13. Oktober 2008

Nobelpreis an Paul Krugman Gewohnt ins Klo gegriffen

Ein Mitläufer der Täter im Finanzdesaster wurde ausgezeichnet

Die Schwedische Akademie der Wissenschaften zeichnete sich bereits mehrfach dadurch aus, ihre politischen Wertvorstellung über das Verdienst ihrer Preisträger zu stellen. Zu ihrer Zielsicherheit kommt nun auch perfektes Timing. Ausgerechnet jetzt, wo die keynesianische „Liquiditätsverwaltung“ der Federal Reserve zur Immobilienblase und dadurch zur größten Finanzkrise seit Jahrzehnten führte, kürt die Akademie jenen Keynesianer zum Nobelpreisträger für Ökonomie, der sein ganzes Gewicht hinter die Schaffung der Immobilienblase warf. Der Beispiele:

In einem Artikel für die „New York Times“ am 1. Oktober 2001 erklärte Krugman: „Alan Greenspan startete besser als seine japanischen Gegenstücke. Die Fed schnitt die Zinssätze früh und häufig. Dies 11 Zinskürzungen 2001 fütterten einen Boom sowohl in Eigenheimkäufen als auch in Darlehens-Refinanzierungen, was beides der Wirtschaft half, eine noch schlimmere Rezession zu vermeiden. Aber es beginnt so auszusehen, als wären diese Zinskürzungen nicht ausreichend gewesen.“ Am 7. Oktober ergänzte Krugman in derselben Zeitung: „Die Wirtschaftspolitik sollte weiteres Ausgeben fördern, um das vorübergehende Nachlassen von Geschäftsinvestitionen auszugleichen. Niedrige Zinssätze, welche Ausgaben in Immobilien und anderen dauerhaften Gütern fördern, sind die Hauptantwort.“ Am 2. August wurde Krugman dann erneut in der „New York Times“ deutlich: „Um diese Rezession zu bekämpfen benötigt die Fed mehr als eine Einzelaktion; sie benötigt rapide steigende Privatausgaben, um kränkelnde Geschäftsinvestitionen auszugleichen. Und dafür muss Alan Greenspan eine Immobilienblase erschaffen, um die Nasdaq-Blase zu ersetzen.“

Erst nach Jahren (etwa am 21. Dezember 2007 in seinem Artikel „Running Out of Bubbles“ für die “New York Times”) erkannte Krugman, wie unglücklich und „blind“ seine Empfehlungen waren – natürlich ohne sich daran zu erinnern, was er geschrieben hatte. Eine gute Widerlegung des nobelpreisgekrönten Unsinns verfasste William L. Anderson mit „Did Free Market Ideology Cause the Housing Bubble?“

Internet

William L. Anderson: „Did Free Market Ideology Cause the Housing Bubble?“


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Mehr von Jörg Janssen

Über Jörg Janssen

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige