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Staatliche Alterssicherung: Rentenversicherung sofort privatisieren!

von Libertäres Institut

Der Staat „beraubt“ auch Geringverdiener um ihre Rente – um jeweils fast 400.000 Euro

31. August 2006

Laut einer Berechnungstabelle, die dem Libertären Institut vorliegt und öffentlich im Internet zugänglich ist, kann jeder Geringverdiener und erst recht jeder Durchschnittslöhner damit rechnen, bezüglich seiner Rente vom Staat ärmer gemacht zu werden als nötig für Geringverdiener (50% des Durchschnittslohns) um fast 400.000 Euro .

Auf dieses Ergebnis kommt man, wenn man eine „ehrliche Berechnung“ vornimmt. Das bedeutet zum einen, zusätzlich zu den direkten Rentenbeiträgen (inklusive Arbeitgeberanteil) auch den steuerfinanzierten Beitrag aus der allgemeinen Haushaltskasse zu berücksichtigen. Dabei werden im Gegensatz zu den offiziellen Berechnungen keine Spekulationen eines 'Schätzkreises' über künftige Entwicklungen herangezogen, sondern es wird die aktuell gültige Rentenformel verwendet. Zum dritten bedeutet es aber auch, alternativ zu berechnen, was mit den Beiträgen passieren würde, wenn sie gewinnbringend am Finanzmarkt angelegt würden.

Dazu Jörg Janssen, freier Mitarbeiter des Libertären Instituts, der die Berechnungstabelle aufgestellt hat: „Wer als ‚Rentner Eck’ 45 Jahre lang den gesetzlichen Rentenbeitrag von seinem unterdurchschnittlichen Lohn (50% des Durchschnittslohns) abgezogen bekommt, zahlt in dieser Zeit, einschließlich Steueranteil, 156.856,99 Euro in die Rentenkasse ein. Lebt er dann bis zu seinem 80. Lebensjahr, erhält er aber nach der Rentenformel nur 105.826,50 Euro zurück. Allein daraus ergibt sich also schon ein Verlust von 51.030,49 Euro.“

Der Steueranteil errechnet sich folgendermaßen: Der Steuerzuschuss zur Rentenkasse liegt bei derzeit 54,8 Milliarden Euro, bei einem Gesamtvolumen von 168 Milliarden Euro. Das sind 32,6 Prozent der Beiträge. Die Renten-Beitragszahler stellen derzeit etwa 67,8 Prozent aller Erwerbstätigen, welche diese Steuern bezahlen. Das bedeutet, dass ‚Renter Eck’ noch zusätzlich 22 Prozent seines Zwangsbeitrages per Steuern in die Rentenkasse pumpt – über Einkommens-, Mehrwert- und andere Steuern.

Jenssen weiter: „Doch leider kommt es für Rentner Eck noch schlimmer. Denn indem Sozialpolitiker ihn zwingen, monatlich 290,48 Euro in ihre Kassen zu zahlen, machen sie es ihm unmöglich, diese Beträge Zinsen verdienend für sein Alter anzulegen.

Nehmen wir wieder an, er würde mit 20 Jahren beginnen, monatlich 290,48 Euro einzuzahlen, bis er 65 ist - nur diesmal in einen Sparplan statt in das System der Sozialpolitiker. Derart lange Laufzeiten erwirtschafteten bislang Renditen von 6,5 Prozent selbst bei Rentenfonds. Bei 3 Prozent Inflationsrate (heute offiziell 2 Prozent) bedeutet das eine reale Rendite von 3,5 Prozent. So würde er also eine daraus berechnete Ansparsumme von 375.677,98 Euro leisten können.“

Damit könnte der Rentner bei einer sehr konservativen Anlage des Geldes (2,1 Prozent Rendite mit einem Immobilienfonds) eine Privatrente von gut 1000 Euro pro Monat erwirtschaften – und das Geld wäre erst aufgebraucht, wenn er das 110. Lebensjahr erreichte. So ist es gut möglich, dass er nach Erreichen des Durchschnittsalters von 80 Jahren immer noch fast 300.000 Euro vererben kann.

Fazit: Für unterdurchschnittlich Verdienende wäre es möglich, sich und ihre Nachkommen mit Sparsamkeit aus der Altersarmut zu befreien – wenn der Staat sie ließe. Das staatliche Rentensystem hingegen drückt sie geradezu in die Altersarmut hinein. Daher sollte die staatliche Rentenversicherung schnellstens aufgelöst werden.

ENDE DER PRESSEMITTEILUNG

Hinweis:

Für weitere Anfragen steht der Leiter des Libertären Instituts, David Schah, zur Verfügung:

E-Mail: info [at] libertaeres-institut.de

Das Libertäre Institut ist Deutschlands einziger radikal-liberaler und pro-kapitalistischer Thinktank und wirbt für eine libertäre Sichtweise auf alle durch Politikversagen entstandenen Probleme. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite: http://www.libertaeres-institut.de

Postanschrift:

Libertäres Institut
c/o David Schah
Dyroffstr. 4
53113 Bonn

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