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![]() Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag). ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Die Piusbrüder, Richard Williamson und die politische Korrektheit III.: Papst Benedikt hat viele Feinde. Und noch mehr FreundeJe mehr sie geifern, desto unglaubwürdiger werden sie Die Medienkampagne explodiert. Zuerst schreibt Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, höchstselbst in seiner „Bild“: „Es ist moralisch das Allerletzte, das Allerverachtenswerteste, wenn einer das rassistische Morden relativiert. Der Papst hat einen schweren Fehler gemacht. Dass es ausgerechnet ein deutscher Papst ist, macht die Sache besonders schlimm. Papst Benedikt XVI. fügt Deutschland in der Welt großen Schaden zu. Und er belastet seine gesamte Amtszeit mit diesem fürchterlichen Makel. Deshalb gibt es nur eins: Der Papst muss seinen Fehler korrigieren, die Entscheidung zurücknehmen und sich entschuldigen. Wer dazu nicht die Kraft findet, sollte nicht die Kraft Gottes für sich in Anspruch nehmen.“ Hat jemals ein Mensch diesseits des organisierten Atheismus so mit dem Papst gesprochen? Hat es je eine solche Sprache selbst in der „Bild“ gegeben? In jener „Bild“-Zeitung, die vor nicht allzu langer Zeit nicht weniger peinlich meinte: „Wir sind Papst!“ Spiegel-Online, die quasi amtliche deutsche Nachrichtenseite im Internet, kennt seit Tagen nur noch ein Thema. Hier eine unvollständige Auswahl von sechs „Spiegel“-Artikeln alleine vom heutigen Tage, die Überschriften alleine sprechen für sich: „Holocaust-Debatte: Merkel fordert Papst zur Klarstellung auf“, „Kritik vom Zentralrat: Verhältnis der Juden zum Vatikan vergiftet“, „Katholische Hardliner: Wie die Piusbrüder gegen Juden, Muslime und Schwule hetzen“, „Päpstliches PR-Desaster: Warum der Vatikan die Krise nicht beherrscht“, „Streit über Holocaust-Leugner: Kardinal Lehmann nennt Papst-Entscheidung Katastrophe“, „Hells Bells: Papst erschüttert Katholiken“. In jeder der vergangenen Medienkampagne (Möllemann, Hohmann, Herman etc.) spielten die gedruckte „Bild“, Spiegel-Online (und Druck) sowie die Staatsfunker von ARD und ZDF die Rolle der drei Einheizer (ef berichtete). Politiker und Promis flankierten jede der Kampagnen. Seit heute nun auch Angela Merkel. Die evangelische Bundeskanzlerin „verlangt“ von Papst Benedikt eine „Klarstellung“: Es gehe darum, „dass von Seiten des Papstes und des Vatikans sehr eindeutig klargestellt wird, dass es keine Leugnung geben kann.“ Diese Klarstellung sei aus ihrer Sicht „noch nicht ausreichend erfolgt“. Merkel gibt zu, es sei „normalerweise nicht ihre Aufgabe, innerkirchliche Entscheidungen zu bewerten.“ Aber „das darf das nicht ohne Folgen im Raum stehen bleiben“, so Merkel. Sprache und Prominenz der Wortmelder sind verräterisch. Inzwischen ahnt auch der Letzte, dass hier ein Religionskrieg ohne Erbarmen geführt wird. Medien und Politik als Hohepriester der säkularen Religion der Politischen Korrektheit verlangen nicht weniger als die Unterwerfung ihres letzten Widersachers. Der Papst „muss“, so fordern sie es offen wie von einem angeklagten Verbrecher, ihrer Anweisung Folge leisten und das in Deutschland strafbewährte „Leugnen des Holocausts“ (gemeint ist konkret ein Infragestellen der sakrosankten Millionenziffer) vom Zivilrecht ins Kirchenrecht übertragen. Eine im Grunde absurde Forderung. Aber in Zeiten, in denen selbst der Deutsche Fußballbund politisch korrekte Elemente in seine Verbandsjustiz einwebt ist auch diese Absurdität nur konsequent. Die neue säkulare Religion strebt wie einst ihre Vorläufer NSDAP oder SED heute nicht mehr allzu verdeckt eine totalitäre Herrschaft über „alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens an“. Ausnahmen selbst im Kirchenrecht können nicht mehr geduldet werden. Der „Spiegel“ hat als Initiator der Kampagne, wenige Tage bevor Papst Benedikts Rücknahme der Exkommunikation der vier Bischöfe der Piusbruder erfolgen sollte, alarmiert über die bereits im November gedrehten Aussagen von Bischof Williamson im schwedischen Fernsehen berichtet. Offenbar war die päpstliche Absicht durchgesickert und interessierte Kreise glaubten, die Entscheidung durch die „Spiegel“-Geschichte in quasi letzter Minute verhindern zu können. Man hatte sich in Papst Benedikt verschätzt. Also wurde dann die Kampagne gestartet, um wenigstens nachträglich die richtige Entscheidung herbeizuführen. Immer und immer wieder versuchten die einschlägigen Journalisten bei steter Verschärfung der Anklage, dem Papst eine „letzte Brücke“ zu bauen. Zuckerbrot und Peitsche: So spricht man dann von „Kommunikationsproblemen im Vatikan“ – um den eigenen Erpressungsversuch zu verschleiern. Interessant ist nebenbei, dass in selber Weise auch die Ernennung des „erzkonservativen“ und (oft gehört, kein Witz) „extrem papsttreuen“ neuen Weihbischofs von Linz, Gerhard Maria Wagner, über eine Medienkampagne in Österreich ebenfalls noch in letzter Minute vor der geplanten Bekanntgabe verhindert werden sollte, wie heute die katholische Nachrichtenseite kath.net enthüllt. In Deutschland aber gilt: Wir sind jetzt kein Papst mehr! Dürfen es nicht mehr sein. Schlimmer noch: Der Papst habe Deutschland verraten… Was für ein Unterschied zu den Kenianern, die auch in hundert Jahren noch „ihren US-Präsidenden“ feiern werden, selbst wenn der in den Augen mancher Fehler machen sollte. Aber in Kenia gibt es auch keine „Bild“-Zeitung aus dem Springer-Verlag. Der jüngst verstorbene und spät zum katholischen Glauben konvertierte Publizist Caspar von Schrenck-Notzing antwortete auf die Frage „Was fällt Ihnen eigentlich spontan ein, wenn Sie an Deutschland denken?“ folgendes: „Der Heerwurm der deutschen Denunzianten: nach 1918, nach 1933, nach 1945.“ Jede der jüngsten Medienkampagnen vergrößerte den Graben zwischen der veröffentlichten Meinung und dem Volk. Mit jeder neuen Kampagne verlieren Politik und Medien abermals an letzten Vertrauensresten. Die „Welt“ ließ eine Online-Umfrage zu: „Papst Benedikt XVI. hat mit seinen jüngsten Entscheidungen viel Kritik hervorgerufen. Wie beurteilen Sie seine Arbeit?“, fragt die „Welt“. Die überwältigende Mehrheit von 64 Prozent der bis heute etwa 25.000 Teilnehmer der Abstimmung antwortet: „Sehr gut, er zieht seine Linie durch und macht alles richtig.“ Kommentatoren in Online-Foren werden wie in den vorangegangenen Medien-Kampagnen in Massen zensiert und gelöscht oder in dieser Frage gar nicht erst zugelassen. Die ob der Medien-Hatz empörten Leserbriefe, so sickert aus den Redaktionen durch, gehen erneut in jedem Zeitungshaus in die Tausende. Und doch herrscht ein geradezu gespenstisches sowjetisches Medien-Einheitsbild. Wie in den besten Zeiten der DDR werden immer neue „klassenbewusste“ Zeugen der Anklage vorgeführt. Darunter auch papst-kritische deutsche katholische Bischöfe. Kann es irgendwen verwundern, dass die vom deutschen Sonderrecht der Kirchensteuer wohlgenährten Vertreter der Amtskirche Vater Staat und dessen Glaubensdoktrinen im Zweifel eher Gefolgschaft leisten als dem heiligen Vater in Rom? Was hat der Papst eigentlich getan? Er hat vier Exkommunikationen – für gläubige Katholiken so etwas wie eine seelische Todesstrafe – auf persönliche Bitten zurückgenomme. Der Oberhirte aus Rom interessiert sich dabei schlicht nicht für die Riten, Glaubenssätze und Tabus der konkurrierenden Ersatzreligion. Wer glaubt, dass es quasireligiöse Vorgaben nicht mehr gibt, der überprüfe sich einmal selbst beim Versuch, einen Satz zum Holocaust zu sagen. Oder er lese die eingangs zitierten Worte des einflussreichsten deutschen Verlegers. Uns wird nun fortlaufend erzählt, dass auch viele Katholiken über den Papst entsetzt seien. Das ist richtig. Es sind aber vornehmlich die Seichten, die der Ersatzreligion der politischen Korrektheit bereits mehr ergeben sind als ihrer katholischen Kirche. Wahr ist aber auch: Für noch mehr Anders- und sogar Ungläubige ist der Papst dieser Tage der letzte Hoffnungsträger der Abwehr einer ins Totalitäre gehenden Politischen Korrektheit, die keinerlei Anstand und Erbarmen mehr kennt. Es sind – vielleicht nicht zur Freude der Piusbrüder – eben auch viele evangelische und orthodoxe (diese ohnehin) Christen sowie nicht zuletzt auch Moslems und Atheisten, die heute nach Rom blicken und sagen: „Sehr gut, er zieht seine Linie durch und macht alles richtig!“ Internet 03. Februar 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareJürgen Hodler, am 03. Februar 2009 um 19:02 ( Link ) Aua, die BRD-Regimechefin fordert eine Klarstellung. Da wird Rom wohl erzittern.:) Werter Herr Lichtschlag, meinen Dank für einen wiederum gelungenen Beitrag. Ansonsten nehme man das hysterische Gekreische der Demokraten mit Gelassenheit zur Kenntnis. Denen steht offensichtlich der Angstschweiß auf der Stirn. Auch unsere dem Demos- und Menchenrechtsgötzen treu zu Füßen liegenden Links- bzw. Liberalkatholen, alles verkappte Neoprotestanten und Ökumenisten, wissen nur allzu gut, daß sie schlußendlich auf verlorenem Posten kämpfen. Der Rauch Satans wird mitsamt den liberalistischen Irrungen des 2. vatikanischen Konzils mit dem eisernen Besen aus den heiligen Hallen Roms hinausgefegt werden. Heilige Mutter Gottes, bitte an Gottes Thron um eine schnelle Befreiung aus der erdrückenden Knechtschaft der Demokratie- und Menschenrechtsreligion. Satanas, am 03. Februar 2009 um 19:10 ( Link ) In Deutschland aber gilt: Wir sind jetzt kein Papst mehr! Gilt nicht für jeden. „Der Heerwurm der deutschen Denunzianten: nach 1918, nach 1933, nach 1945.“ Herr Lichtschlag, da wird unser Volk aber doch zu negativ dargestellt! In jedem Volk finden sich entsprechende Denunzianten, die unter heutigen Bedingungen von den Medien entsprechend präsentiert werden. Das war aber schon immer so, solche Beispiele finden sich schon im Mittelalter oder in der Legenda Aurea. Es ist nötig, endlich der öffiziösen Meinung eine Gegenöffentlichkeit entgegen zu stellen. Insofern bin ich froh um jedes Medium das dies tut.
Mit der heutigen Journallie kann es keinen Neuanfang geben. Wenn die mal "auf liberal machen" wird mir schlecht, wenn sie auf rechts, neokonservativ oder christlich machen kriege ich Angst. Satanas, am 03. Februar 2009 um 19:13 ( Link ) @Jürgen Hodler Die beten nicht den Demos an, sondern nur sich selbst. Wenn die drucken: Du sollst keine anderen Götter neben uns haben, dann meinen die das nicht genauso wie in der Bibel... Querdenker, am 03. Februar 2009 um 19:15 ( Link ) Die Treibjagd auf den Papst wird forciert. Will man am Papst ein Exempel statuieren? Das christliche Abendland steht vor einer großen Herausforderung. Cicero, am 03. Februar 2009 um 19:19 ( Link ) Herr Hodler, bitte bitte Schluss jetzt, sie sind unerträglich, ihre Sprach ist wirklich rosa und klebrig. Zum Thema. Auch als Atheist (denn das tut in diesem Fall nichts zur Sache) muss ich den Papst unterstützen. Man stelle sich nur mal vor Jesus wäre politisch korrekt gewesen, dann hätte er der Nutte erstmal nen dicken Stein an den Kopf geworfen und dann als nächstes die Schwachen, Armen und Verletzen und geistig Verwirrten (Williamson) ordentlich in die Mangel genommen. Ich meine das ist doch wirklich grotesk. Wenn sich die Kirche ernst nimmt, dann ist sie eben ein Ort der Güte und Vergebung, ein Fels in der Brandung. Das mit der Denunziation stimmt natürlich, muss an der Kleinbürgerlichkeit und Verspannung vieler deutscher, wie z.B. Herr Hodler liegen. Satanas, am 03. Februar 2009 um 19:24 ( Link ) @Cicero
Das kann so nicht stehen bleiben. Jemand der eine andere Meinung hat ist nicht geistig verwirrt oder geistig krank. Das hatten wir schon mal in der Sowjetunion. Wenn jemand für ein Meinungsdelikt in die Psychatrie käme, lebten wir in einer hoffnungslosen Diktatur. Reiner Vogels Voll einverstanden mit dem Kommentar von Herrn Lichtschlag. Das sage ich, obwohl ich als lutherischer Christ dem Papstamt als solchem durchaus kritisch gegenüberstehe. Hier gilt der Grundsatz: Wer sich wie der Papst der zum Totalitarismus führenden Gesinnungsdiktatur der politischen Korrektheit nicht beugt, verdient die Unterstützung aller überzeugten Demokraten. Jürgen Hodler, am 03. Februar 2009 um 19:33 ( Link ) @S...... "Die beten nicht den Demos an, sondern nur sich selbst." Schauen'S, das ganze Geschwafel um Demokratie, Menschenrechte oder auch "freiheitlich demokratische Grundordnung" entbehrt freilich jeder geistigen Grundlage und somit könnte sich der Christ eine tiefergehende Auseinandersetzung mit diesem Zeugs in der Tat sparen. Leider bleibt es aber nicht bei der bloßen Selbstanbetung und so hat man es mit einer religiösen Heilslehre zu tun, welche keine anderen Religionen neben sich dulden kann und somit auch die Königsherrschaft Christi mit aller Selbstverständlichkeit verwirft. Der Westen, und hier selbstverständlich die UdSSE, hat sich schon längst in eine fundamentalistische Gesinnungsgemeinschaft verwandelt und Papst Benedikt bekommt diesen Fanatismus nun in der Tat zu spüren. Man sollte spätestens dann hellhörig werden, wenn man in einem atheistischen Dokument wie der "Charta der Vereinten Nationen" gar von einem "Heiligen Auftrag" lesen darf. Cicero, am 03. Februar 2009 um 19:33 ( Link ) @Satanas natürlich nicht, da haben sie recht. Aber wenn jemand sagt es hätte nie den Holocaust gegeben, ist das zwar auch eine andere Meinung, aber eine die ungefähr so qualifiziert ist wie die Aussage der letzte deutsche Kaiser wäre Winnie Puh gewesen. Satanas, am 03. Februar 2009 um 19:41 ( Link ) @Cicero Klar, das stimmt auch. Allerdings hat Williamson den Holocaust nicht generell geleugnet, sondern die Zahl von 6 Mio Opfern angezweifelt, sowie die Gaskammern. Das mag in der Sache vielleicht keinen großen Unterschied machen, aber wir haben gerade eine Kampagne, die sich nicht für Feinheiten interessiert. Aber wie auch immer, die Kampagne trifft ganz sicher eine Institution die sicher mehr zu Europas Freiheit und Kultur beigetragen hat als die deutsche Presse, und da ist natürlich klar auf wessen Seite man steht. Mir ist schon nach dem Fall Eva Herman aufgefallen, das viele Leute nicht mehr mit unserer Presse einverstanden sind, also ist jetzt mal wieder Gelegenheit ein bisschen Werbung für die Alternativen zu machen.. Jürgen Hodler, am 03. Februar 2009 um 19:43 ( Link ) "Aber wenn jemand sagt es hätte nie den Holocaust gegeben, ist das zwar auch eine andere Meinung, aber eine die ungefähr so qualifiziert ist wie die Aussage der letzte deutsche Kaiser wäre Winnie Puh gewesen." Ein Google- und Witziblödia-Freak sollte sich derartiger Worte enthalten. Befolgen Sie endlich Carls Rat und ändern Sie Ihr Pseudonym. Fatal, am 03. Februar 2009 um 19:50 ( Link ) @ Herr Hodler: [...] und hier selbstverständlich die UdSSE, hat sich [...]Es heißt "EUdssR" ;) Jürgen Hodler, am 03. Februar 2009 um 20:00 ( Link ) Danke, ich bleibe aber bei der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken Europas. Das "R" habe ich stets unterschlagen. Nun, diese Formulierung habe ich bereits zu einem Zeitpunkt gebraucht, als Sie wahrscheinlich noch nicht einmal geplant waren und so bleibe ich auch dabei.:))) Cicero, am 03. Februar 2009 um 20:00 ( Link ) Herr Hodler, sie sind wirklich niedlich, ihre kleinbürgerliche Arroganz und ihre Auswüchse von barocken Glaubensbekenntnissen haben etwas so putziges an sich. Ich bin mir sicher sie werden den ganzen Tag geknuddelt. Fatal, am 03. Februar 2009 um 20:09 ( Link ) Nun, diese Formulierung habe ich bereits zu einem Zeitpunkt gebraucht, als Sie wahrscheinlich noch nicht einmal geplant waren und so bleibe ich auch dabei.:))) Stimmt ja, man sollte keine unnötigen Experimente eingehen, sondern lieber auf historisch gewachsene Strukturen setzen. :) Shuca, am 03. Februar 2009 um 20:10 ( Link ) Ich hab es schon mal geschrieben.Es geht nicht um die Äußerungen von Williamson.Es geht um die Tridentina.Wenn der Papst,die Bischöfe und Priester in der heiligen Messe wieder zu Christus schauen ,dann kann Frau Merkel und dergleichen ruhig rumrumoren.Sie haben keinen Einfluß mehr . Jürgen Hodler, am 03. Februar 2009 um 20:13 ( Link ) "Stimmt ja, man sollte keine unnötigen Experimente eingehen, sondern lieber auf historisch gewachsene Strukturen setzen." Dann werde ich mich Ihnen zuliebe wohl doch noch umgewöhnen.:) Shuca, am 03. Februar 2009 um 20:21 ( Link ) So viel wie ich das weis,ist das Interview im November gemacht worden .Pünktlich zur Aufhebung der Exkommunikation kracht das Geschoß gegen Rom . Schleusener, am 03. Februar 2009 um 20:35 ( Link ) Danke, AFL. Diese Kampagne gegen Benedikt XVI. ist zum Kotzen. Shuca, am 03. Februar 2009 um 20:40 ( Link ) @Jürgen Hodler Jürgen Hodler, am 03. Februar 2009 um 20:43 ( Link ) @Shuca Auf welches Experiment beziehen Sie sich? Das 2. vatikanische Konzil? Waldmeister, am 03. Februar 2009 um 20:44 ( Link ) Für einen Augenblick halte ich hier inne und überlege genauer, inwiefern die Verteidigung der sakrosankten Millionenziffer Aufschluß über die innere Verfassung ihrer Verfechter (der in -dazu noch falschem- Moralin getränkten wohlgemerkt) geben kann. Glücklicherweise ist leicht zu sehen, daß sich solcherlei Empörung nur aus niedersten utilitaristischen Überlegungen speisen kann. Früge man also einen jener Blutzollbewahrer*, ob es weniger schlimm gewesen wäre, wäre nur ein einziger Jude ermordet worden statt der x Millionen, so müssen diese, ihrer eigenen Verkommenheit folgerichtig den Tribut erweisend, sagen: "Ja, das wäre weniger schlimm gewesen." Denn solche für einen redlichen Menschen prinzipiell unmöglichen interpersonellen "Nutzen"vergleiche sind ja seit jeher ein liebgewonnener Zeitvertreib bei denjenigen, die lieber in die Breite als in die Tiefe denken (mit "Allgemeinwohl", "Allgemeinheit" und dergleichen mehr als dem unmittelbaren Abfall, der daraus zwangsläufig entsteht). Inwiefern nach Einbeziehung dieses meines kurzen Einschubes also dem Bischof Williamson irgendeine moralische Verfehlung unterstellt werden kann, werden wohl nur diese geistig verhungerten Ersatzmoralisten zu begreifen vermögen. *Psychologisch betrachtet ebenfalls hoch interessant. Die Verteidigung einer hohen Zahl von Todesopfern als moralische Aufgabe wahrzunehmen, ließe sich vermutlich gut im Hinblick auf eine Art von invertierter Aggression untersuchen. Die Ergebnisse dürften wenig schmeichelhaft für die Betroffenen sein. Shuca, am 03. Februar 2009 um 20:59 ( Link ) @Jürgen Hodler Carl, am 03. Februar 2009 um 21:00 ( Link ) Das Frau Merkel und die Qualitätserzeugnisse aus dem Hause Springen zur gleichen Zeit ins selbe Horn stoßen ist gewiß kein Zufall. Springer hält das Stöckchen und Angela hüpft eifrig drüber, ganz wie es ihre Art ist. Es ist zum Kotzen. Bolkonskij, am 03. Februar 2009 um 21:39 ( Link ) Jawohl so ist es - als orthodoxer Christ sage ich in der Tat: "Sehr gut, er zieht seine Linie durch und macht alles richtig!" Jetzt nur nicht wieder nachgeben und dem Zeitgeist anbiedern.. Shuca, am 03. Februar 2009 um 22:03 ( Link ) Ja eben im Heute-Journal.Professor Küng.Schöpfer des Weltethos.Nimmt die 10.Gebote,steckt sie in die Waschmaschine schmeißt seine eigenen gedanklichen Lumpen hinterher und schafft ein Ethos für die gesamte Menschheit . Ein glühender Anhänger des II.Vatikanikums. Ein U-Boot in der katholischen Kirche und Liebling der säkularen Massenmedien.Er will das der Papst die 4 Bischöfe wieder exkommuniziert.Wenn es nicht so traurig wäre,könnte dieser Mann mich unglaublich erheitern . Querdenker, am 03. Februar 2009 um 22:04 ( Link ) An eigentümlich frei. Ist es möglich, im Namen von ef an den Paspst eine Solidaritätsbotschaft zu senden? Wir sind nicht Springer. Jürgen Hodler, am 03. Februar 2009 um 22:27 ( Link ) @shucca In der Tat, bei der Selbstbeweihräucherung der wichtigtuerischen Links- und Liberalkatholen will man grad meinen, daß es sich beispielsweise bei den Päpsten des 19. Jahrhunderts um gestörte Seelenkrüppel gehandelt hätte. Beinahe die ganze Kirchengeschichte war deren Lesart nach ein Akt der Irrungen und Wirrungen. Dabei wird zwar ohne Unterlaß betont, daß man die Tradition – typisch für den liberalistischen Evolutionismus - nur „weiterentwickelt“ hätte, aber vor dem richtigen Publikum machen sie aus ihren niederen Absichten dann doch keinen Hehl. Ich zitiere einmal spaßeshalber jene Köstlichkeiten, mit denen der Ketzer und Weltethosquacksalber Küng in einem Akte der Anbiederung eine Freimaurertagung (!!) zu versüßen wußte: „Erfreulich ist deshalb: in den 1960er Jahren hat die katholische Kirche unter dem Impuls von Papst Johannes XXIII. und dem Zweiten Vatikanischen Konzils (Joseph Ratzinger und ich waren die beiden jüngsten Konzilstheologen) die beiden Paradigmenwechsel, den der Reformation und den der Aufklärung, weithin nachgeholt – wenn auch nicht konsequent, vielmehr mit zahlreichen Halbheiten und faulen Kompromissen. Doch immerhin bekennt sich nun auch die katholische Kirche gegen alle früheren päpstlichen Lehräußerungen in aller Form zur Religionsfreiheit und Toleranz, zu den Menschenrechten, zur Ökumene der christlichen Kirchen, zu einer neuen Einstellung zum Judentum, zum Islam und den anderen Weltreligionen, ja zur säkularen Welt überhaupt.“ Und dabei, man darf es schmunzelnd zur Kenntnis nehmen, war man nicht einmal konsequent. In folgendem Punkte liegen Sie aber ein klein wenig daneben::) „Die katholische Kirche wird durch Angriffe von außen immer stärker . Wenn sie von innen angegriffen wird kann sie auch nicht untergehen .“ Das ist so natürlich nicht ganz richtig. In der Tat, direkte Angriffe von außen, sei dies durch direkte physische Übergriffe oder schleichend durch liberalistische Papiergesetzeswerke, hatten auf das Glaubensleben auf Dauer eine stärkende Wirkung. Freilich, an der glaubensschwachen Peripherie mögen die Gottlosen durchaus einmal eine Bresche schlagen, aber dem Kern können die ohne tatkräftige Unterstützung von innen nicht gefährlich werden. Weitaus gefährlicher dagegen sind deshalb jene „trojanischen Esel“, also die Liberal- und Linkskatholen, welche das Gift der sog. „Aufklärung“ und die Unwerte der Französischen Schlächterei direkt in die Kirche trugen und somit auch in vollem Umfange die derzeitige Kirchenkrise zu verantworten haben. Ich darf Sie in diesem Kontext auch auf einen Beitrag im Strang „Piusbrüder II“ verweisen. Shuca, am 03. Februar 2009 um 22:29 ( Link ) Also wenn ich Papst wäre würde ich heute abend noch Küng exkommunizieren . Natürlich müßte man mindestens 3 Wochen kein Fernseher mehr einschalten,keine Zeitung mehr lesen und kein Radio mehr hören .Die Popagandaschlacht würde alles übertreffen was man sich vorstellen kann . Natürlich würde es zu Abspaltungen kommen.Aber die abgespaltenen Gruppierungen würden kein Jahr überleben .Aber dann wäre erstmal Klarschiff für eine gewisse Zeit. A. Lehmann, am 03. Februar 2009 um 23:32 ( Link ) Zum Thema 1. Der Bericht der Online-Präsenz der Jungen Freiheit. Hier sind einige interessante Kommentare durch die Leserschaft gemacht worden. 2. Ein zweiter "Holocaust-Leugner" ist entdeckt worden. Wieder einer dieser FURCHTBAREN Pius-Brüder, Pater Floriano Abrahamowicz (sic!). Auch er habe den Holocaust "in Zweifel gezogen" (woraus ganz bestimmt bald "geleugnet" werden wird). http://www.welt.de/politik/article3114539/Zweiter-Piusbruder-zweifelt-oeffentlich-am-Holocaust.html Das Original-Interview Man möge mir doch bitte erläutern was an diesem Interview antisemitisch sein soll... @ Shuca Ich glaube das sich genau diese noch größeren Propagandaschlachten in den nächsten Wochen, Monaten, Jahren ereignen werden. Den Vorläufer davon, das harmlose Scharmützel, dürfen wir ja gerade erleben. Innerhalb der Kirche befinden sich so viele Glaubensverräter, Anhänger der "Weltkirche des Lichts" und gnostische Scharlatane, das wir genau wissen dass die eigentlichen Schlachten dann geschlagen werden wenn es darum geht diese Leute aus der Kirche hinaus zu treiben. Erst wenn diese Kreise marginalisiert sind dürfen wir die Kirche als gerettet bezeichnen. Gleichwohl stimme ich Herrn Hodler und Ihnen zu das die Feinde von außen momentan zweitrangig sind, so man sich weiterhin standhaft und störrisch genug zeigen wird. Die atheistische Internationale wird nun noch genauer auf alles schauen was sich hinter den heiligen Pforten ereignet. Es wird ganz gewiss etwas noch viel Größeres vorbereitet werden, gerade auch weil nun zusätzlich die "pro"-jüdischen Medienhäuser betroffen sind. Allerdings, und darauf bin ich unglaublich stolz, wurde nun zum ersten Mal seit langer Zeit diesen Leuten die harte Kante gezeigt. Das stimmt mich hoffnungsfroh. Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat! Satanas, am 03. Februar 2009 um 23:36 ( Link ) @Jürgen Hodler
Schöner Beitrag, aber ich habe doch noch ein paar Anmerkungen: Ihre "fundamentalistische Gesinnungsgemeinschaft" wurde schon von (dem Atheisten) Rousseau als "Zivilreligion" erdacht, als Philosophie/Ideologie, die eine quasireligiöse Verehrung geniessen sollte. Natürlich alles im Namen von Menschenrechten und Humanismus. Was daraus dann folgte, wissen wir aus der frz. Revolution. Allerdings ist der Sprung von einer solchen Zivilreligion zu einer echten Religion doch gross. Wenn etwa Lenin oder Stalin von ihren Völkern eine quasireligiöse Verehrung genossen (Mausoleen, Ikonen, Hymnen etc.) bliebe doch die Frage, was sie und ihr nächstes Umfeld dachten. Es wäre aber müssig sich die Köpfe darüber heißzureden, ob der Schritt von Zivilreligion zu Religion schon vollzogen wurde oder nicht. Wir alle sind uns offenbar einig, das wir eine solche sozialistische Theokratie ablehnen. Holocaustleugnung ist kein Sakrileg, zumindest kein christliches. Jürgen Hodler, am 03. Februar 2009 um 23:48 ( Link ) "Man möge mir doch bitte erläutern was an diesem Interview antisemitisch sein soll..." Das, lieber Herr Lehmann, ist natürlich wieder ein hochinteressanter Punkt. Vielleicht sollte man diese Herrschaften einmal ganz verschmitzt fragen, ob sie zwischen antisemitisch und antijudäisch zu unterscheiden wissen. Da wäre ich dann wirklich gespannt wie ein kleiner Flitzebogen.:) freischwimmer, am 03. Februar 2009 um 23:59 ( Link ) @ satanas verstehe ich sie richtig, dass die frage, ob millionen von juden vernichtet wurden und ob es gaskammern gegeben hat, letztlich eine frage der eigenen meinung ist? Satanas, am 04. Februar 2009 um 0:17 ( Link ) @freischwimmer Gegenfrage: Sollte es eine Frage der geistigen Gesundheit sein? Ich persönlich halte es grundsätzlich für falsch, Meinungsäußerungen (außer direkten Aufrufen zur Gewalt) unter Strafe zu stellen, weil es vermutlich nicht bei einem Verbot bleibt. Und Menschen aufgrund ihrer Meinung für geisteskrank zu halten, führt direkt in die Diktatur. Die Kontrollinstanz sollte vielmehr das Urteil der Mitmenschen sein. Wer zu viel Unsinn erzählt, verliert den Kredit seiner Mitmenschen, man hört nicht mehr auf ihn. Wie viel Macht hätte eine Institution, die solche Urteile fällen würde? Jürgen Hodler, am 04. Februar 2009 um 0:24 ( Link ) „Es wäre aber müssig sich die Köpfe darüber heißzureden, ob der Schritt von Zivilreligion zu Religion schon vollzogen wurde oder nicht. Wir alle sind uns offenbar einig, das wir eine solche sozialistische Theokratie ablehnen.“ Auch Sie sprechen einen wirklich hochinteressanten Punkt an. Das entsprechende "Evangelium" ist zwar vorhanden, aber dennoch dürfte der Menschenrechtskult doch auf dem Status einer Zivilreligion verharren. Soll heißen: Der Menschenrechtskult dürfte zwar in der Tat in den Köpfen zahlreicher Zeitgenossen seinen Platz gefunden habe, aber ich will doch stark bezweifeln, daß dieser Kult auch die Herzen und Seelen erreicht hat. Ich mag es mir einfach nicht vorstellen, daß dieser nichtsnutzige und an Primitivität nicht zu überbietende Kult auf Dauer eine sinnstiftende Wirkung entfalten kann. Da müßte man in der Tat eine wirklich hohle Nuß sein. Ansonsten bräuchte es wohl auch nicht dieses enormen Propagandaaufwandes der hiesigen Demokratenregimes und vor allem bedürfte es nicht dieses wirklich alles erdrückenden Glaubenszwanges, welcher sich, dem liberalistisch-republikanischen Rechtsbewußtsein entsprechend, in einem wirklich totalitären Machtanspruch der liberaldemokratischen Papierverfassungen zeigt. Allerdings sollte man keine „sozialistische Theokratie“ bemühen, denn der Menschenrechtskult ist zweifellos ein Kind der Illuminaten und Altliberalen. Der Sozialismus, verstanden als eine altliberale Häresie, sprang hier nur auf einen bereits fahrenden Zug auf und so ist eine gewisse Sprachhygiene durchaus angebracht. Es mag zwar einigen hier nicht gefallen, aber die altliberalen Enkel, welche ohne Unterlaß einer gottlob bereits dahingeschiedenen Ideologie wieder Leben einhauchen wollen, dürfen ruhig unentwegt an die „Glanztaten“ ihrer geistigen Vorfahren erinnert werden. Vielleicht regt es den ein oder anderen doch zum Nachdenken an. Querdenker, am 04. Februar 2009 um 0:50 ( Link ) Es ist unter anderem eine Aufgabe der aufrechten CDU-Katholiken, dass unsägliche Verhalten ihrer Vorsitzenden zu bewerten und Schlüsse zu ziehen. Jürgen Hodler, am 04. Februar 2009 um 0:59 ( Link ) @Querdenker "Es ist unter anderem eine Aufgabe der aufrechten CDU-Katholiken, dass unsägliche Verhalten ihrer Vorsitzenden zu bewerten und Schlüsse zu ziehen." Sind die nicht alle schon längst davongelaufen? "Als Kanzlerin und Kanzlerkandidatin hat sich Angelika Merkel durch den stillosen Missgriff gegenüber dem Papst disqualifiziert, eine Gesellschaft zu einen und zu stärken." Diese Einigung ist einer einer Demokratie de facto nicht möglich. Bedingt durch den Pluralismus der verschiedenen gesellschaftlichen Gewalten und Gruppierungen ist die Demokratie von vornherein ein Dauerkrisenherd, ja man will gar sagen ein kalter Bürgerkrieg. Jürgen Hodler, am 04. Februar 2009 um 2:01 ( Link ) @schuca "Also wenn ich Papst wäre würde ich heute abend noch Küng exkommunizieren." In der Tat, noch vor einem halben Jahrhundert hätte man diesen Schritt wohl auch augenblicklich vollzogen. Einerseits werden Gläubige, welche den wahren katholischen Glauben hegen und pflegen, unentwegt schikaniert und drangsaliert, aber andererseits marschieren Priester des roten Bistums Limburg in voller Montur in homoideologischen CSD-Paraden mit und reden anschließend bei „Schwulenmessen“ gar noch der himmelschreienden Sünde das Wort. Selbst der ehrwürdige Stephansdom zu Wien wurde bereits durch kirchlich abgesegnete Homokonkubinate regelrecht entweiht. Aber dem nicht genug, dann kommt noch ein Ketzer Küng daher, der sich ja bekanntermaßen als „katholischer Theologe“ bezeichnet, und fordert – sei es nun ein oder zwei Jahre her – während einer von ihm mitinitiierten Weltethosquacksalberveranstaltung in Mexico City den sozial gerechten Kindsmord auf Krankenschein. Man muß sich dies wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Da gibt es wirklich noch viel zu tun!! dickbrettbohrer, am 04. Februar 2009 um 5:16 ( Link ) So ganz nebenbei sei einmal auf die Sprache der Moralisten hingewiesen - die nämlich ist verräterisch. Mathias Döpfners Äußerungen sind aufschlußreich, es wimmelt nur so von verbalen Kraftakten: moralisch das Allerletzte - das Allerverachtenswerteste - schweren Fehler - ausgerechnet - besonders schlimm - großen Schaden - gesamte Amtszeit - fürchterlichen Makel Wenn Wörter nichts mehr zu sagen haben, fangen sie an zu bellen. Man beachte die Häufung von Attributen zur superlativischen Steigerung des Gesagten. Querdenker, am 04. Februar 2009 um 9:23 ( Link ) Die Menschen in Deutschland sollen zunehmend auf Sterben und Töten vorbereitet werden. Wird Merkel durch die Systemmedien gesteuert? Bauer, am 04. Februar 2009 um 9:24 ( Link ) Der Holocaust wurde zur Ersatz- und Pflichtreligion. Anders- und Ungläubige werden öffentlich an den Pranger gestellt und medial hingerichtet, für verrückt erklärt. Die DDR war der antifaschistische Frontstaat, die Mauer der antifaschistische Schutzwall, weitergeführt wird dies durch den steuergeldfinanzierten Kampf gegen Rechts. Die Mittel und Methoden lassen erahnen, was Marxismus-Leninismus bedeutet. Die CDU wurde von SED- und DDR-Karrieristen unterwandert und übernommen. Traurig aber wahr. Die sog. 68er hätten keinen solchen Schaden anrichten können, wie diese hartgesottenen Politprofis aus der DDR-Kaderschmiede. Bauer, am 04. Februar 2009 um 9:25 ( Link ) @Querdenker LePenseur, am 04. Februar 2009 um 10:07 ( Link ) @all So berechtigt der Artikel Lichtschlags ist, dem ich zu der billanten Entlarvung des derzeitigen, zutiefst verlogenen und widerlichen Papst-Bashings gratuliere, so obskur sind andererseits die meisten Postings, die darauf erfolgten (ich nehme mal ausdrücklich p.t. Herren Satanas und Vogel aus, es gibt aber auch andere). Wenn das die Unterstützungskräfte für Papat Benedikt sind — na, pfüat' Gott! Die Wahrscheinlichkeit, daß die Prophezeiung des Malachias sich doch bewahrheitet, scheint erstmals vorstellbar ... Armer Papst! Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr ... Herr_Rossi, am 04. Februar 2009 um 10:13 ( Link ) Der Papst rockt! Pope´s the best, fuck the rest... freischwimmer, am 04. Februar 2009 um 11:06 ( Link ) @ satanas wir brauchen wohl kaum eine debatte um die meinungsfreiheit in diesem zusammenhang. die ist in der regel gegeben. im übrigen: die katholische kirche ist eine organisation, die ihren anhängern für alle lebensbereiche anweisungen gibt, wie sie sich zu verhalten haben. sie sollte sich auf "glaubensfragen" beschränken und dort still sein, wo sie keine ahnung hat. richard williamson verkörpert innerhalb der kirche nicht die konservative strömung, sondern betreibt schlicht und einfach rechtsextremistische propaganda. nicht mehr und nicht weniger! quer, am 04. Februar 2009 um 11:14 ( Link ) Es ist schon eigenartig: Da stellt ein (nicht im Amte bestätigter) Bischof , dessen Exkommunikation zurückgenommen wurde, den Umfang (nicht die Tatsache!) des Holocaust in Frage, weist sich also als historisch Uninformierter aus und verstößt damit gegen die Glaubens- und Schulddoktrin der weltlichen Macht. Und in ihrer Einfalt – Glaubensinhalt und Glaubenslehre der Kirche nicht kennend – vermengt die Kanzlerin und die Qualitätsjournalie wohlfeile Meinungsunterdrückung mit inquisitorischen Träumen. Paradox: Sagt der Papst etwas gegen die Abtreibung und für den (unbedingten) Schutz des Lebens, so handelt er inhuman und weltfremd. Trennt der Papst Glauben und persönliche Meinungsäußerung, so wird ihm vorgeworfen, die heilige Inquisition aufgegeben zu haben. Im Gegenteil: Man verlangt von ihm, Glaube und Meinung wieder zu vereinen. Gestattet der Papst den selbstverständlichen tridentinischen Meßritus als gleichwertigen Ersatz zum neuen Tralala-Event, so wird ihm Abkehr vom Zeitgeist vorgeworfen. Tut der Iran und gar die Hammas weitaus Schlimmeres als „Bischof“ Williamson, dann findet das keinen Widerspruch bei Regierung und Qualitätsjournalisten. Dann sind die Holocaustleugner plötzlich Opfer. Ist die Leugnung des Holocaust ein Verbrechen, so gilt das nur für die europäischen Ureinwohner. Denn für zugewanderte Moslems gilt das nicht. Die und ihre linken/rechten Sympatisanten dürfen ruhig bei Demonstrationen ihrer Macht und angestrebter Meinungsführerschaft in Gegenwart der Polizei „Juden ins Gas“ brüllen. Ungestraft erklären Türken: „Damals die Juden und heute wir.“ Welcher Staatsanwalt in Deutschland ist dagegen eingeschritten? In Gegenüberstellung der Fakten und deren einseitiger Relativierung ist klar erkennbar: Es geht gegen die römische Kirche und deren 1,2 Mrd. Gläubige. Weltweit. Vernichtet man den Papst, so hofft man auf die Zerstreuung der Herde. Ein denkbar gutes Mittel, um die Zerstörung des europäischen Fundaments zu betreiben. Beim Thema Familie und deren Neuinterpretation ist das bereits weitgehend gelungen. A. Lehmann, am 04. Februar 2009 um 11:37 ( Link ) @ Jürgen Hodler "Ich mag es mir einfach nicht vorstellen, daß dieser nichtsnutzige und an Primitivität nicht zu überbietende Kult auf Dauer eine sinnstiftende Wirkung entfalten kann." Auch ich kann mir das nicht vorstellen. Unter der Voraussetzung das man es schafft die Deutungshoheit gewisser Kreise stärker einzuschränken, könnten die einzureissenden Mauern weniger stark sein als sie momentan scheinen. Denn in der Tat könnten viele der modernen Postulate selbst für überzeugt moderne Menschen nach Einnahme eines kleinen Gegengiftes ziemlich lächerlich wirken.
Die meisten Menschen sind doch Getriebene, werden von den Priestern in Zivil zu Meinungen und Äußerungen getrieben, oder doch mindestens zum Schweigen gebracht, die sie nach kurzer Überlegung eigentlich ablehnen würden. Konservative, kritische oder nicht-pc-konforme Meinungen sind keine solche Seltenheit mehr als vor 1-2 Jahren. Die PC-Clique ist möglicherweise auf ihrem Höhepunkt angekommen. Gleichwohl ich mir vom "gesunden Menschenverstand der Mehrheit" nichts erhoffe, so doch viel eher von der Kraft nicht-mehrheits-konformer Gedanken welche auf Menschen attraktiv wirkt die noch Potential haben. Ich glaube das auf diesen unbestellten Böden wieder etwas wachsen könnte, vielleicht schneller als man denkt. Man muß dazu allerdings jedesmal wenn man beim Gegenüber ein Loch, eine rissige Stelle in der modernen Gedankenmauer entdeckt, diese konsequent aushöhlen, ohne falsches Mitleid auf sie einschlagen bis sie zum Einsturz kommt. Das ist eine Sisyphos-Arbeit, aber sie ist doch nötig und möglicherweise unsere einzige Chance. Wenn dann noch manch eine Großorganisation zu sich selbst findet, sich dem Schwachsinn entgegenstellt, kann das nur unterstützend wirken. Et vice versa. Urs Bleiker, am 04. Februar 2009 um 12:47 ( Link ) Bravo Herr Lichtschlag, ausgezeichnete Analyse, die sich nahtlos mit der meinigen deckt! Ein Trost bleibt: Die Gesetze der Ökonomie sind nicht korrumpierbar. In ein paar Jahren sind wir das verlogene und fanatische Gesindel (Anhängerschaft der politisch korrekten Religion) endlich los! Max, am 04. Februar 2009 um 16:46 ( Link ) Herr Lehman, ich weiß nicht wo Sie Ihren Optimismus hernehmen. Bisher ist doch alles beim Alten geblieben. Das Establishment heuchelt regelmäßig Empörung und der Vatikan scheut weiterhin das offene Gefecht. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,605498,00.html Williamson solle sich "eindeutig und öffentlich" von seinen Äußerungen distanzieren, hieß es in einer Erklärung des Vatikan. Dies müsse geschehen, bevor er als Bischof wiedereingesetzt werden könne. Stattdessen rief er zur Achtung der Menschenrechte, in Sri Lanka auf, wo sich Tamilen-Rebellen und die Armee heftige Gefechte liefern. Was die Außendarstellung betrifft, so kann man -und das nicht zum ersten Male- mindestens die unscharfe Wortwahl kritisieren. Ich persönlich weiß mit der "Achtung der Menschenrechte" nichts anzufangen. Soll ich mein Handeln nun etwa an einer völlig willkürlichen UN-Charta ausrichten anstatt die Bibel zu lesen?? Fatal, am 04. Februar 2009 um 17:06 ( Link ) @ Max: Tamilen und Singhalesen zu christlicher Nächstenliebe und Einhaltug der Zehn Gebote aufzurufen, hätte wohl nicht allzu viel Sinn ;) LePenseur, am 04. Februar 2009 um 17:18 ( Link ) @Max: Ich persönlich weiß mit der "Achtung der Menschenrechte" nichts anzufangen. Wäre ich boshaft, schriebe ich jetzt: "Das glaube ich Ihnen aufs Wort." Soll ich mein Handeln nun etwa an einer völlig willkürlichen UN-Charta ausrichten anstatt die Bibel zu lesen?? Was die Menschenrechte betrifft: hoffentlich ja. Denn die sind in der Bibel doch recht rudimentär verankert. Nach der Bibel ist z.B. die Sklaverei zulässig — und da bin ich doch nicht undankbar, daß diese nach der UN-Charta verboten ist ... Übrigens: was ist an der UN-Charta "völlig willkürlich"? Ich ersuche um Beispiele. A. Lehmann, am 04. Februar 2009 um 17:24 ( Link ) "Herr Lehman, ich weiß nicht wo Sie Ihren Optimismus hernehmen. Bisher ist doch alles beim Alten geblieben. Das Establishment heuchelt regelmäßig Empörung und der Vatikan scheut weiterhin das offene Gefecht." Kritisieren hätte man den Vatikan aus unserer Sicht sicherlich von Anfang an können, das ist klar. Ich sprach ja davon das - in erster Linie - jeder in seinem privaten Umfeld versuchen sollte die Mauern zum einstürzen zu bringen. Die kleinen Veränderungen hin zum positiven sind mir mittlerweile schon eine große Freude geworden. Gerade wenn eigentlich alles so trostlos erscheint. David, am 04. Februar 2009 um 17:49 ( Link ) Merkwürdig, wie viele glühende Anhänger der hierarchischen katholischen Glaubenslehre sich hier bei ef-online finden. Ich dachte es handle sich um ein liberales (und bürgerliches?) Magazin. Stecken hinter der Verteidigung von Papst Bendedikt vielleicht Erwägungen, die mit Sympathie für die Gesinnung der Piusbrüder insbes. von Richard Williamson zu tun haben? Fatal, am 04. Februar 2009 um 18:04 ( Link ) @ David: Du warst wohl eine ganze Zeit lang nicht hier. Die Kräfte der Reaktion haben hier jetzt das Ruder übernommen und sorgen nun dafür, dass die ef zu einem zweiten kath.net wird. Darüber hinaus dürfen wir hier lernen, dass Liberale nicht diese edlen Zeitgenossen sind, die sie zu sein scheinen, keine Kämpfer für die Freiheit des Redens, Denkens und Handelns ihrer Mitmenschen, sondern tickende Zeitbomben, die jederzeit zum Massenmord und Vernichtungskrieg fähig sind. Gabriele Wöllgens, am 04. Februar 2009 um 18:10 ( Link ) Ja, es ist erstaunlich, was hier passiert. chrisv, am 04. Februar 2009 um 18:28 ( Link ) @David, Fatal: Dass Kommentatoren bisweilen ihre eigenen, eigentümlich freien Ansichten haben und diese auch im Kommentarbereich kundtun, müssen wir im Sinne der Meinungsfreiheit wohl einfach mal aushalten (jedenfalls so lange dies in einigermaßen zivilisierter Form geschieht). Dass dabei nicht jede Meinungsäußerung auch unbedingt dem Standpunkt der Redaktion entspricht, dürfte wohl hoffentlich trotzdem klar sein. Dr_Who, am 04. Februar 2009 um 18:47 ( Link ) @David: Sympathie für die Piusbrüder durchaus. Rein aus meinen privaten Anschauungen heraus als Katholik und Monarchist. @Quer Volle Zustimmung Max, am 04. Februar 2009 um 18:48 ( Link ) Übrigens: was ist an der UN-Charta "völlig willkürlich"? Ich ersuche um Beispiele. Da setzt sich ein Haufen Strolche zusammen und beschließt einen Verhaltenskodex mit Ewigkeitsanspruch zum Wohle des Weltfortschritts und ich soll erklären, inwiefern dieser nichtsnutzige Katalog willkürlich sei? Ich bitte Sie! Das erklärt sich doch von selbst. Bei diesem "Grundrechte"-Hokuspokus kann ja sprichwörtlich jeder kommen und ich warte eigetlich nur auf die erste Politbewegung, die sich für ein "Recht auf mindestens zwei Freudenmädchen" einsetzt. Beliebiger und willkürlicher als das "Recht auf Bildung" und das "Recht auf den besten erreichbaren Gesundheitszustand" wäre das jedenfalls nicht. Auf diesem Klopapier mit Buchstaben verliert man interessanterweise kaum ein Wort darüber, an WEN denn dieser Rechtsanspruch zu richten sei und WER diesen Rechtsanspruch durchzusetzen habe. Urs Bleiker, am 04. Februar 2009 um 18:48 ( Link ) @David/Fatal Ich glaube, Sie verwechseln hier etwas! Williamson versucht nicht, mir mit Gewalt seine Geschichtsversion aufzutischen und Williamson versucht nicht, mich mit Gewalt in die katholischen Kirche oder in die Piusbruderschaft zu schleppen bzw. dort zu halten! Damit schneidet er, selbst als ultrakonservativer Katholik und Rechtsextremer sogar noch besser ab als das politisch korrekte Establishment! Da stehen wir heute, pervers, traurig, aber leider wahr.... LePenseur, am 04. Februar 2009 um 19:26 ( Link ) @Urs Bleiker: Williamson versucht nicht, mir mit Gewalt seine Geschichtsversion aufzutischen und Williamson versucht nicht, mich mit Gewalt in die katholischen Kirche oder in die Piusbruderschaft zu schleppen bzw. dort zu halten! Damit haben Sie völlig recht. Nur ist der Haken bei der Sache: wenn ich mir die Statements von FSSPX zum Bereich Religionsfreiheit so ansehe, dann befürchte ich mit gewisser Berechtigung, daß für den (Gott sei Dank unwahrscheinlichen!) Fall eines Wiedererstehens einer katholischen Kirche nach den Vorstellungen der FSSPX man zwar nicht Gewalt in die katholische Kirche geschleppt würde, aber Leute, die es vorziehen, dieser nicht anzugehören bzw. innerhalb dieser in verschiedenen Bereichen kritisch gegenüberzustehen, zu Bürgern zweiter Klasse gemacht werden. Nichts anderes ist mit der Formel, daß nichtkatholische Bekenntnisse in einem christlichen (und das heißt für FSSPX soviel wie: katholischen) Staat zwar zu dulden, aber deshalb keineswegs gleichberechtigt zu behandeln seien. Was denn sonst ... Daß mir das politisch korrekte Establishment mit seinen Sprach- und Denkverboten fürchterlich auf den Nerv geht, brauche ich nicht zu wiederholen — wer meine Postings kennt, weiß das zur Genüge. Aber ich sehe nicht ein, weshalb ich mich in meinem Horror vor gutmenschlichen Denkverboten freiwillig in die Gewalt anderer, nämlich katholischer Denkverbote begeben sollte. "Carior libertas", um Petrarca zu zitieren ... freiheitistunteilbar, am 04. Februar 2009 um 19:40 ( Link ) @Urs Bleiker: Rechtsextremer ultrakonservativer Katholik? Klingt wie ein Pleonasmus, denn rechtsextrem = ultrakonservativ, da rechts = konservativ. Sich von den Feinden der Freiheit die Lesart diktieren zu lassen ist schon etwas befremdlich. Auch ich betrachte den Holocaust als einen Genozid unter vielen, relativiere also den Holocaust. Bin ich in Ihren Augen jetzt auch ein brauner Sozialist oder Antisemit? Querdenker, am 04. Februar 2009 um 19:44 ( Link ) Der Papst ist konsequenterweise diesen Weg gegangen: Wenn Friedmann sich äußert, äußert sich der Anspruch auf Weltmeinung. Nur gut, dass der Papst entrückt wurde, sonst wären wir heute alle Lügner und Heuchler. Das Selbstbewußtsein der deutschen muß klein gehalten werden. Urs Bleiker, am 04. Februar 2009 um 20:31 ( Link ) @LePenseur Wie Sie selber feststellen, müssen wir nicht mit der Herrschaft der Piusbruderschaft rechnen - Gott sei Dank! @freiheitistunteilbar Der Völkermord an den Juden ist einer unter vielen! Wer dies bestreitet, betreibt zionistischen Rassismus! Die Völkermorde an andern Völkern waren genau so schlimm und entsetzlich! Es ist mir bewusst, dass man Ihnen ganz besonders als Deutsche zu Manipulationszwecken was anderes aufzuschwatzen versucht! Mal eine Gegenfrage: Was finden Sie menschenfreundlicher bzw. menschenfeindlicher: Die rassistisch relativierende Sichtweise der politisch korrekten Lügner- und Heuchlergemeinde: "Der Völkermord an den Juden ist was ganz besonderes, ist somit relativ gesehen schlimmer als derjenige an den Tutsis, ergo der Völkermord an den Tutsis ist weniger schlimm als der an den Juden", oder meine Sichtweise: Völkermord ist immer gleich schlimm?! esemudeo, am 05. Februar 2009 um 9:50 ( Link )
Am Drücker sind doch zur Zeit die Spinner, die mit ihrer Diktatur der politischen Korrektheit jeden freien Gedanken erfolgreich abgeschafft haben. A. Lehmann, am 05. Februar 2009 um 14:39 ( Link ) Immerhin kommt auch die kanzlerin nicht kritiklos davon: - Mehrere "schwarze" Abgeordnete haben sich für den Papst eingesetzt, u.a. Lammert, Geis, Brunnhuber, Posselt. - Ebenso Erzbischof Marx, Bischof Mixa, Bischof Hanke, Bischof Müller (wenigstens diese Modernisten haben noch ein bißchen Ehrgefühl) Ich frage mich wer in der deutschen Öffentlichkeit, im Gegensatz zur(ver)-öffentlichten Meinung, nun wirklich geschwächt aus der Angelegenheit hervorgeht. Spätestens nachdem sich nun Paolo Pinkel in die Debatte eingeschalten hat werden doch die Contrastimmen lauter. Zitate des Tages: Sagt der Zentralrat der Juden, und tut gleichzeitig alles dafür andere Meinungen zu gängeln und zu verbieten. „Der Papst muss sich entscheiden, auf welcher Hochzeit er tanzen will“ Kramer, Zentralrat der Juden. Das war doch mal eine klare Ansage. Ich denke der Papst wird genau wissen wofür er sich entscheidet. Mehr als jeder Holocaust-Relativierer sorgt diese anti-deutsche Organisation dafür das der Antisemitismus in Deutschland Fahrt aufnimmt. Gerade sie sind es die den Dialog unmöglich machen. Sehr schade, gerade wenn man eigentlich Sympathie für die Juden empfindet. Bauer, am 05. Februar 2009 um 14:50 ( Link ) http://www.soutienabenoitxvi.org/ Jürgen Hodler, am 05. Februar 2009 um 14:55 ( Link ) @Max „Da setzt sich ein Haufen Strolche zusammen und beschließt einen Verhaltenskodex mit Ewigkeitsanspruch zum Wohle des Weltfortschritts und ich soll erklären, inwiefern dieser nichtsnutzige Katalog willkürlich sei?“ Das ist natürlich ein interessanter Punkt. Genügt doch das Zustandekommen dieses Machwerkes nicht einmal den einfachsten demokratischen Kriterien und somit offenbart sich die Verlogenheit der demokratischen Institutionen natürlich wieder von selbst. Es ist eben stets unerläßlich, daß die Demokratie an ihren eigenen Idealen gemessen wird. Aber jetzt wird’s wesentlich interessanter: „Auf diesem Klopapier mit Buchstaben verliert man interessanterweise kaum ein Wort darüber, an WEN denn dieser Rechtsanspruch zu richten sei und WER diesen Rechtsanspruch durchzusetzen habe.“ Das, lieber Max, ist so nicht richtig und ich zitiere aus der Präambel der in Rom anno 1950 verabschiedeten „Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten“: „in Bekräftigung ihres tiefen Glaubens an diese Grundfreiheiten, welche die Grundlage von Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bilden und die am besten durch eine wahrhaft demokratische politische Ordnung sowie durch ein gemeinsames Verständnis und eine gemeinsame Achtung der diesen Grundfreiheiten zugrunde liegenden Menschenrechte gesichert werden; entschlossen, als Regierungen europäischer Staaten, die vom gleichen Geist beseelt sind und ein gemeinsames Erbe an politischen Überlieferungen, Idealen, Achtung der Freiheit und Rechtsstaatlichkeit besitzen, die ersten Schritte auf dem Weg zu einer kollektiven Garantie bestimmter in der Allgemeinen Erklärung aufgeführter Rechte zu unternehmen……“ Nun finden sich in dieser wahrhaft monströsen Ungeheuerlichkeit, welche – um mit Edmund Burke zu sprechen – in der Tat jedem Schulkind Schande bereitet hätte, so viel Ungereimtheiten und Doppeldeutigkeiten, so daß ich diese Punkte in einer Abhandlung ganz gewiß nicht alle ansprechen lassen. Die antichristlichen Säulen des Menschenrechtskultes seien einmal außer Acht gelassen und so will ich auf die Schnelle nur auf jene Wirkmechanismen hinweisen, welche eben auf diesen antichristlichen Säulen ruhen: Das sog. Fortschrittsprinzip, das Prinzip der Dialektik, die Güterabwägung, die sog. „Freiheitlichkeit“ an sich oder auch die Doppeldeutigkeit dieser sog. „Grundrechte“, d. h. diese sog. „Grundrechte“ mutieren je nach schwatzbudlerischer Laune – siehe beispielsweise das „Recht“ auf Bildung oder auch das „Recht“ auf Gleichberechtigung - augenblicklich zu staatsbürgerlichen Pflichten und dienen dem wahrhaft totalitären Demokratenstaat geradezu als Booster. Der Menschenrechtskult öffnet der staatlichen Willkür in der Tat Tür und Tor und ohne eine Überwindung dieses Höllenwerkes ist an eine Wiedergewinnung unser aller Freiheit nicht einmal in den kühnsten Träumen zu denken. Wir wollen uns – werter Max – vorerst mit dem Umstand begnügen, daß die Demokraten ihren totalitären Herrschaftsanspruch, dessen Monstrosität in der Weltgeschichte in der Tat keine Parallelen kennt, sehr wohl mit aller Liebe in ihre Menschenrechtsreligion einfügten. Wenn nun aber die „Menschenwürde“ selbst kein exakt definierbarer Rechtsbegriff ist, dann versteht es sich freilich von selbst, daß es sich mit diesen angeblich „angeborenen Grundrechten“ (in welchem Teil des menschlichen Genoms ist diese Herrlichkeit eigentlich zu suchen?) ebenso verhält. Sind doch diese „Grundrechte“ im richtigen Licht betrachtet lediglich eine Aufgliederung dessen, was der Menschenrechtskult als „menschenwürdig“ erachtet und somit darf freilich resümiert werden, daß eben dieser Menschenrechtskult lediglich eine Illusion der Freiheit vermittelt. Auch die sog. „Grundrechte“ sind – siehe auch die von mir zitierte Präambel – bedingt durch die Absolutsetzung der demokratischen Doktrin und dem fehlenden letzten Bezugspunkt in Gänze den Launen der Demokratenregimes unterworfen. Mit welcher fatalen Folge? Die „Grundrechte“ vermochten nie – und ich betone NIE! – die Freiheiten wirksam gegen den totalitären Herrschaftsanspruch der demokratischen Doktrin zu schützen. Es gibt keine einzige liberaldemokratische Papierverfassung, welche diesen Weg nicht eingeschlagen hätte. Dann ist freilich noch zu erwähnen, daß man dieser „angeborenen Grundrechte“ ebenso schnell verlustig gehen kann. Wer sich nämlich mit Nachdruck gegen die Tyrannei der Demokraten und des Menschenrechtskultes auflehnt, dem werden die hübschen „Grundrechte“ (siehe auch Art. 18 BRD-GG) bei Bedarf nämlich ratzfatz entzogen und somit ist der Arme, da er die Segnungen der "freiheitlich-demokratischen Grundordnung" nicht zu würdigen weiß, entsprechend der Definition der „Menschenwürde“ zu einem „menschenunwürdigen“ Dasein verdammt. Man sieht, daß Rousseaus „Allgemeiner Wille“ im Menschenrechtskult seine wahre Vollendung erfahren hat. Wie lautete doch von Anbeginn an des Menschenrechtlers Motto? „Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein!“ Nun, auch hier zeigt sich, daß die sog. „Grundrechte“ in vollem Umfang dem demokratischen Absolutheitsanspruch unterworfen sind und somit besteht ihr eigentlicher Inhalt lediglich aus dem, was ein Demokratenregime als Grundrecht zu bezeichnen pflegt. Die demokratische Herrschsucht nimmt’s freilich dankend zur Kenntnis. Max, am 05. Februar 2009 um 15:00 ( Link ) Ich denke der Papst wird genau wissen wofür er sich entscheidet. Es ist ja nicht so, dass ich die jetzige "Affäre" nicht mit Freude verfolge. Aber die Euphorie um den "standhaften" Papst als Retter der authentischen, christlichen Lehre ist mir dann doch nicht geheuer. Was soll sich denn innerhalb weniger Wochen geändert haben? Die Meinungen, die hier von den Gläubigen zu den Themen "Menschenrechte" oder "Demokratie" geäußert werden, dürften dem Oberhirten wohl eher die Zornesröte als ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Von der rhetorischen Kraft und Schärfe der Päpste des 19ten Jahrhunderts ist der Vatikan doch meilenweit entfernt. LePenseur, am 05. Februar 2009 um 16:17 ( Link ) Von der rhetorischen Kraft und Schärfe der Päpste des 19ten Jahrhunderts ist der Vatikan doch meilenweit entfernt Gott sei Dank! Ein "Mirari vos*) 2.0", oder ein "Syllabus 2.0" wäre ja so ziemlich das letzte, was wie jetzt brauchen! *) Obwohl diese Arenga ("Ihr werdet euch wundern") auf eine große Zahl päpstlicher Lehrschreiben durchaus berechtigt angewandt werden könnte ;-) LePenseur, am 05. Februar 2009 um 16:25 ( Link ) @Jürgen Hodler: Was haben Sie eigentlich gegen diese Erklärung der Menschenrechte? Sind Sie dagegen, daß Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind, sie mit Vernunft und Gewissen begabt sind und einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen sollen? (Art. 1) "Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand." (Art. 2) Was stört Sie an Art. 3: "Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person"? Was an Art. 4: "Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen ihren Formen verboten"? Usw. usf. ... Wir warten gespannt! Max, am 05. Februar 2009 um 16:39 ( Link ) @Jürgen Hodler: Meine Formulierung war vielleicht unglücklich, ich wollte im Prinzip nur darauf hinaus, dass in dem UN-Dokument nur vage angedeutet wird, welch gigantischer Polizeistaat für diese menschliche Anmaßung bzw. Vergewaltigung der Natur nötig ist. Aber klärende Beiträge dieses Umfangs und dieser (bereits gewohnten) Argumentationsstärke sind selbstverständlich immer gewinnbringend. Die Jünger der Moderne gehen dabei zwar -Pawlow lässt grüßen- gerne an die Decke, doch spricht dies bekanntlich eher für als gegen den Wahrheitsgehalt einer Abhandlung ;-) Apropos "Jünger der Moderne"... @LePenseur: Es kann jedoch getrost die Prognose abgegeben werden, dass die von Ihrer Zunft so angebetete "menschliche Vernunft" auch in 50, 100 oder 1000 Jahren nicht dazu imstande sein wird, die Großartigkeit des Grundaxioms-Wunderlandes anzuerkennen und folglich wird es wohl für immer und ewig bei den bloßen Träumereien bleiben. Ebenherz, am 05. Februar 2009 um 16:47 ( Link ) Werter Herr Lichtschlag, Fatal, am 05. Februar 2009 um 16:58 ( Link ) @ Le Penseur: Grundsätzlich misstraue ich diesem ganzen Demokratenhaufen, vor allem diesem supranationalen Monstrum UN aufs heftigste. Aber beispielsweise Was stört Sie an Art. 3: "Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person"?birgt an sich die Gefahr der genauen Auslegung eines "Rechts auf Leben". Angenommen ein Mensch ist totkrank, nur eine sündteuere Behandlung könnte sein Leben retten, die er sich aber nicht leisten kann. Ist aus diesem "Recht auf Leben" nun abzuleiten, dass seine Mitmenschen nun verpflichtet sind, ihm dieses "Lebensrecht" zu gewähren, indem man sie zwingt, für seine Behandlungskosten aufzukommen? Hier - muss ich zugeben - ist die Bibel um einiges deutlicher mit "Du sollst nicht töten", das (dafür werde ich sicher auf dem Scheiterhaufen der Mitdiskutanten landen) NAP sowieso. Johann Hartmann, am 05. Februar 2009 um 17:06 ( Link ) Wenn das Erich Honnecker noch erlebt hätte! Er, der stets alle und alles in der Welt an dem marxistisch-leninistisch-stalinistischen Moralbild der Deutschen Dem...Rep... gemessen und beinahe alles für zu leicht befunden hatte, wäre aber nie (!) nie (!) auf die Idee gekommen, den Papst zu kritisieren, zu belehren oder gar zu beleidigen. (Dafür war er wahrscheinlich als Saarländer zu katholisch). Dass da eine Funktionärin aus seiner Kaderreserve sich über seine Skrupel hinwegsetzt und den revolutionären Geist der einzig wahren Weltanschauung in den Vatikan hineinträgt, würde ihn mit Stolz erfüllen. Er würde das als Beweis dafür sehen, dass die m-l-st-ische Erziehung der jungen Wissenschaftler seines Staates effektiv und nachhaltig war. Unter den Ostblocklern waren die von der DDR immer schon linientreuer als die Genossen in Moskau. Heute mündet dieser Opportunismus in ein buchstäbliches "Päpstlicher sein als der Papst" ein. A. Lehmann, am 05. Februar 2009 um 17:08 ( Link ) @ Max "Von der rhetorischen Kraft und Schärfe der Päpste des 19ten Jahrhunderts ist der Vatikan doch meilenweit entfernt." Das steht ausser Frage. Möglicherweise bewegt sich aber gerade etwas in die richtige Richtung. Man muss sehen wo wir stehen, eine Lageanalyse, und dann Veränderungen bemerken, Veränderungen weiter durchsetzen. @ LePenseur Nein. Genau das wäre richtig und vollkommen angemessen. Der Papst muss sagen was wahr und was unwahr ist. Er an erster Stelle! Es ist seine Pflicht. Es ist genau diese Konsenssucht, dieses ewige Anbiederei an die Organe des Zeitgeistes die die Kirche in die Krise gestürzt hat. Von der Wiege bis zur Bahre werden wir so erzogen. Sei schwach, sei beliebig, suche den Konsens, ecke nicht an, sei weiblich (letzteres gilt natürlich nur für die Männer). Es ist genau DAS Hauptproblem des Abendlandes, vor allem seiner Männer. Innere Schwäche. Um eine standhafte, überzeugte Kirche zu bekämpfen benötigt es ebenso standhafter, überzeugter Gegner. Es gibt Situationen, auch in größerem geschichtlichen Zusammenhang, in dem man kein langes Lamento braucht, schon gar nicht mit Leuten die nicht mal zur gleichen "Sache" gehören. Man setzt gewisse Dinge, stellt gewisse Behauptungen, gewisse "Glaubens"-Sätze auf! Und dann schaut man wer auf der Gegenseite noch steht, wer immer noch was zu sagen hat. Schwuppdiwupp ist mindestens die Hälfte weg. Wir sehen auch am völlig anderen Umgang mit dem Islam, an diesem unterwürfigen Gekrieche vor vitalen aber intellektuell mehrheitlich eher minderbemittelten Gegnern, wie standhaft und überzeugt die "Anständigen" wirklich sind. Alleine, auf sich gestellt, in einer feindlichen Umgebung, sind diese Leute doch nicht mehr als ein Witz. Wir alle kennen sie aus der Öffentlichkeit, aus dem privaten Umfeld. Nur in ihrer Herde, in ihrem "Angst- und Sicherheitsstaat", mit den Waffen die sie ja eigentlich so vehement ablehnen, sind sie stark. Das ist die grosse Herde die sich aus den Palästen bedient hat und meint sie könne nun selbst herrschen. Man nehme es mir nicht übel, aber ich muss darüber einfach spotten. Wenn nur jeder deutsche Mann ein bißchen von seiner Unterwürfigkeit gegenüber seiner "Umwelt" ablegen würde, wären wir schon viel weiter. Aber wie gesagt, der Mann ist ja heute nicht mehr das Ideal. Man ist heute fortschrittlich... LePenseur, am 05. Februar 2009 um 18:11 ( Link ) @A. Lehmann: Mit vielem, was Sie in Ihrem obigen Posting schrieben, gehe ich durchaus d'accord. Nur: statt "man ist heute fortschrittlich ..." einfach zu sagen: "Ach, seien wir doch zur Abwechslung einfach rückschrittlich" ist wohl auch nicht das Gelbe vom Ei! Es ist nicht nicht bloß "Konsenssucht, dieses ewige Anbiederei an die Organe des Zeitgeistes die die Kirche in die Krise gestürzt hat", sondern auch jede Menge an einbetonierten alten Zöpfen, die die Kirche im 19. Jh. nicht abschneiden wollte/konnte. Hier so zu tun, als ob "am tridentin'schen Wesen die Welt genesen" würde, halte ich schlichtweg für Realitätsverläugnung. LePenseur, am 05. Februar 2009 um 18:12 ( Link ) "Realitätsverleugnung" natürlich — oh Gott, wie peinlich! ;-) dickbrettbohrer, am 05. Februar 2009 um 20:01 ( Link ) "Stete Wiederholung und gute Kenntnisse in der Psychologie der angesprochenen Menschen ermöglichen den Beweis, daß ein Quadrat in Wirklichkeit ein Kreis ist. Denn was sind "Kreis" und "Quadrat" letztlich? Schlichte Worte. Und Worte lassen sich beeinflussen, bis nicht mehr kenntlich ist, welche Idee sie ursprünglich ausdrücken sollten." Und hierin liegt die größte aller Gefahren: Menschen lassen sich durch wohlklingende Worthülsen (z.B. "Menschenrechte") blenden. Sie glauben den Worten mehr als der Realität. Sie schließen sich blind jenen an, welche diese Wieselwörter geschickt gebrauchen. So rekrutiert sich ein riesiges Heer nützlicher Idioten, die sich gegenseitig in den Rücken fallen. Jürgen Hodler, am 05. Februar 2009 um 20:07 ( Link ) @LePenseur Welcher Herr „Wir“ wartet gespannt? Die in einem anderen Kontext bereits bemühten Bequemen und Schläfrigen? Aber was präsentieren Sie nun? Nichts als leere Wortschwalle, welche nichts anderes als den „Kult des Menschen“ repräsentieren. Vier willkürlich gesetzte Artikel, welche über den Umweg „Notstandsklausel“ ebenso willkürlich der Widerrufung anheimfallen können. Wenn – wie ich in meiner vorhergehenden Abhandlung bereits betonte – diese sog. „Grundrechte“ dem Diktat des demokratischen Regimes unterworfen sind, dann hat man es lediglich mit ungedeckten Schecks zu tun. Wobei der Fortschrittler die Zurückweisung dieses Scheckbetrugs wahrscheinlich mit der nicht minder amüsanten Illuminatenformel „menschenverachtend“ quittieren wird. Und nun glaubt wohl einer, daß er anderen eine Falle stellen könnte. Dabei stellt er sich selbst eine. „Gönnen Sie denen das nicht?“, „Stört Sie das?“ Natürlich ist diese positivistische Rechtsanmaßung in vollem Umfange zurückzuweisen. Ansonsten ließe sich nämlich schwerlich gegen die derzeit in Mode gekommene Antidiskriminierungspapiergesetzgebung agieren. Die ist nämlich untrennbar mit dem Menschenrechtskult verbunden. Und was kommt jetzt? Wahrscheinlich die angebliche Fundierung in der Heiligen Schrift. Nur zu, ich bin gespannt.:) Max, am 05. Februar 2009 um 20:21 ( Link ) @dickbrettbohrer: Jedoch ist am Menschenrechtskult m.E. sicherlich nicht der (selbstherrliche und anmaßende) Begriff der "Menschenrechte" das Übel, sondern vielmehr die tatsächlichen Inhalte. Jürgen Hodler hat es bereits exzellent dargestellt, dieser willkürliche "wünsch-dir-was"-Zirkus, der so widernatürlich ist, dass er zur Umsetzung zwingend einen zentralistischen Polizeistaat benötigt, kann gar nicht in der Lage sein, ein dauerhaft freiheitliches Zusammenleben zu ermöglichen. Zu dieser Erkenntniss müßte eigentlich jeder halbwegs vernünftige Oberstufen-Gymnasiast fähig sein - völlig unabhängig ob er nun Jude, Moslem, Christ oder Atheist ist. Querdenker, am 05. Februar 2009 um 20:24 ( Link ) Das Müntefering die Katholiken zum Ungehorsam gegenüber dem Papst aufruft, reiht sich in die unverschämte Ketzerei der Politik ein, und ist ein miserables Schurkenstück. Die Freimaurerei war schon immer eine Bewegung, die in der katholischen Kirche auf Ablehnung, und das manchmal erbittert, gestoßen ist. 2009 rehabilitierte Benedikt XVI die Piusbruderschaft. Satanas, am 05. Februar 2009 um 20:55 ( Link ) @freischwimmer
Offenbar. Da Holocaustleugnung unter Strafe steht, ist die Meinungsfreiheit offenbar eingeschränkt worden. Noch einmal zu ihrer ursprünglichen Frage:
Nein, dass ist keine Glaubenssache, wer diese Dinge leugnet, hat entweder ein Problem mit seiner Erkenntnis oder seiner Ehrlichkeit. Dennoch bleibt die Frage wie man mit solchen Leuten umgehen soll. Meiner Meinung nach handelt es sich um eine Frage der persönlichen Glaubwürdigkeit und des Anstands , aber um keinen Fall für den Staatsanwalt. Querdenker, am 05. Februar 2009 um 21:49 ( Link ) Wenn das Netz als Gegenöffentlichkeit zum Mainstraem "Merkel exkommuniziert Papst" http://spiegelfechter.com/wordpress/481/merkel-exkommuniziert-papst Das Netz ist in Aufruhr. K_Kurz, am 05. Februar 2009 um 22:04 ( Link ) Komisch, habe mir soeben die Kommentare durchgelesen. Weil es so viele gleich waren, hat es ein paar Minuten gedauert. Kurz nach dem Aktualisieren waren die Kommentare von Fr. Spirituosa weg. Warum denn? Weil Sie aus der Kirche austreten will? Weil sie sagt, dass sich die Bischöfe nicht vermehren dürfen? Warum dürfen die das denn nicht? Vielleicht weil seine Kinder den Anspruch auf Erbe der Kirche hätten? Hier wird so viel über den Islam gespottet, aber das stört "ef" anscheinend nicht. Ich spotte nicht über das Christentum, aber Jesus (Isa a.s.) hat kein Schweinefleisch gegessen, aber die Christen tun das. Ist ja auch klar, Schweine vermehren sich schnell und bringen natürlich einen enormen finanziellen Gewinn. Jedenfalls überwiegt immer der Islam. Sehr viele intelligente und erfolgreiche Christen konventieren heut zu Tage zum Islam. Weil sie den Islam verstehen können (aufpassen, ich meine den Islam und nicht Moslem die schlimme Taten ungerechtfertigt Tag täglich anrichten!). Umgekehrt ist es eine Rarität! Ich möchte Sie nicht vom Thema ablenken, aber diese Spotterei ohne eine Ahnung von einem Glauben oder ohne das Gefühl gehabt zu haben, dass an seinem Folk (hierbei meine ich die Juden) ein Massenmord ausgeübt wurde, der nie verjährt so zu schwätzen. Ich höre solche Kommentare nie im echten Leben von meinen lieben deutschen Mitbürgern. Aber anscheinend, gibt es doch viele die hinter ihrer Glotze (Monitor) doch Mut fassen solche Kommentare zu schreiben. Ich habe viele Freunde die Christen sind. Das sind aber gestandene Mannsbilder, welchen die Frau nicht abgehauen ist, weil die Frau einen Mann zu Hause hat. Jedoch ist Scheidung in Deutschland zum Volkssport geworden, warum wohl? Hat ihnen der Priester bei der Trauung doch nicht die richtigen Tipps als Leihe geben können?... An EF: Wenn hier über den Islam gespottet werden darf, wie es auch in den lezten wunderbaren Beitrag von Hr. Lichtenschlag der Fall war, dann lassen Sie doch bitte auch andere im härterem Ton "sprechen". Satanas, am 05. Februar 2009 um 22:32 ( Link ) @Querdenker Gab neulich noch eine klasse Satire im Radio: Merkel: Hallo, hier Merkel. Ich rufe an weil sie diesen durchgeknallten englischen Bischof rehabilitiert haben. Benedikt: Was? Hallo Frau Merkel. Ja, aber wir haben in letzter Zeit doch schon so viele Austritte, da kann ich doch nicht noch einen rausschmeißen. Da muss ich Williams doch wieder aufnehmen. Ja, aber das geht doch nicht. Frau Merkel, von diesen Theologischen Dingen haben sie keine Ahnung. Doch, ich bin nämlich Pfarrerstochter. Oh nein, eine evangelische.. Genau. Also, was sagen Sie? Frau Merkel, hiermit erkläre ich Sie ebenfalls für rehabilitiert. Spirituosa, am 05. Februar 2009 um 22:38 ( Link ) ihr könnt mich so oft löschen wie ihr wollt. was ihr nazis hier betreit gehört verboten Anselmo, am 05. Februar 2009 um 23:23 ( Link ) Ich finde den Artikel erfrischend und ausgewogen. Aus meiner Sicht geht es einigen darum, die letzte So wichtig die Vergangenheit ist, die weder geleugnet Mir fehlt z.B. die gleiche Kraft der Worte und der Insofern hat in meinen Augen die derzeitige Schließlich ist ja bald Bundestagswahl. Und es Aber was sind die Lehren aus der Vergangenheit Wäre es falsch, solch eine Politik als Zynismus Spirituosa, am 06. Februar 2009 um 0:03 ( Link ) @ Anselmo, nicht hier die Tatsachen verdrehen! Es geht nicht darum, dass die Politik Fehler gemacht hat, Frau Merkel hat richtig gehandelt in diesem Fall. Um anderes geht es hier jetzt nicht. Es geht darum,dass der Papst Kritik erteilt und selbst nichts einstecken will. Wer Verbrechen leugnet,egal in welcher Form hat nicht K_Kurz, am 06. Februar 2009 um 0:03 ( Link ) @Anselmo: Shuca, am 06. Februar 2009 um 0:52 ( Link ) @Spirituosa Slyther, am 06. Februar 2009 um 1:05 ( Link ) Ich interessiere mich ehrlich gesagt auch nicht wirklich für die Merkel und bin jetzt auch nicht "der" gläubige Christ der jeden Sonntag in die Kirche wandert und betet. Ich bin nicht mal katholisch. Aber eins kann euch auch ein Prottestand sagen. Bei dem was der Vatikan da abzieht kann selbst ich nur den Kopf schütteln. Man brauch garnicht groß herum reden. Auf den punkt gebracht und an alle Christen die auf der Seite der Piusgemeinde ect. stehen. Ihr seid doch so bibelbezogen und fanatisch wenn es um die 10 Gebote geht. Könnt ihr mir dann erklären wo bitte geschrieben steht:"Gewährt Nationalsozialisten einlass in eure Mitte. Machet Holocaust-Leugner zu euren Bischöfen."? Slyther, am 06. Februar 2009 um 1:08 ( Link ) Ps: Sinnloses Gelaber hilft hier keinem weiter...bleibt bei den Tatsachen. Es ist einfach Falsch und wird mit Sicherheit Folgen haben. Shuca, am 06. Februar 2009 um 1:21 ( Link ) @Slyther Max, am 06. Februar 2009 um 7:28 ( Link ) Ich warte immer noch auf den ersten Presseartikel, der die Piusbruderschaft pauschal als "antisemitisch", "judenfeindlich" oder gar "rechtsgerichtet" (im Sinne von nationalsozialistisch) geißelt. Bitte darum, rechtzeitig informiert zu werden! ;-) Könnt ihr mir dann erklären wo bitte geschrieben steht:"Gewährt Nationalsozialisten einlass in eure Mitte. Machet Holocaust-Leugner zu euren Bischöfen."? Staatliches Zwangsverbildungssystem und mediale Dauerpropaganda sind wahrlich ein unheilvolles Paar. Dummheit trifft auf Bösartigkeit. Und so wird recht schnell aus einem anti-egalitären, anti-aufklärerischen und anti-materialistischen Piusbruder ein nationaler Sozialist. Da kann man wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln. Querdenker, am 06. Februar 2009 um 8:43 ( Link ) @Satanas Diese Rehabilitierung und väterlichen Beistand wird sie dringend brauchen: http://www.youtube.com/watch?v=-p3Rk-aMdBI Anselmo, am 06. Februar 2009 um 10:37 ( Link ) --> Spirituosa Aber selbstverständlich hat Angela Merkel gehandelt; Was macht es für einen Sinn, jetzt so lautstark und Und Angela Merkel waren die Kinder nach meinem Wo war da der Schulterschluss mit dem Papst, der Ich spreche ihr auch die Berechtigung ab, so etwas Angela Merkel steht es nach alldem nicht zu, Es ist auch geradezu grotesk wie sich die Medien Geradezu "schamhaft" wird verschwiegen, wie z.B. Was hat denn den Pius-Bischof dazu gebracht, Der Bürger hat unkritisch zur Kenntnis zu nehmen, Es kommt auch darauf an, Hass und Ausgrenzung Anselmo, am 06. Februar 2009 um 10:53 ( Link ) --> K_Kurz Diese Art der "Stärke" führte z.B. zur Ignoranz Wer sich solch eine "Stärke" leistet der Und heute gibt es bereits Beispiele für diese Wer nicht fähig ist, die Menschenrechtsverletzungen Aber es gibt wenigstens ein paar Stimmen in der LePenseur, am 06. Februar 2009 um 10:57 ( Link ) @Spirituosa, Slyther et al.: Es ist schon fast ärgerniserregend, Kommentare zu lesen, deren Verfasser erkennbar keine Ahnung von der Materie haben! 1. Eine Aufhebung der Exkommunikation ist nach katholischem Kirchenrecht keine "Rehabilitierung" des Betreffenden von allen Straftaten, sondern schlicht und einfach die Aufhebung einer Kirchenstrafe, die sich jemand wegen eines kirchenstrafrechtlichen Delikts zugezogen hat. Diese kirchenstrafrechtliche Delikte (es gibt eine ganze Reihe davon) umfassen nun u.a. die Bestimmung, daß, wer eine Bischofsweihe ohne Auftrag seitens des Heiligen Stuhls erteilt bzw. empfängt, exkommuniziert ist. Weder beinhaltet der Strafrechtsteil des Codex Juris Canonici sämtliche strafbaren Handlungen, welche Menschen begehen können, noch bedeutet die Aufhebung der Exkommunikation, daß (im Falle der unerlaubten Bischofsweihe) der nun nicht mehr exkommunizierte deshalb schon ein zulässigerweise amtierender Bischof der röm.-kath. Kirche wäre. 2. Wenn — wie ein m.E. weniger begnadeter Denker im Talar kürzlich vorgeschlagen hat — die "Holocaustleugnung" künftig als CIC-Straftatbestand aufgenommen würde (warum dann nicht auch Steuerhinterziehung oder unerlaubtes Entfernen vom Unfallort?), so hätte das für den konkreten Fall keine Auswirkung, denn der strafrechtlich fundamentale Grundsatz "nulla poena sine lege praevia" (also das Rückwirkungsverbot von Strafgesetzen) verbietet eine Anwendung auf den derzeitigen Anlaßfall. 3. Über die Verhängung bzw. Aufhebung von Kirchenstrafen hat eine staatliche Funktionsträgerin wie Merkel, insbesondere, wenn sie der RKK nicht angehört, keinerlei Kompetenz. Jedes Statement ist daher schlichtweg ein Eingriff in die verfassungsmäßigen Rechte der Religionsfreiheit, welcher jede Religionsgemeinschaft die Ordnung ihrer inneren Angelegenheiten vorbehält. Und daß die Frage, ob eine Exkommunikation ausgesprochen bzw. rückgenommen wird (m.a.W.: die Frage des Rechtsstatus eines Mitgliedes einer Religionsgemeinschaft), eine innere Angelegenheit ist, wird niemand bestreiten können. Wenn das keine innere Angelegenheit ist, dann gibt es überhaupt keine! 4. Letztlich reduziert sich die ganz Diskussion — oder bessergesagt: Papsthetze — in den Medien auf die Frage: "wünschen wir uns einen katholischen Bischof, der die Vergasung von Juden in der NS-Zeit bestreitet". Vermutlich wünschen sich nur wenige Katholiken so einen Bischof — nur unterlassen die Medien wohlweislich jede Bemerkung, daß genau über diesen Punkt durch die bloße Aufhebung einer Exkommunikation noch überhaupt nicht entschieden ist! Es ist völlig problemlos möglich, Williamsons Exkommunikation aufzuheben, ihm jedoch z.B. die künftige Ausübung seiner Weihegewalt zu untersagen. oder einzuschränken. Aber auch das wäre eine rein innerkirchliche Angelegenheit, da Williamson m.W. nicht ernsthaft als Kandidat für ein Residentialbistum vorgesehen ist, und nur bei solchen hätte die jeweilige Regierung ein herkömmliches (und in Deutschland auch konkordatär verbrieftes) Recht, eine persona minus grata abzulehnen. Zusammengefaßt: was derzeit gespielt wird, ist ein eiskalter Machtkampf einerseits zwischen den Proponenten der säkularen Holocaust-Religion, die ihre mythologische Fundierung der europäischen Nachkriegsordnung ("Es gibt kein absolut Böses, außer den Nazis") gefährdet sieht, und den Anhängern einer rational verstandenen Meinungsfreiheit, der eine solche Tabuisierung eines Themas zu Recht schlichtweg unerträglich ist, und andererseits innerkatholisch ein Machtkampf zwischen der V2-Fraktion, die ihre Felle durch die Aufnahme von Traditionalisten wegschwimmen sieht, und höchst unangenehm berührt vermerkt, daß der Vatikan nunmehr offensichtlich eher auf eine Einbindung und Rückbesinnung als auf eine Ausgrenzung und Marginalisierung der Tradition setzt, und den Traditionalisten, die endlich die Zeit gekommen sehen, in der sie nicht nur in sektenhafter Organisation "vor der Kirchentür" verharren, sondern direkt in der Kirche als (wie sie hoffen) künftige Kern- und Leitungsgruppe tätig sind. Aus dieser Gemengelage verstehen sich die — sonst völlig abstrusen — Koalitionen, die wir staunenden Auges derzeit miterleben müssen. freischwimmer, am 06. Februar 2009 um 16:35 ( Link ) @ LePenseur wer, bitteschön, sollen denn die Anhängern einer rational verstandenen Meinungsfreiheit, der eine solche Tabuisierung eines Themas zu Recht schlichtweg unerträglich ist sein? aber sie haben natürlich recht, dass es eine innerkirchliche angelegenheit ist. letztlich müssen wir katholiken entscheiden, ob wir damit einverstanden sind oder nicht. ist der druck von unten groß genug, wird die vereinsführung schon dementsprechend handeln... Shuca, am 06. Februar 2009 um 16:50 ( Link ) Rom allein hat keine Chance . Da muß der Chef schon selber eingreifen . Er ist bei uns alle Tage bis zum ... LePenseur, am 06. Februar 2009 um 17:17 ( Link ) @freischwimmer: wer, bitteschön, sollen denn die Anhängern einer rational verstandenen Meinungsfreiheit, der eine solche Tabuisierung eines Themas zu Recht schlichtweg unerträglich ist sein? Ich z.B. — denn wie man aus dem Thread wohl unschwer erkennen kann, bin ich nicht gerade als gefügiger Gefolgsmann von FSSPX anzusehen, auch meine deutlichen Reserven gegenüber den Lehren der Katholischne Kirche habe ich geäußert. Dennoch: was derzeit abläuft ist einfach der Versuch, eine der letzten — eh nur ein klein bißchen! — unbotmäßigen Kräfte ins Lager der politisch korrekten Denkverbote zu prügeln. So, wie's jetzt aussieht, hat der Vatikan ohnehin schon klein beigegeben und versucht halt noch, die Sache irgendwie gesichtswahrend auszusitzen ... Sicherheitshalber hinzugefügt: das heißt nicht, daß ich Williamsons Aussagen für sachlich richtig halte, oder gar seine theologischen Positionen teilen möchte. Aber nach dem bis zum Erbrechen von der linken PC-Bagage zitierten Votaire-Satz (den diese Bande nur im Munde führt, um ihn in praxi zu bespeien): ich teile seine Ansicht nicht, aber würde mein Leben dafür einsetzen *), daß er sie äußern darf! Und zwar ohne Gefängnisdrohung. Mein flaues Gefühl in der ganzen Sache resultiert daraus, daß ich damit vermutlich jemanden verteidige, der seinerseits solchen Vorstellungen von Meinungsfreiheit nicht huldigt, und im Falle seines Obsiegens keine Sekunde zögern würde, mich (wenigstens mund-)tot zu machen. Dennoch sollte für jeden freiheitsliebenden Menschen die Priorität der Ziele klar sein. *) Nun, übertreiben wir nicht, sagen wir realistischer: "... lege ich mich hier und in anderen Foren dafür ins Zeug ..." Max, am 06. Februar 2009 um 17:49 ( Link ) ich teile seine Ansicht nicht aber würde mein Leben dafür einsetzen, daß er sie äußern darf Mein Anstand ist dagegen, doch meine bloße Vernunft drängt darauf, Sie -sollten Sie dieses Zitat tatsächlich befolgen- als riesengroßen Hohlkopf zu bezeichnen. Mein flaues Gefühl in der ganzen Sache resultiert daraus, daß ich damit vermutlich jemanden verteidige, der seinerseits solchen Vorstellungen von Meinungsfreiheit nicht huldigt, und im Falle seines Obsiegens keine Sekunde zögern würde, mich (wenigstens mund-)tot zu machen. Gegen die "Meinungsfreiheit" als Gebot oder als "Leitlinie" -speziell im Dialog um Wahrheiten und Erkenntnisse- spricht sich wahrscheinlich kein Piusbruder aus. Das sogenannte "angeborene GrundRECHT auf freie Meinungsäußerung" setzt jedoch per se einen zentralistischen, gleichmacherischen Polizeistaat voraus, animiert Spinner und Irre aller Couleur und fördert den Indifferentismus. Gerade aus freiheitlicher Sicht ist dieser "Grundrechte"-Schwindel unbedingt abzulehnen. Selbst wenn man die Legitimation sowie den Ewigkeit- und Weltanspruch dieses Schriftstückes nicht für lächerlich und willkürlich hält, sollte man doch zumindest in der Lage sein, die "praktischen Unzulänglichkeiten" dieser Ersatzreligion zu erkennen. LePenseur, am 06. Februar 2009 um 18:05 ( Link ) @Max: Auch wenn sie mich als Hohlkopf beschimpfen (ich trage es mit Fassung) — ich habe in Wort und Schrift tatsächlich schon öfters Leuten geholfen, gegen den Meinungsterror ihre Überzeugungzu vertreten, auch wenn ich diese nicht unbedingt teilte. Das gehört zur Diskussionskultur dazu und sollte für einen anständigen Menschen eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Aber, ich konzediere durchaus, daß ich mir mit dieser Haltung nicht unbedingt Freunde gemacht habe — nun, das bin ich (wenigestens bis zu einem gewissen Grade) auch bereit zu ertragen. Daß man sich's bequemer machen kann, indem man einfach andere Meinungen niederschreien läßt — keine Frage! Aber ich denke nicht, daß Anstand und Fairness am Weg des geringsten Widerstandes geübt werden kann ... A. Lehmann, am 06. Februar 2009 um 18:12 ( Link ) @ LePenseur "Mit vielem, was Sie in Ihrem obigen Posting schrieben, gehe ich durchaus d'accord. Nur: statt "man ist heute fortschrittlich ..." einfach zu sagen: "Ach, seien wir doch zur Abwechslung einfach rückschrittlich" ist wohl auch nicht das Gelbe vom Ei!" Sind die volkswirtschaftlichen Aussagen der Österreichischen Schule rückschrittlich nur weil sie momentan nicht beherzigt werden? "Es ist nicht nicht bloß "Konsenssucht, dieses ewige Anbiederei an die Organe des Zeitgeistes die die Kirche in die Krise gestürzt hat", sondern auch jede Menge an einbetonierten alten Zöpfen, die die Kirche im 19. Jh. nicht abschneiden wollte/konnte. Hier so zu tun, als ob "am tridentin'schen Wesen die Welt genesen" würde, halte ich schlichtweg für Realitätsverläugnung." Ganz im Gegenteil. Die vollständige und alleingültige Wiedereinführung der tridentinischen Messe für die gesamte katholische Kirche wäre ein Segen für die Kirche, für die Christenheit, für das Abendland. Wir können gar nicht ermessen in welchem Ausmaße der heilige Geist in ihr, der wahren Opfermesse, wirken könnte. Ist Christus auch ihr Herr? Die "alten Zöpfe" sind doch nur Wortklaubereien, dialektische Spielchen der anti-christlichen Kräfte. Vergessen Sie das nicht. Warum ist die Demokratie, der Atheismus, der Sozialismus, der Liberalismus kein alter Zopf? Will mir irgendjemand weissmachen das diese Ideen neu seien? Sitzen Sie doch bitte nicht diesem Trugschluß auf. Die Kirche hat keinen, aber auch gar keinen Grund sich dieser Arroganz der ewigen Revolutionäre zu unterwerfen. Die Kirche ist der Leib Christi auf Erden und muss zu diesem Zweck die heilige, eine und ewige Messe zelebrieren. Wahrheit ist keine Frage von Moden. "Mein flaues Gefühl in der ganzen Sache resultiert daraus, daß ich damit vermutlich jemanden verteidige, der seinerseits solchen Vorstellungen von Meinungsfreiheit nicht huldigt, und im Falle seines Obsiegens keine Sekunde zögern würde, mich (wenigstens mund-)tot zu machen." Das Problem ist die von (links)-liberaler Seite propagierte schrankenlose Freiheit. Sie selbst wissen doch ganz genau das viele der heutigen Freiheiten auf die Gesellschaft eine furchtbare, und durch die damit einhergehende Proletarisierung auch freiheitsfeindliche Auswirkung haben. Im übrigen sind die Priester und die zugehörigen Laien der Priesterbruderschaft bei weitem nicht so intolerant und totalitär wie manche es hier versuchen darzustellen. Es ist einfach nicht wahr! A. Lehmann, am 06. Februar 2009 um 18:23 ( Link ) @ LePenseur "Auch wenn sie mich als Hohlkopf beschimpfen (ich trage es mit Fassung) — ich habe in Wort und Schrift tatsächlich schon öfters Leuten geholfen, gegen den Meinungsterror ihre Überzeugungzu vertreten, auch wenn ich diese nicht unbedingt teilte. Das gehört zur Diskussionskultur dazu und sollte für einen anständigen Menschen eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein." Da sind Sie nicht der Einzige. Das ist man möglicherweise manchen Leuten schuldig die zwar eine falsche Meinung vertreten, es aber trotzdem nicht verdient haben vom hysterischen Pöbel fertiggemacht zu werden. Gleichwohl aber gibt es falsche, ja zutiefst böse Ansichten, die man auf keinen Fall und unter keinen Umständen verteidigen sollte. Ich könnte exemplarisch den Sozialismus nennen, möchte mich aber nicht darauf beschränken. In der schrankenlosen Meinungsfreiheit, die die heutige Gesellschaft geradezu anschaulich durchexerziert, dem Recht alles hinauszuplappern, steckt ein negativer Keim. Dann zum Beispiel wenn diese Meinung negative Folgen hätte sollte man sie als rechtschaffene Person nicht unterstützen. Ist einem die zugehörige Person sympathisch muss man viel mehr versuchen sie auf den rechten Weg zurück zu führen. Molot, am 06. Februar 2009 um 19:16 ( Link ) freischwimmer, wer, bitteschön, sollen denn die Anhängern einer rational verstandenen Meinungsfreiheit, der eine solche Tabuisierung eines Themas zu Recht schlichtweg unerträglich ist sein? Ich, zum Beispiel. Molot, am 06. Februar 2009 um 19:28 ( Link ) In der schrankenlosen Meinungsfreiheit, die die heutige Gesellschaft geradezu anschaulich durchexerziert Sie leben sicherlich in einer Art "Parallelgesellschaft." Jedenfalls, scheinbar, nicht in der bundesdeutschen/europäischen, des Jahres 2009 nach Christus. Thomas Schäfer, am 06. Februar 2009 um 19:45 ( Link ) wer, bitteschön, sollen denn die Anhängern einer rational verstandenen Meinungsfreiheit, der eine solche Tabuisierung eines Themas zu Recht schlichtweg unerträglich ist sein? Ich möchte auch dem Club der Hohlköpfe beitreten. Shuca, am 06. Februar 2009 um 19:45 ( Link ) @A.Lehmann LePenseur, am 06. Februar 2009 um 20:47 ( Link ) @Thomas Schäfer & Molt: "Jetzt samma drei" (um den köstlichen "Cocktail-Bolero von Bronner/Wehle zu zitieren ;-) @A. Lehmann: Sind die volkswirtschaftlichen Aussagen der Österreichischen Schule rückschrittlich nur weil sie momentan nicht beherzigt werden? Keineswegs. Nur sind Glaubensüberzeugungen mit vorkswirtschaftlichen Aussagen (so dubios die Wissenschaftlichkeit letzterer auch immer sein mag) noch immer nicht zu vergleichen! Glaube ist "von etwas überzeugt sein", Wissenschaft ist (wenigstens tendentiell) "von etwas wissen". Die vollständige und alleingültige Wiedereinführung der tridentinischen Messe für die gesamte katholische Kirche wäre ein Segen für die Kirche, für die Christenheit, für das Abendland. Obwohl ich (soferne ich in Messen gehe) praktisch ausschließlich (geschätzt 99% in den letzten 15 Jahren, seit sie in meiner Heimatstadt regelmäßig und an für mich problemlos erreichbarem Ort angeboten werden) "tridentinische" Messen besuche, kann ich diese Aussage nicht ganz nachvollziehen. "Die Kirche" — na meinetwegen. "Die Christenheit" — die Protestanten werden sich schön bedanken! "Das Abendland" — vielleicht in kultureller Hinsicht, aber was hat ein Agnostiker von einer tridentinischen Messe sonst? Wir können gar nicht ermessen in welchem Ausmaße der heilige Geist in ihr, der wahren Opfermesse, wirken könnte. Richtig, das können wir alle nicht ermessen, und daher halte ich mich mit derartigen Aussagen grundsätzlich zurück. Und das mit der "Opfermesse" — je nun, fragen Sie Kollegen Reiner Vogel, was er dazu meint ... Damals waren die Kirchen voll, die Kirche war voll von Leben und Hingabe, der christliche Geist konnte sich durch seine wahrhaftige Preisung in der heiligen Messe in die gesamte Gesellschaft ausbreiten ... "Und wenn sie nicht gestorben sind ..." — also, Entschuldigung, das sind doch wenigstens zur Hälfte bloße Märchen! Ich bin alt genug, um mich noch an die irgendwie 'runtergenudelten "Stillen Messen" zu erinnern, während derer die alten Weiberln den Rosenkranz geratscht haben! Da war nix von "Leben und Hingabe". Und die vollen Kirchen waren es weitgehend wegen des gesellschaftlichen Druckes, daß man am Land oder in "bürgerlichen" Kreisen gar nicht auskam — oder wollte man sich als geheimer Sozi bzw. alter Nazi bezeichnen lassen? Und über die Ausbreitung christlichen Geistes in der Gesellschaft repliziere ich lieber nichts, sonst mögen Sie mich endgültig nicht mehr (aber sie können sich schon denken, was ich schriebe) ... Es gibt nur einen Gottesdienst für unseren Herrn Jesus Christus Im Haus meines Vaters gibtr es viele Wohnungen, sagt dieser bereits. Ich glaube ihm das. Ist Christus auch ihr Herr? Fragen stellen Sie! Sagen wir mal so: ich rede ihn u.U. in Gebetsformeln so an, aber sonst würde ich ihn eher als mein (zugegebenermaßen wohl unerreichbares) Vorbild bezeichnen. Die Kirche ist der Leib Christi auf Erden und muss zu diesem Zweck die heilige, eine und ewige Messe zelebrieren. Wäre das richtig, so gäbe es nicht unzählige (und auch von Rom akzeptierte) Riten der Ostkirche — und wäre es von Anfang an so gewesen, dann hätten wir noch heute eine Brot- und Becherzeremonie, die das gemeinsame Mahl der Urchristen umrahmte. Sie werden wohl zugeben müssen: die Ähnlichkeit dessen mit einem levitierten Hochamt ist bescheiden ... Sie selbst wissen doch ganz genau das viele der heutigen Freiheiten auf die Gesellschaft eine furchtbare, und durch die damit einhergehende Proletarisierung auch freiheitsfeindliche Auswirkung haben. Sehn'S': gelegentlich gibt es auch Übereistimmung zwischen uns. ;-) Nehmen wir doch nur mal die vollständige Durchsexualisierung der Gesellschaft mit ihren schrecklichen Folgen für die Jugend, die Frauen (noch mehr als für die Männer), die Familien Naja, wenn ich mich an die verklemmten Zeiten meiner Kindheit zurückerinnere, bin ich mir da nicht ganz sicher ... und die Freiheit, mir gelegentlich einen Porno anzusehen, weiß ich auch durchaus zu schätzen (hoffentlich fällt Ihnen jetzt nicht die Maus aus der empört zitternden Hand ...). Daß auf diesem Gebiet manches zu extrem getrieben wird, ist mir bewußt — aber eine Rückkehr in den Viktorianismus wünsche ich mir ebensowenig, nein: noch viel weniger! Im übrigen sind die Priester und die zugehörigen Laien der Priesterbruderschaft bei weitem nicht so intolerant und totalitär wie manche es hier versuchen darzustellen. Es ist einfach nicht wahr! Kann ich schwer beurteilen, da ich FSSPX-Priester nahezu nicht kenne. Mir reichen die von der FSSP*), die ich ganz gut kenne, deren Bandbreite von "stilvoll-vernünftig" bis "verbiestert-betonköpfig" geht. Mir reichen allerdings noch viel mehr die einschlägigen Kommentare diverser Poster, bei denen ich mir denke: "Wenn das ein Nicht-Tradi liest, dann muß er glauben, die Tradis spinnen einfach alle..." Gleichwohl aber gibt es falsche, ja zutiefst böse Ansichten, die man auf keinen Fall und unter keinen Umständen verteidigen sollte. Nein, jeder soll seine Meinung vertreten können. alles andere führt nur zu Heuchelei — und die halte ich für das ungleich größere Übel! In der schrankenlosen Meinungsfreiheit, die die heutige Gesellschaft geradezu anschaulich durchexerziert, dem Recht alles hinauszuplappern, steckt ein negativer Keim. Worin denn nicht! Dann müßte man alles verbieten ... - *) für Nichteingeweihte: "Petrusbruderschaft", das sind jene, die seinerzeit mit Erzbischof Lefebvre nicht in die Isolation mitgegangen sind, sondern sich brav romtreu unterwarfen, aber ebenso die alte Messe lesen) Satanas, am 06. Februar 2009 um 20:59 ( Link ) @Querdenker Zuerst dachte ich, vielleicht ist es gar keine Satire, hahaha! Shuca, am 06. Februar 2009 um 21:57 ( Link ) @LePenseur Thomas Schäfer, am 06. Februar 2009 um 22:09 ( Link ) Ich hoffe, da wird kein Exorzismus nötig sein. nicht einmal darüber nachgedacht ,wer und was diese Konstellation geschaffen hat Also ich schon: Hellas Max, am 06. Februar 2009 um 22:39 ( Link ) @LePenseur: Shuca, am 06. Februar 2009 um 23:03 ( Link ) @Thomas Schäfer Max, am 06. Februar 2009 um 23:24 ( Link ) @LePenseur: Naja, wenn ich mich an die verklemmten Zeiten meiner Kindheit zurückerinnere, bin ich mir da nicht ganz sicher ... Nun, dann sollten Sie diesen Sommer einmal einen Blick auf einen gymnasialen Pausenhof riskieren. Selbst meine weiblichen Altersgenossen, die noch nicht einmal Mitte 20 sind, reiben sich ob der Freizügigkeit der heutigen Teenies regelmäßig verwundert die Augen. Zugegeben, es sind nur subjektive Eindrücke, aber ich kann die Sexualisierung der Gesellschaft an allen Ecken und Enden förmlich spüren. und die Freiheit, mir gelegentlich einen Porno anzusehen, weiß ich auch durchaus zu schätzen (hoffentlich fällt Ihnen jetzt nicht die Maus aus der empört zitternden Hand ...). Daß auf diesem Gebiet manches zu extrem getrieben wird, ist mir bewußt — aber eine Rückkehr in den Viktorianismus wünsche ich mir ebensowenig, nein: noch viel weniger! Sie wursteln sich in in ihrem Kopf -und ausschließlich in ihrem Kopf- diverse Erkenntnisse zusammen ("ich will dies", "ich will jenes") und versuchen daraus einen gesamtgesellschaftlichen "Verhaltenskodex" zu erstellen. Natürlich wollen Sie diesen Kodex niemandem aufzwingen, aber merken Sie denn nicht selbst, wie wenig fruchtbringend diese Form der Gehirnakrobatik ist? Es ist doch wesentlich vernünftiger, erst einmal den Menschen mit all seinen guten und schlechten Grundeigenschaften zu begreifen und sich dann über die richtige Form des Zusammenlebens Gedanken zu machen. Ihre Annahmen vom "guten" und "vernünftigen" Menschen sind doch schlicht und ergreifend falsch und entbehren jeglicher historischen Grundlage. Die "sexuelle Befreiung" mag für das moderne Ohr ja wunderbar klingen, aber warum gab es denn bisher noch keine halbwegs prosperiende Gesellschaft, die sich dem sexuellen Hedonismus samt "Gleichberechtigung" und Feminismus verschrieben hat? Jürgen Hodler, am 06. Februar 2009 um 23:40 ( Link ) @Thomas Schäfer "Also ich schon: Hellas" Das will ich aber bezweifeln. Das moderne, ach so "aufgeklärte" politische Denken ist mit der politischen Philosophie der Antike und des Mittelalters in weiten Teilen nicht durch die Evolution, sondern durch die Antithese verbunden. Auch der bei den heutigen Staatsrechtlern so beliebte historische Vergleich zwischen moderner und athenischer Demokratie ist ein äußerst unfruchtbares Vorhaben. Die unterschiedliche historische Entwicklung und vor allem das unterschiedliche Welt- und Menschenbild gestattet hier kaum einen Vergleich. Nun, die athenische Demokratie, welche sich auf die Idee der organischen Gemeinschaft stützte, hat mit der modernen Demokratie, welche die Bürger bekanntermaßen zu "Individuen" organisiert, nun wahrlich nicht sonderlich viel Gemeinsamkeiten. Einzig der heidnische Charakter des Demoskultes und das vorprogrammierte Scheitern wären hier der Erwähnung wert. Wobei bei der modernen Demokratie von "frei sein" eh keine Rede sein kann. Jürgen Hodler, am 07. Februar 2009 um 0:49 ( Link ) @LePenseur „Und über die Ausbreitung christlichen Geistes in der Gesellschaft repliziere ich lieber nichts, sonst mögen Sie mich endgültig nicht mehr (aber sie können sich schon denken, was ich schriebe) ...“ Gott erbarm’, diesem – man wähle der Kontenance halber eine zurückhaltende Formulierung – „Vorhaben“ dürften sowohl Herr Lehmann als auch ich mit gespannter Vorfreude entgegensehen. Wobei diese Sprunghaftigkeit gar noch einen nützlichen Effekt hätte, wenn Sie davon auch nur ein lumpiges Drittel in die ideengeschichtliche Aufarbeitung und vor allem in die stets zwangbehaftete Ausbreitung Ihrer weltlichen Heilsreligionen einbringen könnten. Allerdings wäre dies vom modernen Historisten wohl zuviel verlangt, denn für ihn, der bekanntermaßen im geschichtsphilosophischen Glauben an den universellen Fortschritt das Heil erwartet, ist die Vergangenheit nur dann dienlich, wenn deren unvollkommene Aspekte als Sprungbrett in die herbeigesehnte vollkommene Zukunft zu gebrauchen sind. Die Unterscheidung zwischen Gut und Schlecht, welche in der praktischen politischen Philosophie des Mittelalters noch gang und gäbe war, weicht einer simplen Unterscheidung zwischen Rückschritt und Fortschritt. Übrigens: Ihre vorhergehende Analyse in Sachen Medienhetze hat mir doch ein Schmunzeln entlockt. Man tauche ja nie mehr als den großen Zeh in die trüben Gewässer des Zeitgeistes. Am Grund könnte sich nämlich rasch offenbaren, daß in diversen neuheidnischen Kulten, denen Sie sich ja bekanntermaßen mit ganzer Hingabe widmen, der eigentliche Grund für die Gewässerverschmutzung zu suchen ist. “Nein, jeder soll seine Meinung vertreten können. alles andere führt nur zu Heuchelei — und die halte ich für das ungleich größere Übel!“ Es ist aber noch eine weitaus größere Heuchelei, wenn der weltanschauliche Gemischtwarenhändler ein im stillen Kämmerlein zusammengeschustertes Produkt feilbietet, welches zu schön ist, um überhaupt wahr zu sein. Zumal das liberalistisch-republikanische Rechtsbewußtsein für Ihr hehres Anliegen nun wahrlich nicht prädestiniert ist. Nun gut, eigentlich sollte ihrem hehren Anliegen schon der gesunde Menschenverstand widersprechen, denn niemand, aber auch wirklich niemand, vermag jede x-beliebige Meinung zu goutieren und es bedarf wohl keiner Erwähnung, daß dies auf eine Weltanschauung gar zweimal zutrifft. Auch jene Zeitgenossen, welche vom lieben „Fatal“ in einem vorhergehenden Beitrag vollmundig als Kämpfer für die Freiheit des Redens, Denkens und Handelns ihrer Mitmenschen gepriesen wurden, vermochten dergleichen aus durchaus nachvollziehbaren Gründen nie zu leisten und so hat beispielsweise die altliberale Zensur eine durchaus ansehnliche Tradition. Langer Rede, kurzer Sinn: Findet sich in Ihren geradezu verzweifelten Bemühungen um die Errettung eines von vornherein verkorksten Systems auch nur ein Aspekt, dem man sich mittels der Empirie nähern könnte? Es ist mir ja sehr wohl bekannt, daß das liberalistisch-republikanische Rechtsbewußtsein ausgehend von 1789 - der moderne Mensch ist ja bekanntlich ein Macher - wie ein spinnerter Gockel dem Wahne vom idealen Staat hinterherhechelt, aber außer Spesen – Pardon, außer Minimalstaat, Papierverfassung, Gewaltenteilung, Grundrechtekatalog etc. - ist leider nichts gewesen. Ach so, lento, hier war doch noch was: „…..der seinerseits solchen Vorstellungen von Meinungsfreiheit nicht huldigt, und im Falle seines Obsiegens keine Sekunde zögern würde, mich (wenigstens mund-)tot zu machen.“ Wie üblich nehmen Sie sich wieder viel zu wichtig. Ihr „flexibler, aber dennoch fester weltanschaulicher Unterbau“ wird schon beizeiten dafür sorgen, daß sich der Wettergockel auf dem Dach den herrschenden Windverhältnissen angleicht. Wobei ich noch ganz kleinlaut hinzufügen muß, daß ich mir im vergangenen Herbst mit einem köstlichen Pistazieneis den Schnabel verbrannt habe. Thomas Schäfer, am 07. Februar 2009 um 9:06 ( Link ) @Shuca Warum nicht? Ist zwar schon ein paar Jahrzehnte her, aber gleich mal schauen, ob meine alten Knochen das noch mitmachen. Sie würden den Teufel gar nicht bemerken wenn er mit ihnen frühstückt . Aber doch, die Chancen stünden gut. Seit ich mir in einer mehrstündigen Selbstoperation das ideologische Dogmenbrett von Kopf entfernt habe, hat sich meine Sehschärfe sehr erfreulich verbessert. Es sei also zur Nachahmung empfohlen.... Aber nun Spaß beiseite. @J. Hodler Sicherlich fiele das, was wir im Moment haben, in die aristotelische Kategorie der Pöbelherrschaft. LePenseur, am 07. Februar 2009 um 14:15 ( Link ) @Thomas Schäfer: Ihre Meinung vom "dunklen christlichen Mittelalter" muß ich allerdings etwas berichtigen. Es war nicht so dunkel (unmittelbar davor war's deutlich dunkler, aber das schreiben Sie ja auch), es war nicht so christlich, und insgesamt deutlich weniger fanatisch, als es manchen 150%-Katholiken heutzutage und in der Romantik des 19. Jh. lieb ist/war. @Shuca: Sie machen den Rosenkranz lächerlich , beleidigen die allerheiligste Mutter und glauben das der Porno über beide steht 1. ist der Rosenkranz eine mir unverständliche Form von Gebetsmühle. Und so, wie ich tibetanische Gebetsmühle kopfschüttelnd quittiere, so halte ich es auch mit dem Rosenkranz — wer ihn beten will, den werde ich nicht daran hindern. Ich könnte es einem Unkundigen auch beibringen ;-) — aber ich nehme mir die Freiheit, ihn (wie alle reinen wiederholungsgebete) ziemlich abseitig zu finden. Gilt ebenso für das ostkirchliche Christusgebet u. dergl. ... 2. inwiefern beleidige ich "die allerheiligste Mutter" (ich nehme an, sie meinen die Mutter Jesu — oder meinten Sie "Mutter Kirche")? 3. wieso soll ich glauben, daß "der Porno über beide steht"? Das sind völlig andere Kategorien, die zu vergleichen sinnlos ist — steht das Forellen-Quintetett, schlampig heruntergefiedelt, über einer Forelle blau, im Haubenlokal mit Gigi und Trara aufgetischt, oder umgekehrt? Sinnlos! @Max: Selbstredend wollte ich Sie nicht beleidigen. [...] Aber Sie scheinen ja eh ein dickes Fell zu haben ;-) Ich teile aus, also stecke ich auch ein — that's it. Wie ich feststellen muß, unterscheidet mich das offenbar von vielen anderen — so, wie z.B. meine Art, auch Gegner gegen unfaire Angriffe zu verteidigen: einfach hohlköpfig, ich weiß ... Selbst meine weiblichen Altersgenossen, die noch nicht einmal Mitte 20 sind, reiben sich ob der Freizügigkeit der heutigen Teenies regelmäßig verwundert die Augen. Nun, ich bin offenbar deutlich älter als Sie. Aber was meine Sekretärinnen (durchwegs Mitte 20 und teilweise recht fesch) betrifft, sind die von mir zwar mittlerweile eine etwas lose Zunge gewöhnt, aber grosso modo doch eindeutig prüder als Mädchen ihres Alters vor 25 Jahren waren, als ich in diesem Alter stand. Mag sein, daß es auf Pausenhöfen mittlerweile wieder freizügig (oder noch freizügiger) zugeht, aber das entzieht sich meiner Kenntnis. Wird sich aber mit zunehmender Islamisierung ändern ... na hurra! ;-) Sie wursteln sich in in ihrem Kopf -und ausschließlich in ihrem Kopf- diverse Erkenntnisse zusammen ("ich will dies", "ich will jenes") und versuchen daraus einen gesamtgesellschaftlichen "Verhaltenskodex" zu erstellen Natürlich — wie denn sonst! Soll ich in der Wüste beten und auf einen Engel Gottes warten? Die "sexuelle Befreiung" mag für das moderne Ohr ja wunderbar klingen, aber warum gab es denn bisher noch keine halbwegs prosperiende Gesellschaft, die sich dem sexuellen Hedonismus samt "Gleichberechtigung" und Feminismus verschrieben hat? 1. bin ich aber nun wirklich kein Feminist (das behaupten nicht mal die bösartigsten Gegner!) 2. was, bitte, hat sexuelle Befreiung mit "Feminismus" zu tun? Feministinnen sind doch in aller Regel die verklemmtesten Zicken, die man sich vorstellen kann. Und Feministen sind in der Regel — die sie nicht mal haben, aber wohl gern hätten ;-) — enteierte Warmduscher ... Bisher existiert keine materialistische Gesellschaft, die jemals auch nur halbwegs etwas zustande gebracht hat. "Bisher" existierten überhaupt nur Mangelgesellschaften, in denen es für die breite Masse der Bevölkerung ums nackte Überleben ging — insoferne ist die Vergleichbarkeit mit historischen Vorbildern stets dubios! @Jürgen Hodler: Gott erbarm’, diesem – man wähle der Kontenance halber eine zurückhaltende Formulierung – „Vorhaben“ dürften sowohl Herr Lehmann als auch ich mit gespannter Vorfreude entgegensehen. Fordern Sie das Schicksal nicht heraus ... ;-) Allerdings wäre dies vom modernen Historisten wohl zuviel verlangt, denn für ihn, der bekanntermaßen im geschichtsphilosophischen Glauben an den universellen Fortschritt das Heil erwartet, ist die Vergangenheit nur dann dienlich, wenn deren unvollkommene Aspekte als Sprungbrett in die herbeigesehnte vollkommene Zukunft zu gebrauchen sind. Und was hat das mit meinen höchst fortschritts-skeptischen Ansichten zu tun? Ich glaube nicht an das Heil im Fortschritt, aber ich glaube ebensowenig an das Heil in der Restauration von Dingen, von denen ich z.T. recht froh bin, daß sie vorbei sind (wenngleich ich nicht verhehle, daß das eine oder andere Wertvolle zu meinem Bedauern unnotwendigerweise mitverschrottet wurde!) Langer Rede, kurzer Sinn: Findet sich in Ihren geradezu verzweifelten Bemühungen um die Errettung eines von vornherein verkorksten Systems auch nur ein Aspekt, dem man sich mittels der Empirie nähern könnte? Machen Sie die Augen auf! Jedenfalls mehr,als in Ihren verzweifelten Bemühungen, ein längst verblichenes System klerikalen Integralismus zu reanimieren. Wie üblich nehmen Sie sich wieder viel zu wichtig. Ihr „flexibler, aber dennoch fester weltanschaulicher Unterbau“ wird schon beizeiten dafür sorgen, daß sich der Wettergockel auf dem Dach den herrschenden Windverhältnissen angleicht Und wenn Ihnen sonst nix als Argument einfällt, dann zeihen Sie mich des Opportunismus. Na schön. Offenbar ist für Sie jeder, der nicht mit einem Papstbildchen in der erhobenen Hand "In hoc signo vinces" brüllt und dazu Rosenkranz betet, ein opportunistischer Überläufer zum Zeitgeist. Daß man auch ohne Ihren verkrampften Klerikalismus religiöse Ansichten haben kann und einen festen, jedoch durch heilsamen Skeptizismus vor dem Erstarren in reaktionärer Indolenz gefeiten koservativen Standpunkt, das können Sie sich eben nicht vorstellen. Finde ich zwar bedauerlich, aber ich kann's auch nicht ändern ... Thomas Schäfer, am 07. Februar 2009 um 15:20 ( Link ) @LePenseur Naja, ausgerechnet in der epikuräischen Ecke fühle ich mich nicht wirklich wohl, dazu habe ich viel zu spirituelle Neigungen. Ich meinte die panhellenische Dezentralisierung und die Kultur der Toleranz, die das Entstehen all der philosophischen Schulen begünstige. Wie gesagt, ich spreche nicht in Absoluta, all das relativierte sich ja räumlich und zeitlich. Max, am 07. Februar 2009 um 16:50 ( Link ) LePenseur, nun möchte ich einmal ein paar konstruktive Zeilen von Ihren hören ;-) Was lässt Sie denn eigentlich so stark hoffen, dass die "Gutheit" und die "Vernunft" der Massen dafür Sorge tragen werden, einen per se willkürlichen aber halbwegs funktionierenden gesellschaftlichen "Verhaltenskodex" zu erstellen, der nicht gleich beim ersten lauen Lüftchen in den Wind geschossen wird. Historisch gab es das noch nie und bisher konnte ich von Ihnen diesbezüglich nur Träumereien vom "fortschrittlichen, "modernen" Menschen vernehmen, der es irgendwie und irgendwann richten wird. "Bisher" existierten überhaupt nur Mangelgesellschaften, in denen es für die breite Masse der Bevölkerung ums nackte Überleben ging — insoferne ist die Vergleichbarkeit mit historischen Vorbildern stets dubios! Und wieder fangen Sie zu träumen an. Als ob schnelle Autos und (mehr als) gut gefüllte Wänste irgendwelche Auswirkungen auf die menschliche Natur haben. Mit dem Begriff der "Mangelgesellschaft" kann ich übrigens nicht viel anfangen. Wenn ich frühmorgens die bedrückten Gesichter der von der Uhr gejagten Massen vergleiche mit meinen persönlichen Eindrücken eines kürzlich bereisten "Mangellandes" in den Tropen, dann stellt sich für mich die Frage, wer denn tatsächlich unter einem "Mangel" zu leiden hat und unglücklich ist. Offenbar ist für Sie jeder, der nicht mit einem Papstbildchen in der erhobenen Hand "In hoc signo vinces" brüllt und dazu Rosenkranz betet, ein opportunistischer Überläufer zum Zeitgeist. Wer den Glauben kastriert und die Religion zum bloßen Lifestyle-Ratgeber degradiert, der ist in der Tat äußerst gefährdet, den Irrungen und Wirrungen des Zeitgeistes anheimzufallen. Dafür gibt es im "modernen" Zeitalter ja nun wirklich mehr als genügend Beispiele, ich erspare Ihnen eine Aufzählung. Daß man auch ohne Ihren verkrampften Klerikalismus religiöse Ansichten haben kann und einen festen, jedoch durch heilsamen Skeptizismus vor dem Erstarren in reaktionärer Indolenz gefeiten koservativen Standpunkt, das können Sie sich eben nicht vorstellen. Konservativ in Bezug auf was? Was möchten Sie denn bewahren? Und religiös in Bezug auf welche Religion? Die Menschenrechtsreligion?? Es ist die Pflicht jedes Freiheitsfreundes, diesen willkürlichen Anmaßungskatalog, der von Halunken und Strolchen zusammengewurstelt wurde, entschieden zu bekämpfen! Denn die bereits angesprochene "Windfestigkeit" ist bei diesem Kult ja äußerst durchwachsen und somit ist die "Performance" dieser Ersatzreligion seit der Gründung vor mehr als 200 Jahren nur noch als beschämend zu bezeichnen. Shuca, am 07. Februar 2009 um 16:57 ( Link ) @LePenseur LePenseur, am 07. Februar 2009 um 17:55 ( Link ) @Shuca: Ich habe nicht nachgerechnet, aber nehme doch überschlägig an, daß es ca. bei 99% liegt. also, rechnen wir mal nach: 52 Sonntage + 9 gebotene Feiertage (Conc.BMV, Nativ.Dom., S. Steph., Circumsc., Epiph., Ascens., Corp.Chr., Assumpt.BMV, Omn.SS) pro Jahr machen 61 mal 15 macht 915. davon werde ich ca. 50% tatsächlich besucht haben (anfänglich fast alle, in letzter Zeit zunehmend weniger), macht ca. 450. Wenn ich zurückdenke, wie oft ich in den letzten 15 Jahren in einer Novus-Ordo-Messe war, sind 4-5 mal schon eher zu hoch gegriffen. 99% stimmt also doch. Ob Sie's nun glauben oder nicht ... Warum sollten sie das tun? Ach, da gibt's viele Gründe! 1. Gewohnheit. 2. Begegnung mit alten Bekannten, mit denen man Interessen und Einstellungen teilt. 3. Interessante Gespräche nach der Messe. 4. Gute Predigten (jetzt leider weniger — mit ein Grund, mich zunehmend zu absentieren). 5. Ästhetischer Genuß in der Beobachtung der perfekten Zelebration (insbes. bei Levitenämtern). 6. Klassische Kirchenmusik (ich bin Klassik-Fan, und die niveaulosen "G'sangeln", mit denen mein modernistischer Pfarrer mein Ohr beleidigt, sind allein schon ein Hinderungsgrund, meine Pfarrkirche zu Lebzeiten des Pfarrers je wieder zu betreten!) 7. Latein! Ich liebe das Latein mit seiner ruhigen, klassischen Präzision, Dinge auszudrücken. usw. Sie sehen: man kann auch in alte Messen gehen, ohne all die Meßopfertheorien zu glauben. Es ist zwar dann kein Gottesdienstbesuch in Ihrem Sinne (das bestreite ich gar nicht), aber es ist doch eine Teilnahme. Zuhause höre ich mir dann aus dem Internet einen unitarischen Gottesdienst in Dublin an, wo Rev. Darlison in ausgesprochen faszinierender Weise predigt. Was den Rosenkranz betrifft: versuchen Sie doch wenigstens, das Breviarium Romanum zu beten (auf Latein, versteht sich ;-). Der Rosenkranz war bloß eine "Marscherleichterung" für die "geistig Fußmaroden", die eben kein Latein konnten (und vermutlich nicht mal lesen). Das Brevier ist zwar auch weit von einer vollkommenen geistlichen Lektüre entfernt, aber befriedigt den Geist doch wesentlich besser, als das Gemrumel immer derselben Formel. Nur ein unverbindlicher Rat ... Shuca, am 07. Februar 2009 um 18:14 ( Link ) @LePenseur Jürgen Hodler, am 07. Februar 2009 um 18:23 ( Link ) Werter Le Penseur, der Max hat es ja bereits vorweggenommen: Kommt in der Tat noch was Brauchbares? Man wirft beispielsweise die Meinungsfreiheit oder den Menschenrechtskult in den Ring, aber eine tiefergehende Erörterung dieser Größen scheut man offensichtlich. Ist das überraschend? Natürlich nicht, denn bei einem derartigen Disput würde sich nämlich rasch offenbaren, daß Ihnen nur der Rückgriff auf den von Ihnen – freilich zu meinem Amüsement – zurückgewiesenen Historismus einerseits und auf den Vernunft- bzw. Fortschrittsglauben andererseits bleibt. Ob’s Ihnen nun gefällt oder nicht, es bleibt Ihnen keine anderen Optionen und aus diesem Grunde bestreite ich Ihre religiösen Absichten ja auch gar nicht. Nun noch einige Worte zu Ihrem aber nun wirklich billigen Klischeedenken: Schauen’S, werter Le Penseur, mein Respekt gegenüber meinen Mitmenschen hängt ganz gewiß nicht davon ab, ob diese nun mit dem Papstbildnis in der Hand in der Weltgeschichte herumhopsen. Mich interessiert vielmehr, ob jemand seinen Standpunkt gekonnt und konsequent zu vertreten weiß und dann ist es mir gar zweitrangig, in wieviel Punkten ich eine Übereinstimmung finde oder auch nicht. Hier seien beispielsweise die Namen Michael Kastner oder Norbert Lennartz (wo bleibt er denn?) erwähnt. Nun, bei denen handelt es sich ganz gewiß nicht um „Klerikale“ (als ob die abendländische Staatslehre jemals einen klerikalen Charakter gehabt hätte), aber sie sind aus ihrer Sicht ohne Zweifel konsequent und dem ist unabhängig von der eigenen weltanschaulichen Verortung Respekt zu zollen. Zumal ich mit den Genannten bedingt durch das anarche Wesen des Katholiken mit Abstand mehr Einendes als Trennendes vorfinde. Oder Hans-Hermann Hoppe? Auch da finden sich Punkte, die ich nicht unbedingt teilen kann, aber dennoch finden die überaus wertvollen Schriften dieses gradlinigen und blitzgescheiten Denkers in meiner Privatbibliothek ihren gebührenden Platz. Und Sie? Pfff…, für Opportunisten Ihres Schlages, welche außer einem weltanschaulichen Wackelpudding nun wirklich nichts zu präsentieren wissen, hatte ich noch nie sonderlich viel übrig. Es waren stets die Kompromissler und „fifty-fifty“-Konsenshansel, welche die Freiheit im Eiltempo zu Grabe trugen. Es versteht sich auch von selbst, daß der – O-Ton Kreuz.net – „altliberalen Judas-Fraktion“ in der kirchlichen Gemeinschaft nur mit Verachtung begegnet werden kann und es kann kein Zweifel bestehen, daß Sie zu dieser Gruppe zu zählen sind. LePenseur, am 07. Februar 2009 um 19:23 ( Link ) @Jürgen Hodler: Nun, ich warte schon die ganz Zeit, daß von Ihrer Seite mal ein Statement kommt, was konkret gegen die UN-Menschenrechtscharte einzuwenden ist. Außer warmer Luft war da bisher leider nichts ... Wundert mich auch nicht: denn in selbstgefälligem Ton reaktionäre Stehsätzchen spenden ist zweifellos leichter, als zu begründen, warum ein konkreter Artikel der UN-Menschenrechtscharta zu verwerfen ist (wobei ich ja nie behauptet habe, dieses Dokument vollinhaltlich und über alles zu lieben ...). Mir jedenfalls kommen die Inhalte dieser Charta um einiges vernünftiger und brauchbarer vor als die für die Verwedung in unsere Tage reichlich antiquierten Handlungsanweisungen vom Berge Sinai, oder die nebulosen Worte der Bergpredigt, unter denen (Millionen von Predigern bewiesen es zur Genüge!) sich jeder was sicherlich erbauliches, aber doch durchaus anderes vorstellen kann, und die sich v.a. für eine konkrete Gestaltung von Rechten und Pflichten nicht wirklich eignen. Sicher: die Bibel ist ja auch ein Glaubensdokument und keine Charta, also wollen wir ihr da keine Vorwürfe machen — nur umgekehrt "glaubt" man ja nicht an die UN-Charta. Sowas tun höchstens linke Flachköpfe, die aber auch eher an die Segnungen des Marxismus-Leninismus glauben, als an die UN-Menschenrechtscharta. Und dazu werden Sie mich doch nicht ernstlich zählen können ... Und Sie? Pfff…, für Opportunisten Ihres Schlages, welche außer einem weltanschaulichen Wackelpudding nun wirklich nichts zu präsentieren wissen, hatte ich noch nie sonderlich viel übrig Wenn Sie alles, was nicht Beton im Kopf hat, schon als Wackelpudding qualifizieren, kann ich Ihnen auch nicht helfen. Mir ist eine Prise Skepsis lieber, als naß-forsche Überzeugtheit von der unfehlbar richtigen eigenen Position. A. Lehmann, am 07. Februar 2009 um 19:30 ( Link ) @ LePenseur "Keineswegs. Nur sind Glaubensüberzeugungen mit vorkswirtschaftlichen Aussagen (so dubios die Wissenschaftlichkeit letzterer auch immer sein mag) noch immer nicht zu vergleichen!" Es ging mir nicht um deren Vergleich. Es beweist nur wie hanebüchen der ständige Verweis auf die angebliche Rückständigkeit einer Sache ist. Es gibt wahr und unwahr, richtig und falsch. Alt und neu finde ich ausgesprochen unpassend. ""Die Kirche" — na meinetwegen. "Die Christenheit" — die Protestanten werden sich schön bedanken! "Das Abendland" — vielleicht in kultureller Hinsicht, aber was hat ein Agnostiker von einer tridentinischen Messe sonst?" Nun wie Sie sich sicherlich denken können betrachte ich weder den Protestantismus noch den Atheismus als positive Fortentwicklung (schon gar nicht das heutige Endstadium). Was also die Protestanten, die Agnostiker dazu sagen ist mir egal, in dem Sinne das selbige Gruppen sich auf einem Holzweg befinden. "Richtig, das können wir alle nicht ermessen, und daher halte ich mich mit derartigen Aussagen grundsätzlich zurück. Und das mit der "Opfermesse" — je nun, fragen Sie Kollegen Reiner Vogel, was er dazu meint ... " Ich halte mich an die Erkenntnisse die mir das Studium der Geschichte liefert, und hoffe das ich zu einer richtigen Einschätzung fähig bin. Wir sehen ja wie er früher wirken konnte... "Ich bin alt genug, um mich noch an die irgendwie 'runtergenudelten "Stillen Messen" zu erinnern, während derer die alten Weiberln den Rosenkranz geratscht haben! Da war nix von "Leben und Hingabe". Und die vollen Kirchen waren es weitgehend wegen des gesellschaftlichen Druckes, daß man am Land oder in "bürgerlichen" Kreisen gar nicht auskam — oder wollte man sich als geheimer Sozi bzw. alter Nazi bezeichnen lassen?" Die alten Weiber sollen lieber ihren Rosenkranz "runternudeln" (eine starke Verallgemeinerung!) anstatt, wie heute, ihre Zeit mit Daily-soaps und Klatschblättern zu verbringen (eine weniger starke Verallgemeinerung) oder ihren dritten sexuellen Frühling zu erleben et cetera, et cetera... Nehmen wir mal an es lag tatsächlich nur am gesellschaftlichen (der staatliche ist nicht gemeint) Druck (stimmt so sicherlich nicht): Selbst dann wäre es gut und richtig das die Kirchen voll waren. Selbst dann haben wir den Beweis das der Geist der Messe wirken konnte (wenn auch nur in einer etwas profanen Weise). "Im Haus meines Vaters gibtr es viele Wohnungen, sagt dieser bereits." Man kann im Palast oder in illegalen Hütten seine Zeit verbringen. "Sagen wir mal so: ich rede ihn u.U. in Gebetsformeln so an, aber sonst würde ich ihn eher als mein (zugegebenermaßen wohl unerreichbares) Vorbild bezeichnen." Selbstverständlich war er ein Vorbild. Zuerst aber ist er der Herr. Das ist ein Unterschied. "Es ist genügend Raum in der Grotte von Betlehem für jeden, der sich zu bücken weiß". R.Knox Dementsprechend, und aus den modernistischen Ansichten folgerichtig entstehend, sind heute auch die Väter, die Mütter maximal noch Vorbilder, aber leider keine Herren und Damen mehr. Ein steter Tropfen höhlt den Stein... "Wäre das richtig, so gäbe es nicht unzählige (und auch von Rom akzeptierte) Riten der Ostkirche — und wäre es von Anfang an so gewesen, dann hätten wir noch heute eine Brot- und Becherzeremonie, die das gemeinsame Mahl der Urchristen umrahmte." Das beweist wieder mal das die so arg gescholtene Tradition eben nicht einfach nur konserviert, sie ist im Gegenteil sehr wohl auf Entwicklung bedacht. Allerdings, und jetzt wird es entscheidend, nur im Sinne einer echten Entwicklung und nicht eines revolutionären Schwanks, einer hysterischen Säuberung. Das Schisma mit der orthodoxen Kirche ist doch weniger den theologischen Differenzen geschuldet, schon gar nicht der Frage nach der "richtigen" Messe. Kein Wunder betrachten die orthodoxen Kirchen die Quacksalbereien des 2.VK mit einigem Spott. "Sehn'S': gelegentlich gibt es auch Übereinstimmung zwischen uns. ;-)" Ich denke das wir uns, im Vergleich zu 95% der Bevölkerung, in den meisten Dingen sehr einig wären. Sie halten nur immer an der entscheidenden Stelle an, werter LePenseur. Sie mögen sich nach dem Lesen dieses Satzes möglicherweise in ihrer "Ausgewogenheit" sonnen, aber nur etwas konservativ-liberal-religiös zu sein reicht einfach nicht. Gerade heute müssen wir durch klare Überzeugungen den Zeitgeist brechen, oder besser gesagt, ihn langsam zermürben. Forschen Sie doch bitte nach den wahren Ursachen und geben sich nicht mit halbgaren (zumindest teilweise) Wahrheiten zufrieden. Wie gesagt: "richtig und falsch" schlägt "alt und neu". "Naja, wenn ich mich an die verklemmten Zeiten meiner Kindheit zurückerinnere, bin ich mir da nicht ganz sicher ... und die Freiheit, mir gelegentlich einen Porno anzusehen, weiß ich auch durchaus zu schätzen (hoffentlich fällt Ihnen jetzt nicht die Maus aus der empört zitternden Hand ...). Daß auf diesem Gebiet manches zu extrem getrieben wird, ist mir bewußt — aber eine Rückkehr in den Viktorianismus wünsche ich mir ebensowenig, nein: noch viel weniger!" Mit den Irrungen des Viktorianismus habe ich gewiss nichts am Hut. Ich bin Katholik. Wenn nicht die Freiheit, so doch die Möglichkeit sich gelegentlich einen Porno, pornografisches Material, anzusehen hat es doch schon immer gegeben. Wer unbedingt will, der findet. Es leuchtet mir aber nicht ein warum der Staat das auch noch per Gesetz legitimieren sollte. Wie ein Vater der seine Kinder auch noch animiert so etwas zu tun... Ein schlechtes, ein sehr schlechtes, Vorbild wäre das. Es geht hier in erster Linie auch nicht um normale sexuelle Triebe, sondern um die immer weiter um sich greifenden Perversionen (besondere Folge der sexuellen Befreiung), die staatliche und gesellschaftliche Hofierung aller denkbaren Abseitigkeiten der menschlichen Natur. Ich bin auch noch der etwas jüngeren Generation zuzuzählen, es stimmt was Max schreibt. Das ist mittlerweile schon abartig, und jede Generation überflügelt die Vorhergehende. "Wenn das ein Nicht-Tradi liest, dann muß er glauben, die Tradis spinnen einfach alle..." Was kümmert mich der "Nicht-Tradi"? Die Schwatzbuden (jetzt darf ich diesen gern benutzten Begriff von Herrn Hodler auch mal benutzen) der "Nicht-Tradis" sind schon Beweis genug... Deren Weg ist deutlich vorgezeichnet. "Nein, jeder soll seine Meinung vertreten können. alles andere führt nur zu Heuchelei — und die halte ich für das ungleich größere Übel!" In einem demokratischen Staat ist das bloße "ich habe eine Meinung" leider sehr gefährlich. Dazu haben diese Meinungen einfach zu viel Wahl-Macht. Generell lasse ich jedem seine Meinung, ich werde aber gewiss nicht jede Meinung verteidigen. Diesen feinen Unterschied gilt es zu berücksichtigen. "Worin denn nicht! Dann müßte man alles verbieten ..." Hier verweise ich auf den vorangehenden Kommentar. Jürgen Hodler, am 07. Februar 2009 um 20:29 ( Link ) Werter Le Penseur, wer lesen kann – oder auch will – der ist bekanntermaßen im Vorteil. Wobei ich natürlich ein gewisses Verständnis dafür habe, daß Sie an das Thema „Grund- und Menschenrechte“ partout nicht heranwollen. Sie würden sich auch hier unweigerlich in den vorhergehend aufgezeigten Unannehmlichkeiten verlieren. Soll heißen: Sie würden sich unweigerlich in einem nur metaphysisch zu deutenden Blablabla verlieren, wenn man Ihnen nur lange genug auf den Zahn fühlt. Sie sind nämlich sehr wohl ein Menschenrechtsgläubiger. Und von welchen konkreten „Rechten“ und „Pflichten“ ist hier denn die Rede? Wie kann man denn aus einer absolut unbestimmbaren Größe wie der „Menschenwürde“, welche ausschließlich den Launen der demokratischen Regimes unterworfen ist und darüber hinausgehend mit Gott dem letzten Bezugspunkt entbehrt , schlußendlich überhaupt konkrete „Rechten“ und „Pflichten“ ableiten? Das ist – und darauf habe ich in einem längeren Beitrag in diesem Strang ja auch explizit hingewiesen – absolut unmöglich und selbst BRD-Verfassungsrechtler machen daraus keinen Hehl. Wobei es mir in diesem Kontext eigentlich gleichgültig ist, was Sie nun aus einer im stillen Kämmerlein heraus geborenen Laune als vernünftig erachten und was nicht. Derartige Launen schwirren im Netz in millionenfacher Zahl umher und schlußendlich kann sich davon niemand etwas kaufen. Aber in einem Punkte scheinen wir uns doch einig zu sein: Die Menschenrechtler sind bedingt durch ihren tiefen Glauben in diverse „Grundfreiheiten“ in der Tat linke Flachköpfe. Da sind dann wohl in der Tat jene Zeitgenossen angesprochen, welche diesen Unfug gar noch zu Papier brachten. Vielleicht könnten sie die Leserschaft, sofern möglich, nochmals mit der Präambel aus der „Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten“ beglücken. Da wird man nämlich recht eindrücklich belehrt. Und von welchem „Heiligen Auftrag“ ist übrigens in Art. 73 der UN-Charta die Rede? Von welchem Geiste, also von welchem Glauben, muß man eigentlich beseelt sein, um diesem „Heiligen Auftrag“ schlußendlich auch nachzukommen? Der Heilige Geist kann’s ganz gewiß nicht sein. LePenseur, am 07. Februar 2009 um 23:40 ( Link ) @Jürgen Hodler: Sie würden sich unweigerlich in einem nur metaphysisch zu deutenden Blablabla verlieren, wenn man Ihnen nur lange genug auf den Zahn fühlt. Sie sind nämlich sehr wohl ein Menschenrechtsgläubiger. Hängt davon ab, wie Sie "Menschenrechtsgläubiger" definieren. Definieren Sie es dahingehend, daß ich glaube, wie es die Väter der Amerikanischen Verfassung in der Präambel der Unabhängigkeitserklärung geradezu klassisch knapp auf den Punkt brachten: We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness. ... dann bin ich zweifellos ein "Menschenrechtsgläubiger". Alles andere wäre ja vorsintflutlich und finsterstes Mittelalter (plakativ gesagt — keine Angst, ich weiß schon, daß es im Mittelalter keine Sintflut gab). Ansonsten stelle ich fest, wenn ich die UN-Charta lese (als Jurist ebenso wie als ethisch interessierter Mensch): bis auf einige Unzulänglichkeiten (wie sie eben menschlich sind) bin ich damit durchaus einverstanden — so wie ich eigentlich erwarte, daß jeder Mensch, der seinen gesunden Menschenverstand beisammen hat, damit ebenso weitgehend einverstanden ist. Details sind immer verbesserbar .. Ihr Herumreiten auf dem Begriff "Menschenwürde", der doch angeblich "absolut unbestimmbar" wäre, ist m.E. durchaus symptomatisch für einen Nichtjuristen! Sehen Sie doch in die wichtigen Gesetze, mit denen wir im tagtäglichen Umgang ständig umgeben sind. Ich meine damit nicht irgendwelche von des Kompromisses und Lobbyismus' Blässe angekränkelte EU-Richtlinien dubiosen Charakters, sondern alte, solide Gesetze: Handelsgesetzbuch, Zivilrecht etc. etc. Wollen Sie mir erklären, daß etwa der Begriff der "guten Sitten" (§ 879 (1) öABGB, entspricht inhaltlich § 817 dBGB) auch nur einen Deut bestimmter ist als der Begriff "Menschenwürde"? Und doch wird dieses Gesetz (das noch dazu aus der Zeit der von Ihnen so geliebten legitimen Monarchien stammt und nicht durch eine "demokratische Quatschbude", sondern durch Allerhöchste Entschließung einer Majestät erflossen ist) seit nunmehr 200 (bzw. das BGB seit über 100) Jahren angewandt. sollen wir das jetzt abschaffen, nur weil "gute Sitten" undefinierbar ist (falls Sie mir das nicht glauben, ersuche ich Sie um eine Definition — außer zirkulären Wortkaskaden wird nix rauskommen ...) Aber in einem Punkte scheinen wir uns doch einig zu sein: Die Menschenrechtler sind bedingt durch ihren tiefen Glauben in diverse „Grundfreiheiten“ in der Tat linke Flachköpfe. Nein, sind wir uns nicht. Unter den von Ihnen verachtungsvoll als "Menschenrechtler" bezeichneten Personen gibt es natürlich auch linke Flachköpfe, die den Begriff der Menschenrechte (welche eigentlich als Schutznormen gegen obrigkeitliche Übergriffe entstanden sind — deshalb früher oft auch als "Grundfreiheiten" bezeichnet wurden) über Gebühr ausdehnen wollen, und neben diese alten Grundfreiheiten ganze Forderungskataloge von "sozialen Grundrechten", "kulturellen Grundrechten" und was weiß noch alles aufstellen wollen. Nur: "abusus non tollit usum" — was änderte das denn an der Berechtigung der klassischen Menschenrechte?! Sie wünschen die Präambel der UN-Menschenrechtskonvention zu lesen? Aber bitte gerne! Hier ist sie: Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet, da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt, da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen, da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern, da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken, da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist, verkündet die Generalversammlung diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten. Und was haben Sie (außer der Länge dieses Satzmonstrums oder dem pathetischen Stil) daran auszusetzen? Inhaltlich wüßte ich nicht wirklich daran zu mäkeln ... Ich weiß schon: Ihnen fehlt der Gottesbezug (den man von den Deligierten der UdSSR wohl nicht abgesegnet bekommen hätte), am besten auch noch der Bezug auf den "Dreifaltigen Gott" (den dann auch die Nationalchinesen und Moslems nicht so recht gemocht hätten). Nun, dann hätte man entweder auf eine allgemeingültige Formulierung der Menschenrechte verzichten, und diese ins Belieben der Staaten stellen müssen (womit Sie Ihren Glaubensbrüder in moslemischen Staaten im Fall von Benachteiliungen den sicherlich wirksamen Trost spenden könnten, daß sie halt einfach das Pech haben, im falschen Staat zu leben), oder man hätte die UdSSR, die Chinesen und Moslems einfach erobern und dort die Bevölkerung endlich zum wahren Glauben (d.h. zur Heiligen Mutter Kirche) bekehren können, und dann wäre das alles mit einer salbungsvollen Enzyklika des Heiligen Vaters zum Heiligen Jahr 1950 (mit der leiblichen Aufnahme der allerseligsten Jungfrau Maria in den Himmel zum Drüberstreuen) erledigt gewesen. Mag schon sein, daß Sie das gefreut hätte — aber es war halt nicht so ... Was nun Ihre Frage nach dem Wirken des Heiligen Geistes in Art. 73 der UN-Charta betrifft — welchen Vogel die Herren (gab's damals schon Damen im diplomatischen Dienst?) Botschafter hatten, entzieht sich meiner Kenntnis ... aber, wenn ich mir die daraus letztlich erwachsenden Kosten für die Entwicklungshilfe so ansehe: es dürfte sich wohl um den Pleitegeier gehandelt haben ;-) Haiduk, am 09. Februar 2009 um 0:05 ( Link ) @LePenseur: Bezüglich der "guten Sitten" haben Sie zwar recht, aber das löst sich auf dem Weg über den Gottesbezug. Das Problem bei Menschenwürde/Menschenrechten ist wie gesagt, daß es sich um einen "dilatorischen Formelkompromis" (Carl Schmitt) handelt. Beim Gottesbezug ist das nicht der Fall, solange es den dreieinigen Gott meint. Das bedeutet freilich nicht, daß die Menschenrechte zu gar nichts zu gebrauchen wären, aber sie anzubeten ist einfach töricht. LePenseur, am 09. Februar 2009 um 10:03 ( Link ) @Haiduk: Das Problem bei Menschenwürde/Menschenrechten ist wie gesagt, daß es sich um einen "dilatorischen Formelkompromis" (Carl Schmitt) handelt. Beim Gottesbezug ist das nicht der Fall, solange es den dreieinigen Gott meint. Und beim Gottesbezug ist dafür das Problem, daß Sie niemanden verpflichten können, an ebendiesen dreieinigen Gott zu glauben! Und wenn ich mir die verquasten Trinitätsdefinitionen des Chalcedonense (siehe dazu www.glaubensstimme.de/bekenntnisse/17.htm) so anschaue, würde ich den "dilatorischen Formelkompromiß Menschenwürde" dagegen noch als juristische Präzisionsarbeit bezeichnen! Und da in den westlichen Staaten Europas (berücksichtigen wir einmal nur diese) ca. 10-30% Agnostiker und Atheisten leben, ist das daher wohl keine befriedigende Lösung. Juden, Moslems (okay, okay, die wollen wir nicht — aber sie sind nun mal da!), Zeugen Jehovas (okay, die wollen wir auch nicht — aber sie sind nun mal da!), Unitarier, Swedenborgianer etc. werden vom dreieinigen Gottesbezug ebenso nicht begeistert sein ... Also was bringt der "Gottesbezug" dann? Nichts, wenn Sie mich fragen! Ich bin als alter Kelsen-Anhänger ohnehin kein Freund von pompösen Präambeln (deshalb auch meine obige Ironie bzgl. der Präambel der UN-Konvention), am besten ist daher ein sauber formulierter Rechtstext — wie es eben die Bürgerrechtskataloge des 19. Jh. waren (geradezu exemplarisch — und das sage ich nicht bloß aus Lokalpatriotismus! — ist dafür das österreichische Staatsgrundgesetz, das von der österreichischen Bundesverfassung rezipiert wurde. Aber überzeugen Sie sich selbst: www.internet4jurists.at/gesetze/stgg.htm — knapp, klar, präzise!) Das bedeutet freilich nicht, daß die Menschenrechte zu gar nichts zu gebrauchen wären, aber sie anzubeten ist einfach töricht. Anbetung ist in gewissen Sinne stets töricht! Vernebelt die Sinne, kostet Geld und Freiheit, wenn's um schöne Frauen geht — und in anderen Bereichen ist's nicht viel anders (ihr höre schon empörtes Schnaufen aus der Ecke der allzeit Gläubigen ;-) ... Jürgen Hodler, am 09. Februar 2009 um 14:31 ( Link ) Leider hatte ich die vergangenen zwei Tage wenig Zeit, aber jetzt sind doch noch einige Zeilen vonnöten: „Hängt davon ab, wie Sie "Menschenrechtsgläubiger" definieren. Definieren Sie es dahingehend, daß ich glaube, wie es die Väter der Amerikanischen Verfassung in der Präambel der Unabhängigkeitserklärung geradezu klassisch knapp auf den Punkt brachten: We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.“ Die Gründerväter brachten diese der Virginia Declaration of Rights entliehenen Phrase zu Papier. In der papierverfassungsgebenden Versammlung war von den Gründervätern m. W. nur noch einer dieser Herren anwesend. Nun ist es freilich so, daß bekanntlich jeder Ideologe nur allzu gern seine wohlgesponnenen Mythen und Legenden pflegt. Er ergötzt sich halt an einer gewissen Präambel und an einer „amerikanischen Revolution“, welche selbstredend keine Revolution war (sowohl das gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Fundament als auch das englische Common Law blieben völlig unangetastet). Nun findet sich diese Präambel aber in einer reinen Unabhängigkeitserklärung, welche bekanntlich keinen verfassungsmäßigen Charakter hatte. Langer Rede, kurzer Sinn: Die entsprechende Präambel in der Unabhängigkeitserklärung bezieht sich lediglich auf das Verhältnis zwischen den Kolonisten und dem englischen Mutterland und dient somit einzig und allein als Begründung für die Loslösung einer Region, welche sich politisch im englischen Parlament nicht vertreten sah (bedingt durch die geographische Entfernung war dies auch ein mehr oder weniger unmögliches Unterfangen). Soll heißen: Hier wird lediglich bekräftigt, daß Amerikaner und Briten ihrem Wesen nach gleich sind und daß erstere den letzteren nicht politisch untergeordnet sind. Alles darüber Hinausgehende entspringt der altliberalen Mythen- und Legendenbildung, denn die rechtlichen Beziehungen der einzelnen gesellschaftlichen Glieder blieben von der obigen Phrase selbstredend völlig unberührt. Keiner der Gründerväter hätte jemals ein Dokument unterzeichnet, welches die sog. „Individualgleichheit“ zum Inhalt gehabt hätte. So, nun ist es ja durchaus verständlich, daß Sie sich der obigen Formel, welche ja bekanntlich in enger verwandtschaftlicher Beziehung zu der bluttriefenden Formel „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ steht, in tiefem Glauben hingeben. Sie liest sich ja auch recht nett und so sollte sich der Reaktionär eines Einspruches auch tunlichst enthalten. Allerdings darf dennoch bezweifelt werden, daß hier nun ausgerechnet der gesunde Menschenverstand – wie bereits bei Ihren Verlautbarungen in Sachen Meinungsfreiheit der Fall – Pate gestanden hätte. Vielmehr darf hier wohl eher von einer bloßen Heilsidee gesprochen werden. Nun ist das „Streben nach Glück“ an sich ja nicht verwerflich und es sei auch jedem gegönnt, aber nichtsdestotrotz ist dieses „Streben nach“, sobald als „Menschenrecht“ und somit als oberstes Staatsziel formuliert, je nach Belieben interpretierbar und von einer bloßen Handlungsethik bis zur gezielten Maximierung eines wie auch immer definierten Gemeinwohls mit Hilfe umverteilender Maßnahmen war es bekanntlich nur ein klitzekleiner Schritt. Da offenbart die Menschenrechtsreligion natürlich ihre ganze Uferlosigkeit und jeder Demagoge, Marktschreier und Pöbelaufwiegler konnte hier recht problemlos seine Heilsformel für eine neue Menschheit einfügen. Ja warum auch nicht? Dies kann und darf nicht überraschen, wenn die autonome Vernunft gar zur obersten Instanz der Ethik erhoben wird und somit gar zwangsläufig nur noch schnöden Verallgemeinerungen in Form menschlicher Begierden und Leidenschaften folgt. Bentham betonte ja nur folgerichtig, daß das vernunftbegabte "Individuum", sofern das „Streben nach Glück“ dies erfordere, auch gleichzeitig zur klugen und vernünftigen Gesetzgebung angehalten ist und so blieb freilich auch keine liberaldemokratische Verfassungsanmaßung von derartigen Tendenzen verschont. Und wie äußerte sich dies nun alsbald nach dem altliberalen Urknall anno 1789 im politischen Leben? Da hatte man nun ein selbstherrliches autonomes Wesen, welches sich selbst zum alleinigen Rechtssubjekt erklärte und diverse liberaldemokratische Verfassungen, die ja selbst nur ein Akt der Selbstherrlichkeit und der Willkür darstellten. Was sollte nun das selbstherrliche autonome „Individuum“ nun daran hindern, eine selbstherrliche liberalrepublikanische Staatsverfassung mit einer nicht minder selbstherrlichen Rechtssetzung auf einen ganz bestimmten Zweck ausgerichtet – salopp ausgedrückt – zu optimieren? Etwa ein abstraktes Menschenrecht auf Eigentum, welches – und zahlreiche Publikationen altliberaler Autoren sprechen in dieser Hinsicht ja auch für sich – geradezu krampfhaft herbeiargumentiert werden muß? Es darf gar herzhaft gelacht werden. Fazit: Auch hier wird man wieder mit jenen „guten Ideen“ konfrontiert, welche Lucifer als Blendwerk dienen (mit den Le Penseurs dieser Welt findet er ja auch stets eine rührige Klientel) und über kurz oder lang unweigerlich das Tor zur Hölle öffnen. Wobei man auch hier wieder über die recht amüsante und geschichtlich nicht zu leugnende Tatsache stolpert , daß die angeblichen Segnungen der sich aus den Termini Minimalstaat, Gewaltenteilung und Demokratie zusammensetzenden Gebetsmühle, also des – um bei Ihrer Lesart zu bleiben – Freimaurers Rosenkranz, mit der Erfahrung selbst nicht zu ergründen sind. Auch hier bleibt Ihnen schlußendlich nur der Rückgriff auf eine diffuse Heilserwartung, welche ihrem Wesen nach dem christlichen Erlösungsgedanken gar nicht so unähnlich ist. ISBN3451322005, am 09. Februar 2009 um 22:36 ( Link ) @LePenseur „www.internet4jurists.at/gesetze/stgg.htm — knapp, klar, präzise!“ „Knapp, klar, präzise“, genau so charakterisiert Daniel Arasse in seinem Büchlein „Die Guillotine. Die Macht der Maschine und das Schauspiel der Gerechtigkeit.“ die technokratische Enthauptungsmaschine in seiner Funktion als vernunftbeseeltes Erziehungsinstrument. Kann natürlich Zufall sein, zumal ich als absoluter Rechtslaie z.B. in Artikel 5 weder was Klares noch was Präzises zu erkennen vermag. „Das Eigentum ist unverletzlich. Eine Enteignung gegen den Willen des Eigentümers kann nur in den Fällen und in der Art eintreten, welche das Gesetz bestimmt.“ Der Nachsatz zum hehren Ziel der Unverletzlichkeit des Eigentums verweist doch sicherlich auf das berühmte berüchtigte Kleingedruckte, das weltlichen Vertragswerken in der Regel anhaftet, um den Bürger bei Bedarf stets präzise über den Tisch zu ziehen. Max, am 10. Februar 2009 um 7:13 ( Link ) Dieser "Grundrechte"-Schwindel ist doch einfach nur ein schlechter Witz und ich frage mich immer wieder, weshalb man sich über so einen Kinderkram streiten muß während unser menschliches Dasein doch wesentlich wichtigere, ernsthaftere und anspruchsvollere Fragen zu bieten hat. Sei's drum, ich habe das dumme Gefühl, dass ich mich noch in 50 Jahren (und vielleicht schon im Rollstuhl sitzend) mit Menschenrechtsjüngern fetzen werde. Bis dahin gibt es wahrscheinlich eh eine neue Fassung des Katalogs ("dieses Mal wird alles besser"). LePenseur, am 10. Februar 2009 um 10:27 ( Link ) @ISBN3451322005: „Knapp, klar, präzise“, genau so charakterisiert Daniel Arasse in seinem Büchlein „Die Guillotine. Die Macht der Maschine und das Schauspiel der Gerechtigkeit.“ die technokratische Enthauptungsmaschine in seiner Funktion als vernunftbeseeltes Erziehungsinstrument. Und was hat das nun mit einem juristischen Text zu tun? Einmal ganz davon abgesehen, daß ich mir für den (für mich natürlich höchst unerwünschten) Fall meiner Hinrichtung vermutlich doch eher die Guillotine wünsche, die das "knapp, klar, präzise" und v.a. schnell erledigt, als etwa den Scheiterhaufen, bei dem die Verbrennungsschmerzen (wer sich einmal nur den finger verbrannt hat, weiß wie weh das tut!) sich problemlos über Minuten und Viertelstunden hinziehen können ... Kann natürlich Zufall sein, zumal ich als absoluter Rechtslaie z.B. in Artikel 5 weder was Klares noch was Präzises zu erkennen vermag. Was ist daran unpräzise? Es handelt sich dabei um einen klassischen "Gesetzesvorbehalt". Wenn Sie darüber mehr wissen wollen — Google und wikipedia helfen weiter. @Max: und ich frage mich immer wieder, weshalb man sich über so einen Kinderkram streiten muß während unser menschliches Dasein doch wesentlich wichtigere, ernsthaftere und anspruchsvollere Fragen zu bieten hat. Ich nehme an, Sie meinen andrängende Fragen wie z.B. welche Dynastie in Deutschland legitimerweise zur Herrschaft berufen ist, wie die einzig korrekte Form der Wandlungsworte lautet, oder wie das Verhältnis zwischen gratia intrinsece efficax und Willensfreiheit zu definieren ist ... Max, am 10. Februar 2009 um 16:49 ( Link ) Ich nehme an, Sie meinen andrängende Fragen wie z.B. welche Dynastie in Deutschland legitimerweise zur Herrschaft berufen ist, wie die einzig korrekte Form der Wandlungsworte lautet, oder wie das Verhältnis zwischen gratia intrinsece efficax und Willensfreiheit zu definieren ist ... Natürlich, das sind selbstredend interessante Fragen. Wobei ich eine Diskussion mit Ihnen und Ihrer Zunft für wenig fruchtbar halte. Mit der perfekten Welt voller Privateigentumsfetischisten, in dem eine demokratische Altruistenorganisation über die Einhaltung der ewigen "Menschenrechte" wacht -die Natur hat für diesen Schmarrn ja keinen Platz- und der ewige Fortschritt für Glitzer und Glanz sorgt, kann meine Weltanschauung jedenfalls nicht konkurrieren. Die Tatsache, dass eine solche Welt noch niemals existiert hat, wird von Ihnen mit einem mehr als vagen Hinweis auf den menschlichen Fortschritt ignoriert. Jürgen Hodlers erstklassige Abhandlungen über die mangelhafte legitimistische Substanz und das Mißbrauchspotenzial dieser schönen, neuen Welt der "Grundrechte" werden mit dem Vorwurf der Starrköpfigkeit vom Tisch gewischt. Thomas Schäfer, am 10. Februar 2009 um 17:44 ( Link ) "...Jürgen Hodlers erstklassige Abhandlungen..." Wenn ich Admin auf diesem Server wäre, hätte ich mir ja schon längst mal den Spaß erlaubt, im Webserverlog nachzuschauen, ob die Beiträge von "Jürgen Hodler" und "Max" nicht etwa von derselben IP-Adresse ausgehen.... chrisv, am 10. Februar 2009 um 19:15 ( Link ) ob die Beiträge von "Jürgen Hodler" und "Max" nicht etwa von derselben IP-Adresse ausgehen Das werde ich nicht machen, ich heisse ja nicht Mehdorn... Sie können aber beruhigt sein: Bei Herrn Hodler und Max handelt es sich definitiv nicht um die selbe Person. Ansonsten ist es jedoch zutreffend, dass "Puppentheater" hier nicht geduldet wird und wir das bei begründetem Verdacht auch überprüfen. Hierfür bietet sich neben technischen Merkmalen (die recht einfach zu verändern sind) ein Rückgriff auf das interessante Fachgebiet der Stilometrie an. Schon eine Auseinandersetzung mit den dafür verwendeten Kriterien und Merkmalen schult den Blick für Übereinstimmungen, selbst wenn man keine formalen Methoden anwendet - und im Gegensatz zu IP-Adresse, Agentstring usw. ist der "stilistische Fingerabdruck" relativ schwer zu fälschen. Vor der damit verbundenen Gefahr für anonym Publizierende warnte der legendäre und leider viel zu früh verstorbene Wau Holland übrigens schon vor über 10 Jahren - auch wenn er dabei natürlich systemkritische Blogger usw. im Sinn hatte, und nicht harmlose Kommentarspielchen in Internetforen. ISBN3451322005, am 11. Februar 2009 um 9:28 ( Link ) @LePenseur Und was hat das nun mit einem juristischen Text zu tun? Einmal ganz davon abgesehen, daß ich mir für den (für mich natürlich höchst unerwünschten) Fall meiner Hinrichtung vermutlich doch eher die Guillotine wünsche, die das "knapp, klar, präzise" und v.a. schnell erledigt, als etwa den Scheiterhaufen, bei dem die Verbrennungsschmerzen (wer sich einmal nur den finger verbrannt hat, weiß wie weh das tut!) sich problemlos über Minuten und Viertelstunden hinziehen können ... Arasse geht es ausschließlich um die Wirkung der industriell rational optimierten Hinrichtungsmethode auf das Publikum. Das Erleben der Hingerichteten spielt dabei keine Rolle, die entziehen sich durch ihren Tot sowieso einer weiterführenden Analyse. Den Bogen zur rational optimierten Gesetzgebung und die Wirkung auf das Publikum wage ich hier selbstverständlich nicht zu spannen, ich werde aber mal darüber nachdenken, ob der Bürger unter einer Bundesverfassung zu ähnlicher Raserei fähig ist wie anno 1789 unter dem ‚Rasiermesser der Nation’. Was ist daran unpräzise? Es handelt sich dabei um einen klassischen "Gesetzesvorbehalt". So präzise wie der Wetterbericht mit seinen Prognosevorbehalten. Nur eben nicht abhängig von den Launen der Natur sonder von den Launen des Gesetzgebers. Welche Umstände begründen einen Gesetzesvorbehalt in Artikel 5? Hier von Präzision zu sprechen ist doch vollkommen anmaßend. Nach meiner vollkommen unerheblichen Erkenntnis sehen ich Sie am Ende doch auch jeglicher legitimen Rationalität entkleidet und so kann ich mich zwischen Ihrer Spinnerei, oder nennen wir es Dogma, und der des Herrn Hodler entscheiden. LePenseur, am 11. Februar 2009 um 9:42 ( Link ) @ISBN3451322005: Den Bogen zur rational optimierten Gesetzgebung und die Wirkung auf das Publikum wage ich hier selbstverständlich nicht zu spannen ... ...womit Sie selbst zugeben, daß Ihr obiges Posting eigentlich bloße Polemik war, um über die pöhse Demokratie zu motzen. Welche Umstände begründen einen Gesetzesvorbehalt in Artikel 5? Hier von Präzision zu sprechen ist doch vollkommen anmaßend. Hätte Sie, bitte, die Güte und lesen Sie dazu in einigen Standardwerken des österreichischen Verfassungsrechtes (Walter/Mayer, Funk etc.) selbst nach. Und informieren Sie sich über den Begriff "Gesetzesvorbehalt" (zusätzlich vielleicht noch über den Begriff des "Verbotes der formalgesetzlichen Delegation" und des "Wesenskerns" von Grundrechten). Wenn sie mich dann "auch jeglicher legitimen Rationalität entkleidet" sehen, kann ich's auch nicht ändern (was meinen Sie übrigens mit "legitim"?) Das StGG ist übrigens kein Gesetzeswerk einer pöhsen Demokratie, sondern das einer konstitutionellen Monarchie (die Österreich damals war), was vielleicht die "Legitimität" in Ihren Augen erhöhen mag. ISBN3451322005, am 11. Februar 2009 um 11:50 ( Link ) @ISBN3451322005 ...womit Sie selbst zugeben, daß Ihr obiges Posting eigentlich bloße Polemik war, um über die pöhse Demokratie zu motzen. Ja gerne, ich habe einen ausgeprägten Hang zur Polemik! Nur motzen ist nicht so meine Sache. Ich bin vielmehr in einer gewissen Sesamstrassen-Melancholie verhaftet und verrenne mich in Fragen und so lässt mich die von Ihnen proklamierte Präzision nicht ruhen. Hätte Sie, bitte, die Güte und lesen Sie dazu in einigen Standardwerken des österreichischen Verfassungsrechtes (Walter/Mayer, Funk etc.) selbst nach. Ich gehe leider davon aus, dass ich mit den von Ihnen empfohlenen Standardwerken komplett überfordert bin und sich meine Hoffnung auf schnelle Hilfe offensichtlich nicht erfüllt. Würde ich in den Schwarten dann auf das unbefleckte Fundament einer Rechtssetzung stoßen, das sich in seiner Präzision jeglicher Fragwürdigkeit entzieht und den Menschen wahrheitsstiftend über seine Unvollkommenheit erhebt? Wenn ja, wäre ein Einarbeiten sicherlich der Mühe wert. Offen bleibt dann aber die Frage warum die Welt da draußen zurzeit von solch ziellosem Geschwätz erfüllt ist, wenn doch alles, was für ein gelungenes Zusammenleben notwendig ist, präzise niedergeschrieben wurde. Max, am 11. Februar 2009 um 12:06 ( Link ) Hätte Sie, bitte, die Güte und lesen Sie dazu in einigen Standardwerken des österreichischen Verfassungsrechtes (Walter/Mayer, Funk etc.) selbst nach. Und informieren Sie sich über den Begriff "Gesetzesvorbehalt" (zusätzlich vielleicht noch über den Begriff des "Verbotes der formalgesetzlichen Delegation" und des "Wesenskerns" von Grundrechten). Wenn sie mich dann "auch jeglicher legitimen Rationalität entkleidet" sehen, kann ich's auch nicht ändern (was meinen Sie übrigens mit "legitim"?) Habe ich nicht getan und werde ich nicht tun. Als ob sich Demokraten an ihre eigenen Gesetze halten würden....Im Ernstfall wird das Recht halt auf Teufel komm' raus gebeugt - wenn der "Volkswille" das so möchte, dann stört sich doch sowieso keiner daran. Aber das Ganze ist doch nun wirklich Faktenhuberei über bedrucktes Papier, welches im Fall der Fälle gegenüber Soldaten, Polizisten oder dem Willen des Mobs rein gar nichts ausrichten kann. Was soll man denn schon erwarten von einem territorialen Gewalt- und Rechtsmonopolisten, der in allen juristischen Fragen -also auch denjenigen, in die er selbst verwickelt ist- höchstselbst die letzte und oberste Instanz bildet? Dass er nicht seinem Eigeninteresse folgt, welches in der Ausbeutung und der Volksverhetzung besteht?? Weimar war eine auf den sog. "Grundrechten" basierende Demokratie - konnten Weimars Papiergesetze einen Adolf Hitler aufhalten? Konnten die wunderschön romantisch formulierten Schmachfetzen der "Menschenrecht"ler des 18. Jhd. eines Robespierre aufhalten? Konnte ein fehlendes UN-Mandat die BRD vom ersten Krieg nach 1945 abhalten? Es ist ja nun wahrlich nicht so, dass Sie ein naiver Dummkopf wären, der sein Leben von "Vater Staat" diktiert sehen möchte. Gerade deshalb kann ich Ihre Hoffnungen und Erwartungen in ein Stück bedrucktes Papier schlichtweg nicht nachvollziehen! LePenseur, am 11. Februar 2009 um 15:32 ( Link ) ... und ich Ihre naive Annahme, daß das jeweilige Diktat eines Landesvaters absolutistischen Zuschnitts demgegenüber besser wäre. Max, am 11. Februar 2009 um 16:05 ( Link ) Ihre Beurteilung der Geschichte in allen Ehren -ich habe dafür auch durchaus Verständnis- aber inwiefern macht die Existenz einer "aufgeklärt"-absolutistischen Monarchie Ihre Menschenrechtsreligion auch nur einen Deut rationaler oder freiheitsfreundlicher? Von König und Kaiser können Sie halten was Sie wollen, die größten und schrecklichsten Schlachtereien fanden jedenfalls so gut wie immer auf liberalistisch-demokratischem Nährboden statt. Im Namen des Kreuzes wurde viel unnötig Blut vergossen, doch der "aufgeklärte" Mensch, der seine Grundrechtereligion üblicherweise beim ersten Windstoß urplötzlich zu vergessen pflegte, toppt das alles noch! ... und ich Ihre naive Annahme, daß das jeweilige Diktat eines Landesvaters absolutistischen Zuschnitts demgegenüber besser wäre. Von welchem Diktat ist hier eigentlich die Rede? Etwa vom "finsteren Mittelalter", dessen Gesellschaften von vielen Historikern als "vorstaatlich" bezeichnet werden - weil es damals eben keinen zentralistischen Gewalt- und Rechtsmonopolisten gab? Die "aufgeklärt"-absolutistischen Staaten (hier kann man erstmalig von Staaten sprechen) ab dem 17. Jahrhundert sind sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluß. Aber -frei nach H.H. Hoppe- im Vergleich zu den heutigen Zuständen bevorzuge ich in der Tat einen väterlichen Herrscher, der ein glaubwürdiges Interesse daran hat, mich für lebenslang als potenten Financier für teure Jagdunternehmungen und Schlößer am Leben zu halten. Die damals üblichen Staatsquoten von 5-10% sind im heutigen Kontext ja als lächerliche Peanuts zu bezeichnen. ISBN3451322005, am 11. Februar 2009 um 16:51 ( Link ) @LePenseur
Um Gottes Willen bitte nicht noch „besser“!! Die Errichtung des Paradieses auf Erden, die bessere Welt, haben sich doch vor allem die Freunde des modernen Rechtstaates auf die Fahne geschrieben. Gab es auch absolutistische Landesväter, die dem Volk die sorglose Leichtigkeit des Seins mit fließend Milch und Honig versprochen haben, um mit einer "nach mir die Sintflut" Mentalität und wieder besseren Wissen das auslutschen der Schöpfung zu befeuern? Vor allem halte ich es für besser, mich nicht ununterbrochen nur mit meinen Rechten zu belatschern. Zur Entfaltung meiner Unersättlichkeit muss mir nicht erst ein Rechtsraum geschaffen werden. Vielmehr würde ich mich auch gerne mal über meine Pflichten unterrichten lassen. Hier meine ich bei den zuständigen Instanzen ein gewisses Vakuum zu verorten. In einer tieferen Kenntnis meiner Pflichten nehme ich gerne auch ein „schlechter“ in kauf und erspare mir damit möglicherweise auch gewisse Zuspitzungen wie Kinderrechte und Absurditäten wie Tierrechte. Ich weiß, - meine Pflichten ergeben sich wie von Geisterhand implizit aus meinen Rechten, oder den Rechten des Anderen? Na egal, ich belasse es mal dabei und verbleibe mit präzisem Gruße Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Martin Möller, am 03. Februar 2009 um 18:45 ( Link )
Gott segne den Papst, Gott segne Bischof Williamson!