03. Dezember 2008

Fiskus und Zentralbank Ein dynamisches Duo

Von der Verschuldung über die Aufschuldung hin zur Entschuldung

Der letzte Beitrag an dieser Stelle setzte sich mit dem Phänomen der Inflation aus Sicht der Privathaushalte auseinander. Unter der Voraussetzung, dass ein wie auch immer definiertes Preisniveau letztendlich das in Geldeinheiten einer konventionellen staatlichen Geldordnung – andere gibt es zur Zeit nicht – ausgedrückte Angebots-Nachfrage-Verhältnis in einem Währungsraum widerspiegelt, hängt die Ausstattung mit eben diesen Geldeinheiten von der Bereitschaft und dem Willen der Wirtschaftsteilnehmer ab, durch das Eingehen eines Schuldverhältnisses Liquidität beziehungsweise Geld zu schöpfen. Inflationäre Phänomene finden ihre Ursache damit in der Liquiditätsausweitung auf Basis zusätzlicher Verschuldung, ohne dass dieser mittelfristig eine entsprechende Ausweitung des Angebotes folgt. Prinzipiell sind damit auch nichtöffentlichen Institutionen in der Lage, eine inflationstreibende Geldnachfrage zu erzeugen, jedoch wie gezeigt werden konnte lediglich in verhältnismäßig bescheidenem Umfang. Es sind insbesondere die Bewertung und begrenzte Verfügbarkeit potenzieller Sicherheiten und die im Gegenzug deflationär wirkende Notwendigkeit zur Leistungserbringung und damit Schuldenbedienung, die sich hierbei als limitierende Faktoren erweisen. Die privat vorhandenen und mobilisierbaren Sicherheiten können daher zur Erklärung mehrfacher oder dauerhaft hoher, breit angelegter Preissteigerungsraten im Gegensatz zu zeitlich und örtlich begrenzten Manien kaum herangezogen werden.  

Hierzu bedarf es vielmehr eines Schuldners, für den die kritischen Faktoren gerade keine Geltung besitzen, der also dank unbegrenzter Sicherheiten kein Ausfallrisiko birgt und selbst auch keine Leistung  erbringen muss. Ein Schuldner, der uneingeschränkt kreditwürdig ist. Dies kann dem Charakter nach nur eine öffentlich rechtliche Institution sein, die mittels ihres Monopols die zur Schuldenbedienung notwendigen Mittel jederzeit via Gesetz zu beschaffen in der Lage ist und deshalb selbst auch nicht dem Leistungszwang unterliegt, was ja gerade die hervorragenden Ratings der meisten öffentlich rechtlichen Schuldner widerspiegeln. Bezeichnenderweise droht diesen nicht nur in finanziell angespannten Situationen, sondern vor allem auch vor oder in politisch labilen Zeiten die Herabstufung, also gerade dann, wenn ihr Gewaltmonopol und damit die faktische Durchsetzbarkeit gesetzlich festgelegter Leistungsvereinnahmungen in Gefahr sind.

Der Staat als permanenter Aufschuldner 

Im Zeitalter stoffwertloser Währungen steht den öffentlichen Institutionen das Jahrhunderte lang gepflegte Instrument der Münzverschlechterung zur Liquiditätsmehrung nicht mehr zur Verfügung. Hierbei wurden umlaufende Münzen, deren Prägung ebenso wie heute monopolisiert war, eingezogen, eingeschmolzen und „gestreckt“, also als minderwertigere Legierung neu geprägt. Der so resultierende Mehrwert konnte als Schlagschatz dem Staatsschatz zugeschlagen werden. Auch das hat sich bis in die Gegenwart nicht geändert, sowohl für die untergegangene D-Mark als auch für den Euro stehen die aus der Münzemission anfallenden Gewinne, resultierend aus der Differenz zwischen Material- und Nennwert, in Deutschland dem Bundesfinanzministerium zu. Gleiches gilt auch bezüglich der Zentralbankgewinne, deren Monopolprämie in den allermeisten Staaten eine fest eingeplante Größe im Haushalt ausmacht.

In den konventionellen Geldwirtschaften moderner Prägung hingegen erfolgt die Liquiditätsmehrung des öffentlichen Sektors ganz analog zu der des privaten. Diese ist nunmehr nur über den Verkauf von Schuldverschreibungen am Kapitalmarkt und, soweit gesetzlich zugelassen, durch Einreichung bei der Zentralbank möglich. Die Verschuldung ist neben Einnahmen aus Abgaben und Privatisierungserlösen die einzige Methode zur fiskalischen Erzielung von Liquidität. Im Gegensatz zum privaten Schuldner hat die öffentliche Hand aber einen entscheidenden Vorteil. Sie kann direkt auf letzteren durchgreifen, um Zins und Tilgung sicher in Aussicht stellen zu können. Aus der Logik der staatlichen Konstituierung heraus ist es ja tatsächlich so, dass der Fiskus selber keine Sicherheiten zu stellen braucht, da er ja auf das Steuersubstrat der Bürger zurückgreifen kann, die wiederum mit all ihren noch unbelasteten Sicherheiten für Steuerschulden haften. Die Sicherheit, die er stellen kann ist daher mindestens die Summe der Sicherheiten über die die Einwohner des jeweiligen Herrschaftsbereiches verfügen. Deswegen werden immobile Faktoren im Schnitt auch weitaus höher besteuert, als das bei mobilen Faktoren der Fall ist. Und deswegen gehören Steuern auf Grundbesitz zu den ältesten Steuerarten überhaupt, sie minimieren die Kosten ihrer Feststellung und Erhebung.  

Da also der öffentliche Schuldner nun nicht selbst zur produktiven Leistung verpflichtet ist, sondern diese Aufgabe an die Steuerzahler delegieren kann, andererseits dank seines, sofern intakten, Gewaltmonopols über permanente Kreditwürdigkeit verfügt, ist er zu einer Operation in der Lage, die jedem anderen Schuldner aus gutem Grund verwehrt ist, der permanenten Verlängerung des Zahlungsziels durch Aufschuldung. Aufschuldung ist nun aber nicht bloß ein Mittel zur Verlängerung eines drückenden Zahlungsziels. Vielmehr ermöglicht es, eines der dringlichsten Probleme der Politik an sich zumindest zeitweise zu externalisieren, sprich in die Hände künftiger Steuerzahler zu übergeben. Staatsverschuldung ist der Versuch einer temporären Lösung für das dauerhafte Problem der Befriedung politischen Interessensgruppen im Konkurrenzkampf um stets knappe Mittel. Sie ermöglicht es, aus einem Nullsummenspiel heraus eine Win-Win-Situation hervorzubringen, vorläufig jedenfalls. Diese Option wird im Zweifel immer den in der Summe geringsten Widerstand provozieren, meist nämlich nur den der reihenweise im Sterben nach einem ausgeglichenen Haushalt scheiternden Finanzminister, da sie die schmerzhafte Verlustkomponente, die Rückzahlungsverpflichtung, in die Zukunft schiebt – so lange, bis es nicht mehr geht.    
Genau diese Finanzoperation, die permanente Aufschuldung, ist es jedoch, welche überhaupt in der Lage ist, das gesuchte massive Inflations- und damit auch Krisenpotenzial hervorzubringen. Und die so erzeugte Inflation kann natürlich, ähnlich dem Versuch Münchhausens, sich am Zopf aus dem Sumpf zu ziehen, systemnotwendig niemals hoch genug sein, um den sie verursachenden Schuldenbestand zu entwerten, auf dem sie ja gerade basiert. Im Ergebnis resultiert bestenfalls eine gleich bleibende Relation der Schulden zum Bruttoinlandsprodukt auf höherem nominellem Niveau. Doch auch diese Kennziffer wird sich im Zeitablauf aufgrund überproportionaler Ausgabensteigerungen verschlechtern. Denn da sich die in Geldfragen besonders sensible Masse der Wirtschaftsteilnehmer ungern übervorteilen lässt, wird sie die inflationäre Entwicklung vorwegzunehmen versuchen, was sich besonders in zwei Preiskategorien niederschlägt: Löhne und Zinsen. Und daher erklommen auch diese beiden Größen, bezogen auf die Bundesrepublik Deutschland, in den 70er Jahren nie wieder erreichte Spitzenwerte. Die in dieser Kolumne letztens empirisch gestützte Schlussfolgerung lautet daher auch hier: Das Ende einer inflationären Periode markiert auch immer einen Höchststand öffentlicher Verschuldung - relativ wie absolut. 

Von der Aufschuldung zur Entschuldung

Doch auch eine permanente Aufschuldung hat die unangenehme Eigenschaft, dass die so generierten Verbindlichkeiten irgendwann definitiv zu begleichen sind. Schulden bleiben nun mal in nominaler Höhe bis zu deren Tilgung bestehen, die sich wiederum nicht bis in alle Ewigkeiten verlängern lässt. Im Gegenteil, der Gesamtbetrag vermehrt sich sogar um den aufgeschuldeten Betrag der periodisch fälligen Zinszahlungen. Und mit diesen wiederum steigt natürlich die spiegelbildliche Liquidität, nämlich die der „Couponschneider“, der Halter zinstragender Staatstitel. Diese Entwicklung wiederum wird durch die preisgestaltenden Wirtschaftsteilnehmer vorweggenommen, was schließlich ein überproportional steigendes Preisniveau zur Folge hat. Diese Gegensätzlichkeit muss spätestens dann enden, wenn die Kosten der Inflation größer sind als die damit erzielbaren Geldvolumina, die Währung folglich ordentlich zerrüttet ist. Gerade die Hyperinflation der Weimarer Republik ist hier wiederum beispielgebend: Durch den permanent fallenden Geldwert reichten am Ende des Jahres 1923 die produzierten Noten noch nicht einmal mehr aus, um ihren Herstellungsprozess, an dem 30 Papierfabriken und ebenso vielen Druckereien mit insgesamt circa 30.000 Arbeitern beteiligt waren, bezahlen zu können. Und dies, obwohl die letzten Scheine nur noch im Kleinformat produziert und einseitig bedruckt wurden. Im Klartext kam dies natürlich einer faktischen Annahmeverweigerung gleich. Und tatsächlich dominieren in dieser Phase einer umfänglichen Währungskrise bereits die immer wieder zu beobachtenden Nebeneffekten wie das Aufkommen dinglicher Parallelwährungen, das Aufblühen der Schwarzmärkte und die Tendenz hin zur Selbstversorgungswirtschaft.

Der gleiche Grund, der es der öffentlichen Hand erlaubt aufzuschulden, erlaubt es ihr auch sich auf einzigartige Art und Weise zu entschulden, nämlich durch die schlichte Zahlungsaussetzung. Diese ist natürlich genauso wenig vergleichbar mit der privater Schuldner, wie es der Aufschuldungsprozess bereits war. Denn im Gegensatz zu diesem ist der Staat von jeder Haftung freigestellt, da, revolutionäre Akte ausgenommen, jeglicher Ausgleich nicht eingefordert und keine Sicherheit verwertet werden kann. Mit der Zahlungseinstellung geht freilich ein spiegelbildlicher, freiwilliger oder eben unfreiwilliger Gläubigerverzicht einher, der die letzten Halter der jeweils betroffenen Schuldtitel trifft. Diese müssen, wie in einem Konkursfall üblich, Teil- beziehungsweise Vollabschreibungen ihrer Geldwerte vornehmen, da die Streichung von Schulden im Bankrott im Rahmen der doppelten Buchführung logischerweise mit der Streichung von Forderungen in gleicher Höhe einhergeht. Sie verlieren als Inhaber von Geld, Geldforderungen und in Geld nominierten Schuldverschreibungen und Verträgen den öffentlich verfügten Anteilswert ihrer Anlagen. Zur zweiten Verlierergruppe gehören jene, die ebenfalls per öffentliches Dekret mit einem Teil ihres Eigentums die Basis für die neu zu gründende Währung legen müssen, diejenigen also, die noch über unbelastete Sicherheiten verfügen. Sowohl bei der Umstellung auf die Rentenmark 1923 wie auch auf die Deutsche Mark 1948 lassen sich diese Phänomene hervorragend demonstrieren: Beide Male wurden sämtliche Guthaben und geldwerten Titel real fast vollständig abgewertet und in beiden Fällen wurde die neue Währung auf Basis nichtmobiler Sachwerte neu aufgebaut. Immobilieneigentümern wurden 1923 und 1948 Zwangshypotheken ins Grundbuch eingetragen und die noch verbliebenen Vermögensbesitzer mussten 1948 zusätzlich im Rahmen der so genannten Lastenausgleichsabgabe eine Vermögensabtretung über sich ergehen lassen. In beiden Fällen vereinnahmte der Staat das neu geschaffene Geld der jungen Währung. Nun erst konnte jeweils ein von allen Altlasten befreiter, neuer Aufschuldungszyklus beginnen. Diese Erkenntnis hat der Bankier Carl Fürstenberg vortrefflich zusammengefasst: „Wenn der Staat Pleite macht, geht natürlich nicht der Staat Pleite, sondern seine Bürger.“ Tatsächlich kann der Staat aus obigen Gründen im klassischen Sinn nicht Bankrott gehen. Wohl aber droht ihm aufgrund seiner mannigfaltigen Zahlungsverpflichtungen permanent die Insolvenz. Und genau diese Asymmetrie macht eben nicht nur den Aufschuldungsprozess so attraktiv sondern fördert geradezu die enge Verzahnung der öffentlichen Hand mit ihrer jeweiligen Zentralbank. Diese stellt in der Tat den perfekten Konterpart dar, da sie umgekehrt zwar sehr wohl Pleite gehen kann, jedoch immer über Liquidität verfügt, die sich jederzeit über die als ausfallsicher geltenden Staatstitel schöpften läßt. 

Die aktuelle Krise und ein mutmaßlicher Lösungsversuch

Letzteres lässt eine Schlussfolgerung beziehungsweise Mutmaßung bezüglich eines sich abzeichnenden Lösungsansatzes der aktuellen Krise zu. Für diese ist ja im Kern nichts anderes als ein jahrzehntelanger Aufschuldungsprozess der öffentlichen Hand verantwortlich, im Zuge deren massiver Liquiditätsausweitung nicht nur Konsumgüter, sondern auch Vermögenswerte immer teurer wurden, eine klassische Inflation eben. Die vermeintlich nachhaltig steigenden Vermögenswerte wiederum wurden von vielen Wirtschaftsteilnehmern, insbesondere US-amerikanischen Hausbesitzern, vorweggenommen und dienten so lange als Sicherheit für zusätzliche Verschuldung beziehungsweise Liquidität, bis die Kosten der zusätzlichen Schulden durch die Preissteigerungen nicht mehr aufgefangen werden konnten. Die nun rückläufigen bis einbrechenden Preise der als Sicherheit dienenden Vermögenswerte produzierten den hohen Bestand schlechter, also schlecht besicherter da nicht mehr ausreichend gedeckter, Wertpapiere, der wiederum auf den Wert der Aktiva in den Bilanzen der Unternehmen und dort vor allem der Banken durchschlug. Nun sind die USA dieses Problem in der Tat pragmatisch wie sonst keine andere Nation angegangen. Der Dreh- und Angelpunkt besteht dabei in jener Allianz zwischen Staat und Zentralbank, zwischen dem konkursunfähigem aber liquiditätsgefährdetem US-Schatzamt und der immer liquiden aber konkursgefährdeten FED. Letztere ist mittlerweile dazu übergegangen, dem Privatsektor selbst minderwertige Titel direkt abzukaufen oder als Sicherheiten für Kredite zu akzeptieren. Dadurch schaffte die FED es tatsächlich, ihre aktuelle Bilanzsumme seit September nahezu zu verdoppeln. Wohlgemerkt, seit September 2008. Sie agiert damit faktisch als Geschäftsbank mit Notenemissionsmonopol, was alle Probleme im Interbankenverkehr aufhebt, da letzterer zu Recht aufgehört hat zu existieren. Parallel dazu stellt das Schatzamt jede notwendige Menge an staatlichen Qualitätstiteln zur Verfügung, über deren Verflüssigung via FED die Mittel für die vielfältigen Maßnahmenpakete der Regierung gewonnen werden können. Während die FED also dem Privatsektor schlechte Titel und damit Risiken abnimmt versucht das Schatzamt bereits eingetretene Schäden durch Transferleistungen gegen eine Beteiligung an der jeweiligen Institution zu minimieren. Sobald dieses dynamische Duo eine hinreichend große Summe „fauler Schulden“ in den Büchern stehen hat, kann eine Umschuldungsoperation in Erwägung gezogen werden. Diese Umschuldung wird nicht von einer hoch- in eine niedrigverzinsliche Verpflichtung erfolgen sondern von einer alten in eine neue Währung beziehungsweise Währungsdefinition mit einem entsprechenden Schnitt oder Umstellungsverhältnis. Die dann noch im Eigentum beider Institutionen befindlichen qualitativ hochwertigen Beteiligungen können dann als Grundlage für einen neuen Aufschuldungszyklus genutzt werden. Ein weiterer Vorteil im Falle der USA: Ein Großteil ihrer Gläubiger sitzt im Ausland, sie werden sich wie weiland im Falle Argentiniens mit niedrigen Quoten zufrieden geben müssen, was im besonderen Maße für die seitens der Europäer gehaltenen Forderungen gelten dürfte. 

Fazit

In seinem aktuellen Buch „Der Schwarze Schwan“ thematisiert der ehemalige professionelle Trader Nassim Taleb den Einfluss des Unwahrscheinlichen auf vermeintlich konstante Zustände und Entwicklungen. Er vergleicht diese mit einem Truthahn, der sein Verhältnis zu der menschlichen Spezies als höchst konstant und vorteilhaft analysieren würde. Angefangen von Hege, Pflege und Aufzucht über Unterbringung und Versorgung gäbe es im Leben eines (Bio-) Truthahns nicht den geringsten Anhaltspunkt für Misstrauen und Skepsis. Bis zum Tag vor Thanksgiving. Wie kaum eine andere Anlageklasse verhalten sich Staatsanleihen perfekt analog zu diesem Beispiel hochgradiger Zeitinstabilität. Zins- und Tilgungsaussetzungen seitens der öffentlichen Hand entsprechen dem Tag vor Thanksgiving im Leben der auf das Dreifach-A-Rating vertrauenden Anleger-Truthähne - kurioserweise hält ausgerechnet der Autor selbst die Staatsanleihen seines Landes für sicher. Jenen, in deutschen Landen zuletzt 1923 und 1948 erfolgten, Strukturbrüchen liegt eine Verschuldungs- und damit Inflationsdynamik zugrunde, die aus dem Anreizsystem des politischen Prozesses als Reaktion auf die Forderungen wirkungsmächtiger Interessensgruppen resultiert. Eine mögliche Gegenmaßnahme wäre die Umstellung der Geldordnung von einer stoffwertlosen auf eine stoffwerthaltige Währung. Doch ob die „goldene Bremse“ diesen Prozess tatsächlich zu unterbinden in der Lage ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. In einer relativ freien Volkswirtschaft, einem ökonomischen System also, das durch mehr oder weniger mündige Vertragspartnerschaften bestimmt wird, dürfte die disziplinierende Wirkung der Bindung des Geldes an ein reales Gut wirkungslos bleiben.

Informationen

ef-online: Staatshaushalt – Sanierung nach der Münchhausenmethode

ef-online: Privathaushalte: Quelle der aktuellen Krise?

Heinsohn, Gunnar; Steiger, Otto: Eigentumstheorie des Wirtschaftens; Marburg, 2002

Martin, Paul: Cash - Strategien gegen den Crash; Frankfurt/Main, 1992

Taleb, Nassim Nicholas: Der Schwarze Schwan – Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse; München, 2008

WirtschaftsWoche: „Griff in die Trickkiste“ von Harald Uhlig, Nr. 47 vom 17.11.2008, S. 55


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Mehr von Luis Pazos

Über Luis Pazos

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige