| ||||||||
![]() Robert Grözinger, Jahrgang 1965, Diplom-Ökonom, ist freier Journalist und Übersetzer. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Antarktis und Klima: Kälter oder wärmer?von Robert Grözinger Obama mag es jedenfalls wärmer - im Weißen Haus Am 21. Januar erfuhr die Welt, dass auch in der Antarktis das Klima anscheinend wärmer wird. Die Meldung wurde von der Kirche der Klimahysteriker dankbar aufgenommen, denn bislang hatte es so ausgesehen, als kühle sich dieser Kontinent ab, und das erschwerte natürlich die Verbreitung der Angst vor einer globalen Erwärmung ein wenig. Es ist jedoch nicht gerade vertrauenerweckend, dass einer der Co-Autoren des entsprechenden Artikels in der Zeitschrift „nature“ Michael Mann ist, jener Klimaforscher, der Anfang des Jahrzehnts mit dem berüchtigten Hockeyschläger-Graph die Klimahysterie erst richtig anheizte. Als dieses Diagramm später als plumpe Datenmanipulation entlarvt wurde, wurde es etwas still um Mann. Jetzt ist er wieder da, und Kritiker haben auch an dem neuen Bericht sofort Mängel festgestellt, etwa, dass viele Daten aufgrund fehlender Wetterstationen auf dem weißen Kontinent schlicht gemutmaßt wurden. Der Ausgang dieser eher methodologischen Debatte wird die Auseinandersetzung über die korrekten politischen und ökonomischen Maßnahmen wohl kaum beeinflussen. Anders dagegen vielleicht aber die Tatsache, dass noch vor einem Jahr die Klimahysteriker meinten, eine sich abkühlende Antarktis sei konsistent mit ihren Klimamodellen. So nämlich äußerte sich im Februar 2008 Spencer Weart, Direktor des „Center for History of Physics of the American Institute of Physics“ und Autor des Buches „The Discovery of Global Warming“, auf der Website „RealClimateChange.org“. Es ist sehr praktisch, wenn sowohl eine Abkühlung als auch eine Erwärmung „konsistent“ mit ein und derselben projizierten globalen klimatischen Entwicklung ist. Debatten und weitere Untersuchungen sind dann natürlich überflüssig und man kann gleich zur Tat schreiten. Schauen wir also auf den neuen obersten Klimaschützer der Welt, der, wie er uns vor wenigen Tagen versicherte, nicht zulassen möchte, dass Amerika „zur Geisel eines sich aufheizenden Planeten“ gemacht wird. Beobachtern fiel auf, dass Barack Obama in seinem neuen Büro einen lockeren Stil pflegt. Während sein Vorgänger bei allen Besprechungen auf Schlips und Jackett bestand, legt Obama das Oberteil öfter ab, und seine Mitarbeiter tun es ihm nach. Wird da keinem kalt, fragt sich da mancher. Es soll ja gerade, selbstverständlich aufgrund der Klimaerwärmung, recht kalt sein in Washington D.C. „Oh nein“, diktierte Obamas Berater David Axelrod der Hofberichterstatterin von der „New York Times“ in den Steno-Block, der Präsident mag es nicht kalt, er habe daher den Thermostat im Oval Office aufgedreht. „Er ist schließlich aus Hawaii, OK? Er mag es warm. Man könnte da drin Orchideen züchten.“ In einem solchen Klima der fröhlichen CO2-Erzeugung gedeihen sicherlich nicht nur Orchideen, sondern auch Orchideenfächer wie der Klimaschutz sehr gut. Wir dürfen also gespannt sein. Internet Prometheus, the Science Policy Blog: Consistent with Chronicles, Antactic Edition „Spiegel Online“: Obama krempelt Bushs Klimapolitik um „New York Times“: White House Unbuttons Formal Dress Code „ef-online“: Barack Obama – Der neue „Oberheuchler vom Dienst“
30. Januar 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann oder Michael Klonovsky schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareStefan Miller, am 30. Januar 2009 um 23:59 ( Link ) nicht zu vergessen, daß der andere Klima-Kasper Jim Hansen neulich von seinem ehemaligen NASA-Vorgesetzten John Theon kritisiert wurde. Er habe NASA blamiert mit seinen weithergoholten und unwissenschaftlichen Klimamodelltheorien. Shuca, am 31. Januar 2009 um 0:30 ( Link ) Diese Klimahysterie hat schon ihre Bedeutung . Natürlich kann mann die Menschen finanziell gut ohne Wiederspruch zur Kasse bitten . Aber das ist nicht das primäre . Es ist eine neue Religion . Und wehe denen die sich dagegen stemmen . Die Anbetung des Geschöpfes führt zur Verachtung des Schöpfers . Und das ist das Ziel . Hat schon mal einer ausgerechnet wieviel der auf die Spitze getriebene Ökokult jedem in Deutschland kostet ? Siegfried Reiprich, am 31. Januar 2009 um 13:38 ( Link ) Die naturwissenschaftliche Bildung der meisten "Medienschaffenden" gleicht ihrer ökonomischen, die sie noch vor zwanzig Jahren dazu verführte, die DDR für ein Top-Industrieland zu halten. Nicht nur die Westler Hayek, Mises usw. wurden ignoriert, auch Ost-Dissidenten, die die "systemimmanente technologische Impotenz des Realen Sozialismus" (Bahro) erkannt hatten, oder wie Robert Havemann vom "System der ökonomischen Staatssklaverei" sprachen... Mit den Grundlagen von Mathematik und Physik ist es in Sachen Klima ähnlich: es gibt keine geschlossene Theorie zur analytischen Lösung nichtlinearer Differentialgleichungen mit zeitlich nicht konstanten Koeffizienten. Deshalb kann man z.B. die Navier-Stokes´schen Bewegungsgleichungen der Dynamik von Ozean und Athmosphäre nur numerisch approximieren und muß sie zwangsläufig linearisieren. Damit ist bewußten und unbewußten Manipulationen Tür und Tor geöffnet! Was nicht heißt, daß es immer so sein muß. Aber wieviele Wissenschaftler gibt es, auf die Brechts Diktum im "Leben des Galileo Galilei" nicht zu trifft: Ein Geschlecht erfinderischer Zwerge, die für alles gemietet werden können? Alexander Schoppmann, am 03. Februar 2009 um 22:41 ( Link ) Was ich in jedem Artikel von allen GW-Gegnern vermisse sind die wichtigsten beiden, unverrückbaren Tatsachen: Joachim Groeger, am 07. Februar 2009 um 14:25 ( Link ) Hier können alle Zweifler beweisen, was sie auf dem Kasten haben: http://www.guardian.co.uk/environment/georgemonbiot/2009/feb/04/christopher-booker-george-monbiot-prize Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
| ||||||
| Copyright © 2010 Lichtschlag Verlag KG | Design and Programming by greybyte, using Django and Performancing's Modernpaper template. | ||||||||
Reiner Vogels
, am 30. Januar 2009 um 18:36 ( Link )
Es sieht so aus, als ob die publizistische Phalanx des Klimaalarmismus erste Risse bekommt. So findet sich im neuesten Heft von "Spektrum der Wissenschaft", Heft 02/09, ein Artikel des promovierten Meteorologen und Wissenschaftsjournalisten Sven Titz mit der beredten Überschrift: "Kalt erwischt".
Titz berichtet über die Tatsache, dass das Jahr 2008 global 0,25 Grad Celsius kälter gewesen ist, als es den Projektionen des IPCC der UNO entspricht. Sein Artikel endet mit den Worten:
"Es mag wohl sein, dass der jüngste Temperaturrückgang nur eine natürliche Fluktuation widerspiegelt. Aber dann erhebt sich eine andere Frage: Können sich die Klimaforscher wirklich sicher sein, dass analoge Schwankungen bei der Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts kaum eine Rolle gespielt haben, wie dies im letzten IPCC-Bericht zu lesen war? Wie brauchbar sind Klimaprojektionen eigentlich für mittelfristige Planungen von Regierungen und Wirtschaftsunternehmen? Vielleicht war die meinungsbestimmende Mehrzahl der Klimaforscher bei den bisherigen Antworten doch etwas zu selbstgewiss."
Fazit: Die Global-Warming-Church hat allen Grund, nervös zu werden.