun einsetzende Run aus den offiziellen Geldsystemen schneller abgeschlossen sein als auf der anderen Seite die weltweite Totalüberwachung der Untertanen aufgebaut sein kann. Und dann darf dieser zweite Teil der Simbabwe-Show – mit viel Glück – ausfallen, mangels Finanzierung.

Für ihre selbstgebackenen Billionen können die Damen und Herren Endzeitpolitiker dann nicht einmal mehr ihr feudales Abendessen zahlen. Falls sie nicht selbst in afrikanischen Gefängnissen sitzen.

Die Alternative? Simbabwe in jeder Beziehung.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Mehr von André F. Lichtschlag

Über André F. Lichtschlag

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige