Chris Vigelius

Jahrgang 1975, selbständig in der IT-Branche.

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Angeklickt: Fundstücke

von Chris Vigelius

Aktuelles und Merkwürdiges aus Presse und Internet

Eingeschlafen: Die Deutschen sind, glaubt man einer Studie von Meinhard Miegel und Thomas Petersen, schlichtweg zu faul für ein stärkeres Wirtschaftswachstum. Gerade mal 19 Prozent der Befragten wollen selbst hart arbeiten und beruflich viel leisten, nur ein knappes Drittel ist überhaupt an einer Mehrung des eigenen Wohlstands interessiert. Ob außer SPD-Nachwuchspolitikern auch andere Personen befragt wurden, ist allerdings nicht bekannt.

http://www.nzz.ch/.../illusionen_einer_satten_gesellschaft_1.743602.html

Angeschnauzt: Wenn von Scharfsinn, Sachkompetenz oder guter Kinderstube die Rede ist, denkt wohl kaum jemand spontan an Sigmar Gabriel. Das ist verwunderlich, kann uns doch der Ex-Volkshochschullehrer so gut erklären, warum man trotz Energiekrise auf die Kernenergie verzichten kann, wieso wir dringend Energiesubventionen für die Mittelschicht brauchen und weshalb Contracting das Allheilmittel im Wohnungsbau darstellt. Stets höflich, mit geschliffener Sprache und brillianten Argumenten präsentiert sich der Umweltminister im Deutschlandradio:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/801612/

Angezeigt: Die Webseite „Steuerverrat.de" hat ein bestechend einfaches Konzept: Neidische Nachbarn verpfeifen (vermeintlich) wohlhabende Mitmenschen ans Finanzamt, anschliessend wird die Beute unter den Beteiligten aufgeteilt. Natürlich bleibt der größte Batzen beim Finanzminister - denn ohne seine Beteiligung wäre das ganze Modell zweifellos als organisierte Kriminalität einzustufen. Wir merken uns: Nicht die Tat an sich, sondern die Höhe der Beute und deren Verteilung sind heutzutage entscheidend für die Beurteilung der Strafwürdigkeit.

http://www.welt.de/...Geschaeft_mit_den_Steuer-Spitzeln.html

Aufgewacht: Kein Argument der Welt kann so überzeugend wirken wie Konsequenzen, die man am eigenen Leib spürt. Das gilt sogar für Redakteure der „Süddeutschen Zeitung“, die angesichts explodierender Preise und Lebenshaltungskosten zu ahnen beginnen, dass sie diesmal nicht auf der Gewinnerseite stehen werden, trotz all der freizügig verteilten Milliarden für Rente, Klima, Kindertagesstätten und so weiter. Das wiederum führt zu einer ungewöhnlichen Nachdenklichkeit und am Ende zu einer überraschenden Erkenntnis: Professor Kirchhof hatte doch recht.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/756/180203/

Unbeirrt: Während sich in der medialen Front der ökosozialistischen Umverteiler langsam die ersten Risse zeigen, wird im Bundestag munter weiter draufgesattelt: Mit einer um rund 20 Prozent erhöhten LKW-Maut und exzessiven Bauvorschriften sorgt die große Koalition für neue Preisschübe bei Mieten und Lebenshaltungskosten. Reformen zur Entlastung des Mittelstands? Fehlanzeige. Eine ähnliche Stimmung muss vor gut 20 Jahren in der Volkskammer geherrscht haben: Die beschloß noch im Februar 1987 unter ihrem Vorsitzenden Erich Honecker, dass Reformen nach dem Vorbild von Michail Gorbatschow „in der DDR nicht erforderlich“ wären.

http://www.n-tv.de/.../981199.html

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18. Juni 2008

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