| ||||||||
![]() Robert Grözinger, Jahrgang 1965, Diplom-Ökonom, ist freier Journalist und Übersetzer. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Ron Paul Revolution III: Die Lawine rolltvon Robert Grözinger Es entsteht die erste „digitale Nation“ Der „Spiegel“ berichtete kürzlich über die Spendeneingänge der US-Präsidentschaftskandidaten. Barack Obama und Hillary Clinton von den Demokraten werden mal wieder ein respektables Ergebnis vorzeigen, während die Republikaner „schwächeln“, heißt es da. Ein Kandidat wird wieder mal nicht erwähnt: Ron Paul. Das ist in diesem Fall möglicherweise weniger die Schuld des „Spiegel“ als die der amerikanischen Mainstream-Medien, aus denen der Redakteur abschreibt. In den nächsten Tagen werden die offiziellen Quartals-Spendeneinnahmen aller Kandidaten beider Parteien veröffentlicht. Alles deutet darauf hin, dass die Ergebnisse des konservativ-libertären Republikaners Ron Paul eine Menge Menschen überraschen, und nicht wenige gar ängstigen werden. Im gesamten vorletzten Quartal sammelte er 2,4 Millionen US-Dollar ein und errang schon damit Aufmerksamkeit, weil er nun mehr Geld hatte als John McCain, der bis dahin als einer der Favoriten der Republikaner gehandelt worden war. Diesmal hat Paul allein in der letzten Quartalswoche (!) in einem spannenden Spenden-Endspurt nicht weniger als 1,2 Millionen US-Dollar eingenommen. Also genau die Hälfte des gesamten vorherigen Quartalsbetrages! Ein Grund für das „Schwächeln“ der anderen Republikaner ist sicher hier zu finden. Es ist nicht auszuschließen, dass Paul im eben abgelaufenen Quartal sogar ein zweistelliges Millionenergebnis einfahren wird. Damit wäre er zwar noch nicht in der Gewichtsklasse der beiden genannten demokratischen Favoriten, aber ignorieren können die Medien Paul danach nicht mehr – wenn sie nicht den letzten Rest journalistischer Integrität verlieren wollen. Sofern sie diese noch haben. „Erst wirst du ignoriert, dann ausgelacht, dann bekämpft, und dann gewinnst du.“ In den Ron-Paul-Foren wird dieser Satz Mahatma Gandhis in den letzten Monaten und Wochen gelegentlich zitiert. Mehrfach haben einige Medien und andere Politiker versucht, Paul lächerlich zu machen. Sie sind bisher immer wieder an seiner Integrität und Ehrlichkeit gescheitert. Nach Debatten und bei Probewahlen bekommt Paul regelmäßig hohe bis höchste Zustimmungsraten; seine Veranstaltungen bekommen den größten Zulauf; Kleinplakate mit seinem Namen sind überall, während von anderen kaum etwas zu sehen ist. Auch wenn dies in den „wissenschaftlichen“ Umfragen noch nicht wiedergegeben wird: Trotz aller gegenteiligen Bemühungen der mächtigen Medien wird Ron Paul dank der kreativen und nimmermüden Graswurzelaktivitäten seiner Unterstützer immer bekannter und beliebter. Andere Kandidaten der Republikaner dagegen haben sich tatsächlich lächerlich gemacht. Auf die Frage beispielsweise, warum keiner seiner fünf Söhne im Irak als Soldat dient, antwortete Mitt Romney, der Beitrag seiner Söhne zum Krieg sei ihre aktive Unterstützung seiner Präsidentschaftskampagne. Und Rudy Giuliani, der im Gegensatz zu Paul und Romney auf die Unterstützung seiner Familienmitglieder verzichten muss, ist auf den krankhaft größenwahnsinnigen Trick gekommen, sich während einer öffentlichen Rede von seiner Frau anrufen zu lassen und kurz mit ihr zu plaudern. Bei solch einem Angebot ist es kein Wunder, dass Konservative, klassisch Liberale und Libertäre nach anderen Alternativen Ausschau halten. Aber auch bisherige Wähler der Demokraten werden allmählich auf Paul aufmerksam, schließen sich ihm sogar aktiv an, da seine Antikriegseinstellung glaubhafter ist als die aller anderen Präsidentschaftskandidaten. Nichtwähler und Wähler kleinerer Parteien ergeht es ebenso, weil sie in Paul erstmals seit Jahrzehnten wieder eine echte Alternative zu den „vorgefertigten“ Kandidaten der beiden großen Parteien sehen, der sogar eine Chance zum Sieg hat. Auch bei Themen jenseits des Irakkrieges trumpft Paul auf. Bei einer Freiluftveranstaltung letzte Woche in New Hampshire erhielt er den größten Applaus für seine Forderung, das Geldmonopol der Federal Reserve abzuschaffen. Bei aller Euphorie der „RonPaulians“ über die bisherige Entwicklung der Dinge ist zu bedenken, dass 100 Jahre Sozialismus, auch in den USA, nicht durch eine einzige erfolgreiche Kampagne eines Libertären hinweggefegt werden. Aber egal, wie die Wahl am Ende ausgeht: Die „Ron Paul Revolution“ wird Amerika verändern, so viel ist klar. Menschen werden von nun an verstärkt Kandidaten wie Ron Paul nachfragen - auf jeder Ebene. Viele „Paulians“ werden selber kandidieren, ausgestattet mit überragendem Wissen auf dem Feld der politischen Ökonomie – und einem respekteinflößenden Netzwerk. Noch weiter gedacht ist die Ron-Paul-Bewegung mit ihrer souveränen Nutzung aller Internet-Ressourcen das erste Anzeichen für die Entstehung „geographieunabhängiger Nationen“, meint Jay Roberts, technischer Direktor der Firma Cellblock.com. „Die Tatsache, dass die erste digitale Nation sich um Ron Paul formiert, statt um Obama oder um das Verbot von gehärteten Fetten, ist ein guter Frühindikator dafür, dass digitale Nationen vielleicht dazu neigen werden, pro-libertär zu sein.“ So können die „Paulistas“ gelassen in den Wahlkampf gehen. Sie können genausowenig verlieren wie eine ins Rollen geratene Lawine aufgehalten werden kann. Internet: Der Spiegel: Dollarsegen für Obama und Clinton Jay Roberts: The Ron Paul Nation 02. Oktober 2007 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann oder Michael Klonovsky schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareLiberty Man, am 03. Oktober 2007 um 22:04 ( Link ) Und ein paar rechte (!) Spinner hetzen gegen Paul: http://chip91.wordpress.com/ Marco, am 04. Oktober 2007 um 8:18 ( Link ) "Und ein paar rechte (!) Spinner hetzen gegen Paul:" Da ist das Ausrufezeichen wirklich angebracht. Aber Du hats es auch richtig erkannt: nur ein paar Spinner. Marc-Felix Otto, am 04. Oktober 2007 um 20:59 ( Link ) "Just never, never, never, Ich kläre gerade ab, ob Ausländer spenden dürfen (m.W. nicht, aber ein Kommentator auf www.dailypaul.com meint, es ginge). VG Marc-Felix Libertärer Präsident für die USA? | csaggo.com, am 05. Oktober 2007 um 13:59 ( Link ) [...] Bevor ich von dem Mann bei ef-online (Ron Paul Revolution III: Die Lawine rollt) gelesen habe, war mein persönlicher Favorit für diese Wahl der gemässigte Republikaner John McCain. Allerdings bin ich mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass Ron Paul die beste Alternative ist. Ron Paul ist in Vertreter des “small government”, also einer kleinen Regierung mit sehr wenigen Kompetenzen und Aufgaben, um die Freiheit des Einzelnen so umfassend wie möglich zu halten (What Does Freedom Really Mean?). [...] Marc-Felix Otto, am 07. Oktober 2007 um 19:54 ( Link ) Also, Ausländer dürfen der Kampagne keine direkten Spenden zukommen lassen, können aber selbstverständlich die Vorfeldorganisationen, Meetup-Gruppen etc. pp. unterstützen... VG M Fabio Bossi, am 09. Oktober 2007 um 17:30 ( Link ) Es gibt jetzt auch eine internationale Ron-Paul-Meetup-Gruppe, bei der http://ronpaul.meetup.com/1072/ mcthorogood, am 20. Oktober 2007 um 2:27 ( Link ) Oh my God! Hillary Rodham Clinton, the leading Democratic candidate for U.S. President, may be called as a material witness in the state of California, in what may be the largest election fraud in U.S. history. All news of this case has been effectively censored in the U.S. mainstream media. To read the full story, "For Clinton, 2000 Fund-Raising Controversy Lingers," in The Wall Street Journal, click here. Hillary may have violated the law by not reporting large contributions to her successful 2000 campaign for the New York Senate. Mr. Peter F. Paul claims that his contributions were omitted from the public reports filed with the Federal Election Commission, and Hillary denies all knowledge of these contributions. See the latest ruling in Paul vs. Clinton. Hillary even denies knowing Mr. Paul, who made the contributions to her 2000 Senate campaign. A video produced by the Equal Justice Foundation of America has been viewed more than 725,000 times. A case such as this would normally end any politicial aspirations for public office in the United States, and certainly raises questions about the fund-raising practices of the Clinton camp. Bente, am 08. Januar 2008 um 1:52 ( Link ) Ich finde die Spiegel propaganda mittlerweile nicht mehr lustig. Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
| ||||||
| Copyright © 2010 Lichtschlag Verlag KG | Design and Programming by greybyte, using Django and Performancing's Modernpaper template. | ||||||||
Robert Grözinger, am 03. Oktober 2007 um 19:17 ( Link )
Update: Ein "zweistelliges Millionenergebnis" war eine zu optimistische Schätzung (noch). Spenden im eben abgelaufenen Quartal für Ron Paul belaufen sich auf $ 5,08 Millionen. Aber das ist ein Zuwachs im Vergleich zum Vorquartal von 114 %. (Romney, Giuliani und McCain dagegen haben alle einen deutlichen Einnahmerückgang zu verzeichnen.) Paul hat jetzt ein Guthaben von $ 5,3 Millionen. Hier die offizielle Pressemitteilung der Kampagnenzentrale: http://ronpaul2008.typepad.com/ron_paul_2008/2007/10/press-release-t.html